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6.Super-Regio-Cup  -  Saison 2004/2005

zur Saison 2003/04   -   zur Saison 2005/06


Hallen-Turnier in Riesa am 18.12.2004

Teilnehmer - Vorrunde - Halbfinale - Spiel um Platz 3 - Finale - Im Spiegel der Presse


Teilnehmer:

Hallen-Pokal für die Vereine des NOFV aus der 3. (Regionalliga) und 4. Spielklasse (NOFV-Oberliga) - 8 Starter
 
Turnier - 8 Starter

Riesa, Erdgas-Arena, 18.12.2004

2.Bundesliga: Dynamo Dresden
Regionalliga: Chemnitzer FC
              1.FC Union Berlin
              Hertha Berliner SC (Amateure)
Oberliga:     Sachsen Leipzig
              1.FC Magdeburg
              Carl-Zeis Jena
              Vogtländischer FC Plauen


Vorrunde
 
Die Spiele der Gruppe A

Dynamo Dresden - 1.FC Magdeburg  1:0
Tor: 1:0 Christ

1.FC Union Berlin - Carl Zeiss Jena  2:3
Tore: 1:0 Hauswald, 1:1 Görke, 1:2 Stiefel, 2:2 Glinker, 2:3 Ziegner

Dynamo Dresden - 1.FC Union Berlin  6:0
Tore: 1:0 Kühne, 2:0 Christ, 3:0 Fröhlich, 4:0 Christ, 5:0 Oppitz, 6:0 Fröhlich

1.FC Magdeburg - Carl Zeiss Jena  5:6
Tore: 0:1 Werner, 0:2 Schwesinger, 1:2 Neumann, 1:3 Böhme, 2:3 Sommermeyer, 3:3 Kurbjuweit, 4:3 Mensch, 4:4 Böhme, 5:4 Kallnik, 5:5 Görke, 5:6 Böhme

Dynamo Dresden - Carl Zeiss Jena  4:2
Tore: 0:1 Werner, 0:2 Böhme, 1:2 Fröhlich, 2:2 Oppitz, 3:2 Hauser, 4:2 Christ

1.FC Magdeburg - 1.FC Union Berlin  2:2
Tore: 1:0 Woitha, 1:1 Soltau, 1:2 Hauswald, 2:2 Kallnik
 

Die Spiele der Gruppe B

Hertha Berliner SC (Amateure) - Sachsen Leipzig  2:1
Tore: 1:0 Salihovic, 1:1 Wejsfelt, 2:1 Dejagah

Chemnitzer FC - Vogtländischer FC Plauen  4:3
Tore: 1:0 Karl, 2:0 Kanitz, 2:1 Popa, 2:2 Dashi, 3:2 Kutzner, 4:2 Göhlert, 4:3 Pietsch

Hertha Berliner SC (Amateure) - Chemnitzer FC  0:2
Tore: 0:1 Gillert, 0:2 Stark

Sachsen Leipzig - Vogtländischer FC Plauen  3:0
Tore: 1:0 Toku, 2:0 Jack, 3:0 Jack

Hertha Berliner SC (Amateure) - Vogtländischer FC Plauen  4:1
Tore: 1:0 Dejagah, 2:0 Schrödter, 2:1 Reimann, 3:1 Schrödter, 4:1 Krecidlo

Sachsen Leipzig - Chemnitzer FC  0:0
 

Die Abschlußtabelle der Gruppe A

1. Dynamo Dresden        3   3  0  0   11: 2     9    9
2. Carl Zeiss Jena       3   2  0  1   11:11     0    6
3. 1.FC Magdeburg        3   0  1  2    7: 9    -2    1
4. 1.FC Union Berlin     3   0  1  2    4:11    -7    1

