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7.Super-Regio-Cup  -  Saison 2005/2006

zur Saison 2004/05   -   zur Saison 2006/07


Hallen-Turnier in Riesa am 17.12.2005

Teilnehmer - Vorrunde - Halbfinale - Spiel um Platz 3 - Finale - Im Spiegel der Presse


Teilnehmer:

Hallen-Pokal für die Vereine des NOFV aus der 3. (Regionalliga) und 4. Spielklasse (NOFV-Oberliga) - 8 Starter
 

Turnier - 8 Starter

Riesa, Erdgas-Arena, 17.12.2005

Regionalliga: Chemnitzer FC
             Rot-Weiß Erfurt
              Carl-Zeis Jena
              Hertha Berliner SC II
Oberliga:     Sachsen Leipzig
              Hallescher FC
              Vogtländischer FC Plauen
Gastgeber:    Auswahl Riesa


Vorrunde
 

Die Spiele der Gruppe A

Auswahl Riesa - Carl Zeiss Jena  0:3
Tore: 

Chemnitzer FC - Sachsen Leipzig  1:0
Tor: 1:0 Salonen

Auswahl Riesa - Chemnitzer FC  0:0
Tore: -

Carl Zeiss Jena - Sachsen Leipzig  3:0
Tore: 

Auswahl Riesa - Sachsen Leipzig  1:1
Tore: 1:0 Rührle, 1:1 Werner

Carl Zeiss Jena - Chemnitzer FC  2:2
Tore: 
 

Die Spiele der Gruppe B

Hertha Berliner SC II - Vogtländischer FC Plauen  4:3
Tore: 

Rot-Weiß Erfurt - Hallescher FC  1:0
Tor: 1:0 Gruev

Hertha Berliner SC II - Rot-Weiß Erfurt  1:3
Tore: 0:1 Nowak, 0:2 Schnuphase, 1:2 Ebert, 1:3 da Silva

Vogtländischer FC Plauen - Hallescher FC  4:1
Tore: 

Hertha Berliner SC II - Hallescher FC  3:2
Tore: 

Vogtländischer FC Plauen - Rot-Weiß Erfurt  3:3
Tore: 1:0 Dashi, 1:1 Weis, 1:2 Kacani, 2:2 Dashi, 2:3 Schnuphase, 3:3 Noll
 

Die Abschlußtabelle der Gruppe A

1. Carl Zeiss Jena       3   2  1  0    8: 2     6    7
2. Chemnitzer FC         3   1  2  0    3: 2     1    5
3. Auswahl Riesa         3   0  2  1    1: 4    -3    2
4. Sachsen Leipzig       3   0  1  2    1: 5    -4    1

Die Abschlußtabelle der Gruppe B

1. Rot-Weiß Erfurt       3   2  1  0    7: 4     3    7
2. Hertha Berlin. SC II  3   2  0  1    8: 8     0    6
3. Vogtländ. FC Plauen   3   1  1  1   10: 8     2    4
4. Hallescher FC         3   0  0  3    3: 8    -5    0


Halbfinale
 

Carl Zeiss Jena - Hertha Berliner SC II  3:2
Tore: 

Rot-Weiß Erfurt - Chemnitzer FC  2:1
Tore: 1:0 Gruev, 2:0 Kacani, 2:1 Hänel


Spiel um Platz 3
 

Hertha Berliner SC II - Chemnitzer FC  4:3
Tore: 

 


Finale
 

Carl Zeiss Jena - Rot-Weiß Erfurt  1:1, Neunmeterschießen 3:2
Tore: 0:1 Schnuphase, 1:1 Schlachta

 


Bester Torwart des Turniers:

 Sebastian Klömisch (Chemnitzer FC)

Bester Spieler des Turniers:

 Torsten Ziegner (Carl Zeiss Jena)

Beste Torschützen des Turniers:

Sejad Salihovic  (Hertha Berliner SC II), 5 Tore


Im Spiegel der Presse

 

 

 