Die Abschlußtabelle der Gruppe B

1. Chemnitzer FC         3   2  1  0    6: 3     3    7
2. Hertha Berl. SC (A.)  3   2  0  1    6: 4     2    6
3. Sachsen Leipzig       3   1  1  1    4: 2     2    4
4. Vogtländ. FC Plauen   3   0  0  3    4:11    -7    0

Im Spiegel der Presse
MDR-Online, 18.12.03: Mehr zur Vorrunde und zu den Halbfinals
Zweitligist Dynamo Dresden hatte nicht nur die meisten Fans in Riesa, sondern auch die treffsichersten Spieler. Elf Vorrundentore sind einsame Spitze. Gezittert bis zur Schluss wurde in der Gruppe B: Während der Chemnitzer FC und Hertha BSC (A) Grund zum Jubeln hatten, war für Plauen und den FC Sachsen das Turnier beendet.
Gruppe A: Dynamo souverän - Jena mogelt sich durch
Dynamo Dresden ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und verlustpunktfrei durch die Gruppe A ins Halbfinale marschiert. Nach dem mühevollen 1:0 im Auftaktspiel gegen Magdeburg - der Siegtreffer fiel wenige Sekunden vor der Schlusssirene, lief es für das Franke-Team wie am Schnürchen. Angepeitscht von etwa 2500 stimmgewaltigen Fans liefen die Schwarz-Gelben gegen Union Berlin zu Höchstform auf und schenkten dem Letzten der Regionalliga sechs Tore ein. Im letzten Gruppenspiel gelang ein 4:2 gegen die ebenfalls bereits qualifizierten Jenaer.
Carl-Zeiss, Staffel-Primus in der Oberliga Süd, hatte sich mit knappen Siegen (3:2 gegen Union und 6:5 gegen Magdeburg) ins Halbfinale gemogelt. Unglücklich dagegen ausgeschieden ist der 1. FC Magdeburg. Die Elbestädter verloren nicht nur gegen Dynamo in letzter Minute, sondern auch gegen Jena. Und das, obwohl sie nach 1:3 Ruckstand das Spiel zwischenzeitlich zum 4:3 gewendet hatten. Union Berlin enttäuschte mit nur einem Punkt (2:2 gegen Magdeburg) unter dem Hallendach ebenso wie in der Regionalliga und wurde Gruppenschlusslicht.
Gruppe B: Chemnitz und Hertha (A) im Halbfinale
Spannend und dramatisch verliefen die Partien in der Gruppe B. Der Chemnitzer FC, Hertha BSC (A) und Sachsen Leipzig rangelten um das Halbfinale. Die Entscheidung fiel im letzten Gruppenspiel zwischen Pokalverteidiger Chemnitz und Sachsen Leipzig. Nach der Nullnummer, übrigens dem einzigen torlosem Spiel in allen Vorrundenspielen, riss der CFC die Arme empor. Während den Barsikow-Jungs nach zwei Siegen (4:3 gegen den Oberligisten VFC Plauen und 2:0 gegen Hertha BSC) reichte, tippelten die Sachsen betröpfelt aus der Halle. Dabei waren sie dem Halbfinale so nah. Doch als Thielemanns mit einem Knaller zwei Sekunden vor dem Ende abzog, parierte Süßner riesig.
Über den Finaleinzug freuten sich auch die Bubis von Hertha BSC, die am Rand mitfieberten und am Ende mit sechs Punkten als Gruppenzweiter die Semifinals erreichten. Die Berliner hatten im ersten Spiel Sachsen Leipzig 2:1 besiegt, danach gegen den CFC verloren und zum Schluss den VFC Plauen mit 4:1 aus der Halle geschossen. Plauen war neben Union Berlin die zweite Enttäuschung in Riesa. Ohne einen Punkt und mit vier Törchen verabschiedeten sich die Vogtländer aus der erdgas Arena. Während im ersten Spiel beim 3:4 gegen Chemnitz noch Feuer im Spiel war, baute der VFC stark ab.
Vorschlussrunde: Dynamo mit Problemen - Chemnitz mühelos
Im Halbfinale hatte Dynamo Dresden gegen Hertha BSC (A) einen Fehlstart erwischt und lag rasch 0:2 hinten. Hauser, Fröhlich und der überragende Christ drehten mit ihren Toren aber die Partie. Im zweiten Semifinale hielt Jena gegen den Chemnitzer FC nur bis zum 2:2 mit, danach setzte sich die spielerische Klasse des Regionalligisten durch. Gillert, Schindler und Wächtler machten alles klar. 

Halbfinale
 
Dynamo Dresden - Hertha Berliner SC (Amateure)  3:2
Tore: 0:1 Boateng, 0:2 Schrödter, 1:2 Hauser, 2:2 Fröhlich, 3:2 Christ
Chemnitzer FC - Carl Zeiss Jena  5:2
Tore: 1:0 Stark, 1:1 Ziegner, 2:1 Karl, 2:2 Kowalik, 3:2 Gillert, 4:2 Schindler, 5:2 Wächtler

Spiel um Platz 3
 
Hertha Berliner SC (Amateure) - Carl Zeiss Jena  7:7, Neunmeterschießen 4:1
Tore: 0:1 Görke, 0:2 Stiefel, 1:2 ?, 1:3 Ziegner, 1:4 Werner, 2:4 ?, 3:4 Boateng, 4:4 Schrödter, 4:5 Schwesinger, 5:5 Salihovic, 6:5 ?, 6:6 Görke, 6:7 Görke, 7:7 Salihovic
Im Spiegel der Presse
MDR-Online, 18.12.03: Jena schwächelt vom Neunmeterpunkt
Die Amateure von Hertha BSC haben das "kleine Finale" um Platz drei gegen Carl Zeiss Jena mit 11:8 nach Neunmeterschießen gewonnen. Im Gegensatz zu Jena bewiesen Herthas Bubis vom "Punkt" Nervenstärke. Alle vier Schützen trafen, für die Thüringer war nur Werner erfolgreich. Schwesinger und Kowalik scheiterten. Dabei war Jena dem dritten Platz schon ganz nah, führte kurz vor der Schlusssirene noch 7:6, musste aber zwölf Sekunden vor dem Ende das 7:7 hinnehmen. Knackpunkt im Spiel war die rote Karte gegen Ziegner, der den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt hatte. Jena musste fünf Minuten in Unterzahl agieren und die komfortable 4:1-Führung wieder abgeben. "So eine blöde Regelung", so Ziegner, dessen Ärger erst verflog, als er zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Erfolgreichster Torschütze des Turniers wurde Dresdens Marco Christ mit sechs Treffern.

Finale
 
Dynamo Dresden - Chemnitzer FC  2:2, Neunmeterschießen 1:2
Tore: 1:0 Christ, 1:1 Karl, 1:2 Gillert, 2:2 Beuchel

Bester Torwart des Turniers:

 Oliver Herber (Dynamo Dresden) 

Bester Spieler des Turniers:

 Torsten Ziegener (Carl Zeiss Jena)

Beste Torschützen des Turniers:

Marco Christ (Dynamo Dresden), 6 Tore


Im Spiegel der Presse
MDR-Online, 18.12.03: Chemnitz triumphiert erneut
Der alte ist auch der neue Gewinner des Super-Regio-Cups: In einem spannenden Finale, das erst vom Neunmeterpunkt entschieden wurde, holte sich der Chemnitzer FC den Pott.
Der letzte Neunmeter ist verschossen - der CFC jubelt 
Der Chemnitzer FC hat seinen Vorjahreserfolg wiederholt und auch 2004 den Super-Regio-Cup in Riesa gewonnen. Bei der ersten offiziellen NOFV-Meisterschaft vor 5500 Zuschauern setzte sich der Regionalligist im Finale gegen Zweitligist Dynamo Dresden mit 4:3 nach Neunmeterschießen durch. Damit sind die Barsikow-Schützlinge beim DFB-Hallenmasters am 8. Januar wieder in Riesa mit von der Partie. Das Spiel um Platz drei gewann Hertha BSC (A), ebenfalls erst im Neunmeterschießen.
Entscheidung vom Neunmeter-Punkt
In einem durchschnittlichen Finale war Dynamo durch den besten Torschützen des Turniers, Marco Christ, in Führung gegangen. Karl und Gillert drehten die Partie, ehe Beuchel den Ausgleich schaffte. Da beide Teams danach nur wenig wagten und nur auf Fernschüsse setzten, warteten die Fans in einem insgesamt torreichen Hallenturnier vergeblich auf weitere Treffer. Im Neunmeterschießen reichten Chemnitz die Tore von Schindler und Gillert, weil für die Schwarz-Gelben nur Kühne traf.
Dresdner Neueste Nachrichten, 20.12.04: Im Neun-Meter-Schießen zeigt Dynamo Nerven
Riesa. Noch nie hat Dynamo Dresden den Super Regio Cup gewinnen können und auch bei der 6. Auflage vor 5500 Zuschauern in der erdgas arena verpassten die Schwarz-Gelben den Turniersieg. Allerdings nur um eine Winzigkeit, denn im Finale scheiterte der Zweitligist erst im Neun-Meter-Schießen am Regionalligisten Chemnitzer FC. Dessen Trainer Dirk Barsikow staunte: "Wer uns gestern in Zwickau erlebt hat, der hätte das nicht gedacht." In Zwickau waren die Himmelblauen am Freitag nur Fünfter unter sechs Teams geworden. 
Ausgerechnet sein langjähriger Klub und ein ehemaliger Spieler von Christoph Franke verdarben dem Dynamo-Coach somit das passende Präsent zum 60. Geburtstag. Doch mit leeren Händen kehrte Franke dennoch nicht aus Riesa heim. NOFV-Präsident Hans-Georg Moldenhauer überreichte dem Trainer schon vor dem Endspiel die goldene Verdienstnadel des Verbandes für seine Verdienste um den Fußball, die höchste Auszeichnung für Nichtfunktionäre. "Er hat über Jahre sehr viel geleistet, sich immer zur Verfügung gestellt, wenn es um Stützpunkttraining ging. Das wollen wir würdigen und das Turnier war der willkommene Anlass, das nicht anonym zu tun", sagte Moldenhauer. 
Der Geehrte nahm die Aufmerksamkeit gern an: "Ich habe noch nicht so viele Auszeichnungen bekommen." Doch mehr Freude bereiteten ihm seine Spieler, die das Trainingslager im Erzgebirge gut weggesteckt hatten, "wo wir zwar nicht bis zum Umfallen, aber doch relativ viel trainiert haben". Zwar taten sich die bis auf Levente Csik ohne Ausländer und vornehmlich mit jüngeren Spielern angetretenen Dynamos gegen Magdeburg noch schwer, dann aber demütigten sie Union und bogen gegen Jena sowie im Halbfinale gegen die Hertha-Amateure jeweils einen 0:2-Rückstand noch um. Im Endspiel führte Dynamo dann mit 1:0 durch Marco Christ, bevor Steffen Karl und Sascha Gillert für Chemnitz und René Beuchel das Neun-Meter-Schießen