Leipziger Volkszeitung, 19.12.05: Sachsen bescheiden, Thüringer stark
Riesa. "Das war wohl nix", sagte Benjamin Boltze enttäuscht, als er aus der Halle in Riesa humpelte. Gleich im ersten Spiel seiner Sachsen-Truppe wurde er nach einem Schlag auf die Wade von Tobias Becker (Chemnitzer FC) verletzt, so fiel das Talent für den weiteren Turnierverlauf aus. Aber da waren ja noch viele andere junge Himmelsstürmer bei den Leipzigern am Ball. 
Doch keiner konnte sich entscheidend in Szene setzten, mit Ausnahme der Torhüter Jan Burmeister und Eric Domaschke, die Ärgeres verhinderten als fünf Gegentreffer in drei Partien. Erst gegen eine Riesaer Auswahl gelang ein Tor (Sven Werner im Nachschuss), es sollte das einzige für die Leipziger im Turnier um den Super-Regio-Cup bleiben. 
"Manchmal fehlte nicht viel, aber wir hatten uns mehr erhofft. So blieb nur der letzte Gruppenplatz", ärgerte sich Trainer Hans-Jörg Leitzke über einige vergebene Möglichkeiten. Beispiel Nico Breitkopf: Er versuchte gegen die vermeintlich schwachen Riesaer aus allen Lagen zu treffen - vergebliche Mühen auf dem Kunstrasen. So kam das Aus bereits nach der Vorrunde wie auch für den VFC Plauen, den Halleschen FC und Riesa (Trainer Ralf Minge). 
Danach verließen viele der 2700 Zuschauer die kaum halb gefüllte Halle. Im Vorjahr hatten noch 5500 Fans diese sogenannte offizielle NOFV-Hallenmeisterschaft erleben wollen. Diesmal hielten offenbar verschneite Straßen viele Besucher vom "Budenzauber" in Riesa ab. Die abwandernden Fangruppen wurden von der Polizei vorsorglich zum Bahnhof begleitet, um Zusammenstöße zu vermeiden. Davon hatte es in der Halle zuvor einige gegeben, als rivalisierende Gruppen hinter den Tribünen aufeinander losgingen. 
Die 180 Polizei- und Ordnungskräfte konnten diese Situationen bereinigen. Hausverbote wurden ausgesprochen und fünf Männer vorübergehend in Gewahrsam genommen sowie mehrere Anzeigen erstattet. Knallkörper-Krach und minutenlanges Geschrei der nur wenige Meter getrennten Fan-Gruppen ließen den Sport in der Halle mitunter zur Nebensache werden. Die Präsidenten vom FCSachsen (Rolf Heller) und Jena (Reiner Zipfel) versuchten beruhigend auf ihre Anhänger einzuwirken. Unbelehrbare verstanden sie nicht. 
Am Ende konnten die Jenaer um Torsten Ziegner (bester Turnierspieler) den Pokal und die 1500-Euro-Siegprämie mit an die Kernberge nehmen. Das wurde aber erst nach Neunmeter-Schießen im Thüringen-Finale gegen den FC Rot-Weiß Erfurt perfekt. Torwart Christian Person parierte den Ball von Alexander Schnetzler und wurde gefeiert. Der Turniersieger der beiden vorigen Jahre, der Chemnitzer FC, verlor das Spiel um Platz drei gegen die Amateure von Bundesligist Hertha BSC mit 3:4.