erzwangen. Dort scheiterten der ansonsten spielerisch wie mit sechs Toren überzeugende Christ und Beuchel allerdings an CFC-Keeper Sebastian Klömich, Christian Fröhlich und zuletzt Christian Hauser zielten indes vorbei. Nur Rico Kühne traf vor 3000 Dynamo-Fans, die aber vor allem Oliver Herber feierten. Der parierte die Versuche von Daniel Göhlert und Nico Kanitz, spielte auch sonst stark. "Da war eine Reaktion zu sehen", so der zum besten Keeper des Turniers gewählte Dynamo-Schlussmann nach der Verpflichtung des neuen Torwarts Dargo Horvat. Auch Marco Christ, der die Torjägerkanone absahnte, will einen Stammplatz imFreien: "Ich will mich in der Halle anbieten und hier Kraft schöpfen für die Rückrunde."
Leipziger Volkszeitung, 20.12.04: Leipziger Kanitz holt mit Chemnitz den Regio-Cup 
Riesa. Die Spieler des ausgeschiedenen FC Sachsen Leipzig waren bereits auf der Heimfahrt. Da standen in der Erdgas-Arena Riesa am Sonnabend mit Nico Kanitz und René Stark zwei Akteure im Finale, die in der vergangenen Saison noch in Leutzsch kickten. Das Duo konnte sogar jubeln. Ihr Chemnitzer FC gewann den Super-Regio-Cup durch ein 4:3 nach Neunmeterschießen gegen den favorisierten Zweitligisten Dynamo Dresden. 
Der technisch starke Kanitz gehörte bei diesem Turnier vor 5500 Zuschauern, darunter 3000 Dresdner Fans, zu den auffälligsten Spielern. Allerdings ließ der 24-Jährige im Endspiel zwei hochkarätige Chancen sowie seinen Strafstoß ungenutzt. 
Er war locker drauf, der Leipziger, der mit Chemnitz in der Regionalliga im knallharten Abstiegskampf steckt. "Trotzdem habe ich den Wechsel nie bereut. Ich bin sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen", sagt der kleine Mittelfeldmann. Er hofft, vielleicht irgendwann in der Zweiten Bundesliga spielen zu können. "Deswegen ist es für mich wichtig, in der Regionalliga zu spielen. Für die Oberliga interessiert sich doch kaum jemand. Das habe ich ja selbst lange genug gespürt, als ich beim VfB Leipzig war." Um seinen Traum verwirklichen zu können, wünscht er sich verletzungsfreie Jahre. Und "ein bisschen Glück". Den Hallenkick nutzte Kanitz, "um abzuschalten und richtig Spaß zu haben". Zudem biete eine solche Veranstaltung die Chance, alte Freunde wiederzusehen. "Mit den meisten habe ich ein gutes Verhältnis. Nur im Spiel geht es verbissen zu, da gönne ich nicht mal dem besten Kumpel ein Tor", sagt er lachend. 
Der FC Sachsen musste nach der Vorrunde die Segel streichen. Trainer Wolfgang Frank war sauer. "Wir haben eigentlich passabel gespielt, aber wir haben die Chancen nicht genutzt. Mit unserer Leistung standen wir am Ende auch in Riesa dort, wo wir derzeit hingehören." Dabei dachte der Leutzscher Coach sicher an Farat Toku, der beim 0:0 gegen den späteren Turniersieger Chemnitz aus Nahdistanz eine Großchance ausließ. 
Die beste Leistung bot die Frank-Truppe beim 3:0 gegen Plauen, für das Toku und Mathias Jack sorgten. Routinier Jack jubelte besonders über seine beiden Treffer. "Ich spiele gern in der Halle, noch dazu bei solch einer Kulisse. Da freut man sich über ein Tor umso mehr." 
Mit Krücken schaute der junge Leutzscher Stürmer Sebastian Seifert in Riesa zu. Aber Trainer Frank gab Entwarnung. "Es ist eine Fersenprellung, die sich Sebastian beim Hallentraining geholt hat. Der Doktor hat das Bein erst mal ruhig gestellt. Eine reine Vorsichtsmaßnahme." 