Sächsische Zeitung, 19.12.05: Es fehlt der Respekt
Drittligist FC Carl Zeiss Jena ist NOFV-Hallenmeister. „Wir wollten uns so präsentieren, dass wir einen schönen Beitrag für das Turnier leisten. Das ist uns gelungen“, schätzte Trainer Heiko Weber ein, nachdem seine Schützlinge gekürt worden waren. Nicht zufällig machte Weber ausdrücklich auf den sportlichen Erfolg seiner Truppe aufmerksam. Wieder einmal war ein Teil der Zuschauer nicht gekommen, um die Leistungen der teilnehmenden Teams in Augenschein zu nehmen. Zeitweilig überschattet wurde das Turnier von Fan-Ausschreitungen.
Rund 180 Einsatzkräfte waren bei der siebenten Auflage des „Budenzaubers“ vor Ort – und die bekamen eine Menge zu tun. Etwa 60 gewaltbereite Anhänger waren während der Vorrundenpartien hinter den Tribünen aufeinander eingestürmt und hatten sich wüste Prügeleien geliefert. Die Randalierer konnten von der Polizei und dem Ordnungsdienst getrennt werden. Es soll sich dabei um Anhänger von Rot-Weiß Erfurt, Carl Zeiss Jena, dem Halleschen FC und Sachsen Leipzig gehandelt haben, teilte ein Polizei-Sprecher mit. Insgesamt waren 90 Beamte und 90 Sicherheitskräfte im Einsatz. „Wenn man so viele Mannschaften unter einem Dach hat und der Derby-Charakter so stark ausgeprägt ist, kann das problematisch sein“, sagte Turnier-Organisator Volkhardt Kramer. „Ich hoffe, die Fans rivalisierender Clubs bringen sich künftig wieder mehr Respekt entgegen.“ Leider könne man nicht alle Randalierer am Eingang identifizieren. Es fehle die rechtliche Handhabe, um ihnen den Einlass zu verwehren, ergänzte Kramer.
Feuerwerkskörper gezündet
„Wir verabscheuen diese Gewalt“, erklärte Jenas Präsident Rainer Zipfel. Mindestens zwei Zuschauer verletzten sich bei den Ausschreitungen leicht. Die Polizei-Beamten sprachen Randalierern Hausverbote aus und nahmen fünf Männer in Gewahrsam, unter anderem wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs. Es befanden sich nach Polizeiangaben zeitweilig mindestens 50 polizeibekannte Hooligans und 500 Randalierer unter den etwa 2 700 Zuschauern. Zudem wurden mehrfach Feuerwerks- und Knallkörper in der Halle gezündet. „Es ist ein Katz- und Mausspiel“, sagte ein Polizei-Sprecher.
Präsident warnt vor Hysterie
Gegenüber der „SZ“ hörten sich die Ausführungen von Jenas Präsident Zipfel, der sich wie sein Leipziger Kollege Rolf Heller in die Fangruppen begeben hatte, um zu schlichten, etwas anders an: „Ich warne vor überzogener Hysterie. Es gab drei Blitzknaller, das sind drei zuviel. Aber von stundenlangem Feuerwerk oder angeblich 500 Gewalttätern kann keine Rede sein.“ Wie häufig gab es verschiedene Ansichten der Dinge.“
„Vielen geht es gar nur darum, sich zu prügeln“, meint Hermann Braunger. Er war der Einsatzleiter bei diesem Turnier. „Störenfriede gab es schon immer“, weiß Braunger, „aber die Leute sind aggressiver geworden.“ Er und seine Kollegen waren jedenfalls erleichtert, als am Abend die letzten Fans im Zug saßen und aus Riesa abfuhren. Nach Ansicht des Einsatzleiters fehlte das „normale Fußball-Publikum, das eine ruhigere Stimmung mit sich gebracht hätte“.