Bei Jena stürmte Andreas Schwesinger, der als Neuzugang der Leutzscher gehandelt wurde. "Der Stürmer bleibt definitiv bei uns", so Klub-Präsident Rainer Zipfel. "Ich hätte gern bei Sachsen gespielt. Nun muss ich hier das Beste draus machen", ergänzte sein frustrierter Angestellter Schwesinger.
Vogtland-Anzeiger, 20.12.04: Plauenern fehlt nach kurzer Nacht die geistige Frische
Aus Sicht des VFC Plauen war das Hallenfußball-Turnier um den ESAG-Super-Regio-Cup in Riesa – die inoffizielle NOFV-Meisterschaft – ein totaler Reinfall. 
Nach kurzer Nacht und dem dritten Platz in Zwickau (siehe Seite 17) wirkten die Vogtländer schläfrig, als sie in ihrem ersten Spiel gegen die Hallenfußballer des Chemnitzer FC ran mussten. Hatte der VFC am Vorabend noch mit 5:2 gewonnen, so hieß es diesmal 3:4. Da auch die beiden anderen Partien gegen Sachsen Leipzig und die Amateure von Hertha BSC verloren wurden, traf der vorzeitig abreisende Plauener Mannschaftsbus pünktlich zur Weihnachtsfeier in der Heimat ein. 
Die Auftaktpartie gegen Chemnitz hatte noch gar nicht richtig begonnen, da lagen die Vogtländer schon 0:2 hinten. Karl und Kanitz bestraften die Inaktivität der Plauener. Der VFC lief sich die müden Beine frei und kam durch Popa und Dashi zum 2:2-Ausgleich. Gegen den Endspurt des späteren Turniersiegers hatte das Team von Tino Vogel aber nichts entgegenzusetzen. Kutzner und Göhlert sorgten für klare Fronten. Ergebniskosmetik gelang noch dem Plauener Pietsch.
Auch im zweiten Spiel fehlte dem VFC die geistige Frische. Sachsen Leipzig kam nach Treffern von Kittler und Jack (2) zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg. Froh waren die Plauener, als die letzte Partie gegen die Hertha-Bubis endlich zu Ende war. Die leichfüßigen Berliner kamen durch Ede, Schrödter (2) und Krecidlo zu einem mühelosen 4:1-Erfolg. Das Plauener Ehrentor gelang Reimann, der als spielender Torwart häufig mit Brachialgewalt draufhielt, und nur selten den freien Mann sah. 
Insgesamt durfte der Veranstalter aber mit dem ESAG-Super-Regio-Cup zufrieden sein. Die Riesaer Erdgas-Arena war mit 5500 Zuschauern ordentlich gefüllt. Zwischenzeitlich befürchtete Ausschreitungen verhinderte die Polizei. Wirklich guten Hallenfußball boten vor allem Zweitligist Dynamo Dresden und Regionalligist CFC. Dresden zog nach einem 3:2-Sieg gegen Hertha ins Finale ein, Chemnitz gewann gegen Jena (5:2). 
Den Finalkrimi meisterte der Regionalligist erfolgreicher, als die Himmelblauen den Dresdnern mit ihren rund 3000 Fans die Show stahlen. Nach Neunmeterschießen gewann Chemnitz 4:3.
Sächsische Zeitung, 20.12.04: Balsam für die Gescholtenen
Ausgerechnet die zuletzt in der Kritik stehenden Oliver Herber und Marco Christ sind die Gewinner des Super-Regio-Cups.
Die Sprechchöre der Fans und die Auszeichnung zum besten Torhüter des Turnieres waren Balsam auf die Wunden. „Natürlich tut das gut“, gestand Oliver Herber. Während des Trainingslagers auf dem Rabenberg in der Nähe von Aue hatte ihm Christoph Franke vergangene Woche in einem Vier-Augen-Gespräch mitgeteilt, dass der auf einem Abstiegsplatz überwinternte Zweitligist Dynamo Dresden den kroatischen Schlussmann Dargo Horvat verpflichten wird. Den Stammplatz zwischen den Pfosten, den der 23-jährige Herber nach dem freiwilligen Rücktritt von Ignjac Kresic Ende September übernommen hatte, muss er in der Rückrunde wohl abgeben. „Aber nicht freiwillig“, betonte der Blondschopf und bekräftigte seine verbale Kampfansage an den Neuzugang mit spektakulären Paraden am Sonnabend in Riesa.
Nur im Neunmeter-Schießen des Finales gegen den Chemnitzer FC hatte Herber das Nachsehen. Was aber auch an den Dynamo-Schützen Marco Christ, Christian Fröhlich und Christian Hauser lag, die allesamt das Ziel verfehlten. Der Keeper hatte dennoch seinen Spaß. Nicht nur die 3 000 gelb-schwarzen Anhänger in der gut gefüllten Erdgas-Arena honorierten die Reflexe des Schlussmannes, auch Franke spendete Szenenapplaus. „Offensichtlich hat ihn das Gespräch angestachelt“, lobte der Trainer, der die Verpflichtung Horvats verteidigte. Er wollte das Risiko nicht eingehen, dass Herbers Schwächephase länger andauerte, begründete Franke und spielte auf den Lapsus bei der letzten Partie in Erfurt an, als Herber den Ausgleich einleitete. „Mit dieser Szene beschäftige ich mich nicht mehr“, versicherte der Gescholtene und blickte bereits auf den Trainingsauftakt am 3. Januar. „Dann greife ich an.“
Dieses Motto verkündete auch Marco Christ, mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze des Super-Regio-Cups und ein Gewinner beim ersten von drei Auftritten der Dresdner unterm Hallendach. In der Hinrunde gehörte der im Sommer aus Feucht Gekommene zu den Verlierern. „Ich weiß, dass ich mehr kämpfen muss. Am Fußballerischen liegt es nicht“, analysierte Franke seine zwölf Einsätze, die meist nicht 90 Minuten dauerten. „Vielleicht habe ich selbst zu hohe Ansprüche gestellt und mich dadurch zu stark unter Druck gesetzt“, grübelt der 24-Jährige, der bei Dynamo als Trainingsweltmeister gilt.
In Duisburg in der Startelf
Auch im offensiven Mittelfeld sucht Dynamo nach einer Verstärkung. Konkurrenz belebe das Geschäft, gibt sich Christ gelassen, der aber weiß, dass „der Neuzugang die ersten vier bis fünf Partien erst einmal spielen wird.“ Dennoch möchte der technisch versierte Dribbler am 23. Januar beim Rückrunden-Start in Duisburg in der Anfangself stehen. „Dafür werde ich in der Vorbereitung kämpfen.“ Über die Feiertage fährt er nach Nürnberg zu seiner schwangeren Freundin Nicole, die am 2. Februar Nachwuchs erwartet.
Der bevorstehende Urlaub war das Hauptgesprächs-Thema unter den Profis, das sportliche Abschneiden eher Nebensache. „Der Spaß soll im Vordergrund stehen“, appellierte Franke und erhielt Unterstützung von seinem Chemnitzer Kollegen Dirk Barsikow, der dem Turnier „keine große Bedeutung beimisst.“ Obwohl sein CFC wie im Vorjahr den Pokal gewann – diesmal durch einen 4:3-Erfolg im Neunmeter-Schießen gegen Dynamo – und neben der Antrittsprämie von 5 000 Euro auch einen Siegerscheck über 1 500 Euro kassierte. Zudem qualifizierten sich die Himmelblauen für das Masters am 8. Januar – ebenfalls in Riesa. „Wir treten bereits am 2., 3. und am 7. Januar in der Halle an. Da fällt dieser Termin auch nicht mehr ins Gewicht“, erklärte Barsikow.
Die Dynamos waren beim Super-Regio-Cup noch nie so erfolgreich. Von 2000 bis 2002 scheiterten sie jeweils in der Vorrunde, bei der letzten Auflage gewann Dresden das kleine Finale.

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