Freie Presse, 19.12.05: Zum Einstand keinen Pokal für Trainer Müller 
Fußball: Chemnitzer FC ohne Hauptgewinn bei Hallenturnieren – Randale beim Riesaer Regio-Cup
Riesa. Das Aus im Riesaer Super-Regio-Cup kam für den Chemnitzer FC kurz vor 17 Uhr. Magere Ausbeute des Titelverteidigers am Sonnabend war Platz 4. Der neue Trainer Joachim Müller nach dem Abpfiff: „Macht nichts.“ Das Turnier habe für ihn Trainingscharakter. Kaum zu glauben für jene, die ihn zuvor wild gestikulierend und schimpfend an der Bande erlebt hatten.
Überhaupt nicht egal war Tuukka Salonen der Regio-Cup. „Wir holen keine Punkte für die Meisterschaft. Aber wir können Kraft schöpfen.“ Der finnische Stürmer machte das Tor im Vorrundenspiel gegen Sachsen Leipzig (1:0). Der einzige Sieg an diesem Tag. Trainer Müller stand da übrigens noch auf der Autobahn im Stau.
Gegen Carl Zeiss Jena und die Auswahl von Riesa gelangen nur Remis. Gefragt wie kein anderer war am Sonnabend Riesas Trainer Ralf Minge – hoch gehandelt als Nachfolger von Christoph Franke bei Dynamo Dresden. Er hielt sich weiter bedeckt, einen Vertrag gebe es noch nicht. Verschiedenes – neben derzeit ohnehin noch bestehenden Verträgen – müsse geklärt werden.
Zurück zum CFC: Dem saß der Vortag noch in den Knochen. Im Zwickauer Finale waren die Jungs beim Neunmeterschießen an Plauen gescheitert. In Riesa gingen schließlich auch das Halbfinale gegen Rot-Weiß Erfurt (1:2) und das Spiel um Platz 3 gegen Hertha BSC II (3:4) verloren. „Wichtiger ist der Anschluss auf dem Feld“, kommentierte Müller, für den ein Pokal in den Händen trotzdem ein gelungener Einstand gewesen wäre.
Den nahm stattdessen Kollege Heiko Weber von Carl Zeiss Jena mit in die Heimat. Und war „froh, dass die Saison damit vorbei ist. Wir haben uns den Fans heute noch mal gut präsentiert.“ Die wiederum sorgten für unschöne Szenen. Mitgereiste aus Jena, Erfurt, Halle und Leipzig lieferten sich handfeste Duelle fernab des Kunstrasens. 500 Randalierer und 50 polizeibekannte Hooligans waren den Polizeiangaben zufolge unter den 2700 Zuschauern. Sechs Platzverweise wurden ausgesprochen, fünf Personen vorzeitig festgenommen. Super-Cup-Organisator Volkhardt Kramer: „Mit Fußball hatten diese Leute nichts am Hut.“ Gerd Milek vom Nordostdeutschen Fußballverband NOFV räumte ein, dass es eine hundertprozentige Sicherheit vor solchen Ausschreitungen nie gebe.
Seine verpasste Chance auf den Pokal mit dem CFC kann Joachim Müller übrigens Anfang Januar in Chemnitz nachholen.

MDR-Online, 17.12.05: Jena gewinnt SuperRegio-Cup
Der FC Carl Zeiss Jena ist ostdeutscher Hallen-Fußballmeister. Der Regionalligist setzte sich am Sonnabend im Finale des SuperRegio-Cups 4:3 nach Neunmeterschießen gegen Erfurt durch. Platz drei sicherte sich das Drittliga-Team von Hertha BSC durch ein 4:3 im kleinen Finale gegen Titelverteidiger Chemnitzer FC. Zum besten Spieler des Turnier wurde Torsten Ziegner (Jena) gewählt. Als bester Torwart wurde Sebastian Klömisch (Chemnitz) geehrt.
Wenig "normale" Tore im Endspiel
In der regulären Spielzeit des Thüringen-Derbys hatte Schnuphase die Erfurter in Führung (7.) gebracht. Schlachta (16.) glich aus. Im Neunmeterschießen sorgte dann FCC-Keeper Person mit mehreren Paraden für die Entscheidung. Jena hatte sich im Halbfinale mit 3:2 gegen Herthas Zweite durchgesetzt. Erfurt besiegte Titelverteidiger CFC 2:1. In der Vorrunde hatte der sieglose FC Sachsen Leipzig schwer enttäuscht. Auch für Plauen, HFC und Riesas Stadtauswahl war nach den Gruppenspielen schon Schluss.
Hinter den Zuschauerrängen hatte es während des Turniers wilde Schlägereien zwischen Fans von Erfurt, HFC, Jena und FC Sachsen gegeben. Insgesamt etwa 60 Hooligans stürmten laut Polizei aufeinander los und mussten von Polizei und Ordnungsdienst getrennt werden. Sechs Fans wurden in Gewahrsam genommen, zwei Verletzte wurden bei den Ausschreitungen registriert. Den Einsatzkräften zufolge befanden sich zeitweilig mindestens 50 polizeibekannte Hooligans und 500 Randalierer unter den etwa 2700 Zuschauern.


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