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5.Super-Regio-Cup  -  Saison 2003/2004

zur Saison 2002/03   -   zur Saison 2004/05


Hallen-Turnier in Riesa am 13.12.2003

Teilnehmer - Vorrunde - Halbfinale - Spiel um Platz 3 - Finale - Im Spiegel der Presse


Teilnehmer:

Hallen-Pokal für die Vereine des NOFV aus der 3. (Regionalliga) und 4. Spielklasse (NOFV-Oberliga) - 8 Starter
 
Turnier - 8 Starter

Riesa, Erdgas-Arena, 13.12.2003

Regionalliga: Chemnitzer FC 
              Rot-Weiß Erfurt 
              Sachsen Leipzig 
              Dynamo Dresden 
Oberliga:     1.FC Magdeburg
              Hallescher FC 
              Carl-Zeis Jena 
              VfB Auerbach


Vorrunde
 
Die Spiele der Gruppe A

Dynamo Dresden - Hallescher FC  7:2
Tore: 1:0 Johne, 2:0 Hartung, 2:1 Kövari, 3:1 Hartung, 4:1 Scholze, 4:2 Schädlich, 5:2 Kraus (Eigentor), 6:2 Csik, 7:2 Kunert

Rot-Weiß-Erfurt - 1. FC Magdeburg  1:1
Tore: 1:0 Hopp, 1:1 Kreibich

Dynamo Dresden - Rot-Weiß-Erfurt  2:1
Tore: 0:1 Kresin, 1:1 Scholze, 2:1 Kühne

Hallescher FC - 1.FC Magdeburg  2:4
Tore: 0:1 Grundmann, 1:1 Ebeling, 1:2 Prest, 1:3 Kühne, 1:4 Beer, 2:4 Behring

Dynamo Dresden - 1.FC Magdeburg  2:1
Tore: 0:1 Grundmann, 1:1 Johne, 2:1 Wagefeld

Hallescher FC - Rot-Weiß-Erfurt  1:3
Tore: 0:1 Kresin, 0:2 Kresin, 0:3 Kresin, 1:3 Ebeling
 

Die Spiele der Gruppe B

Sachsen Leipzig - VfB Auerbach  2:3
Tore: 1:0 Richter, 2:0 Ferl, 2:1 Stabenow, 2:2 Kadow, 2:3 Pfoh

Chemnitzer FC - Carl Zeiss Jena  3:0
Tore: 1:0 Süßner, 2:0 Schindler, 3:0 Rolleder

Sachsen Leipzig - Chemnitzer FC  1:3
Tore: 0:1 Wächtler, 0:2 Fillinger, 1:2 Richter, 1:3 Biermann

VfB Auerbach - Carl Zeiss Jena  1:2
Tore: 1:0 Kadow, 1:1 Zimmermann, 1:2 Manai

Sachsen Leipzig - Carl Zeiss Jena  1:5
Tore: 0:1 Müller, 0:2 Müller, 1:2 Quade, 1:3 Noll, 1:4 Müller, 1:5 Berbig

VfB Auerbach - Chemnitzer FC  2:3
Tore: 1:0 Kadow, 1:1 Taljevic, 2:1 Gorschnik, 2:2 Fillinger, 2:3 Biermann
 

Die Abschlußtabelle der Gruppe A

1. Dynamo Dresden        3   3  0  0   11: 4     7    9
2. 1.FC Magdeburg        3   1  1  1    6: 5     1    4
3. Rot-Weiß Erfurt       3   1  1  1    5: 4     1    4
4. Hallescher FC         3   0  0  3    5:14    -9    0

Die Abschlußtabelle der Gruppe B

1. Chemnitzer FC         3   3  0  0    9: 3     6    9
2. Carl Zeiss Jena       3   2  0  1    7: 5     2    6
3. VfB Auerbach          3   1  0  2    6: 7    -1    3
4. Sachsen Leipzig       3   0  0  3    4:11    -7    0

Im Spiegel der Presse
MDR-Online, 13.12.03: Bericht von den Vorrunden-Gruppe
Schon in der Vorrunde war es dramatisch zugegangen. Den Einzug ins Halbfinale schafften die Regionalligisten Dynamo Dresden und der Chemnitzer FC sowie die Oberliga-Teams Jena und Magdeburg. Im Halbfinale trifft Dynamo auf Jena. Chemnitz spielt gegen Magdeburg. Während Dynamo in der Gruppe A mit neun Punkten souverän in die Runde der letzten Vier einzog, musste Magdeburg zittern. Erfurt hätte im letzten Spiel mit drei Toren Differenz gewinnen müssen, die Thüringer siegten aber "nur" 3:1 gegen den Hallenschen FC.
Chemnitz und Jena ziehen nach
In der Gruppe B blieb es bis zum letzten Spiel spannend. Chemnitz, Auerbach und Jena hatten Hoffnung auf das Halbfinale. Die Entscheidung fiel im letzten Spiel, das der CFC mit 3:2 gegen Auerbach gewann. Damit qualifizierten sich die "Himmelblauen", die den attraktivsten Fußball boten, neben Jena für das Halbfinale. Für die tapfer kämpfenden Auerbacher war das Turnier nach der Vorrunde vorbei. Sang- und klanglos verabschiedete sich der FC Sachsen Leipzig. Die Leutzscher hatten eine "B-Auswahl" nach Riesa geschickt.
Absagen musste Titelverteidiger Erzgebirge Aue, da die Veilchen in der zweiten Liga noch Punktspiele bestreiten müssen.

Halbfinale
 
Dynamo Dresden - Carl Zeiss Jena  1:3
Tore: 0:1 Ch. Müller, 0:2 G. Müller, 0:3 Manai, 1:3 Wagefeld
Chemnitzer FC - 1.FC Magdeburg  1:1, Neunmeterschießen: 4:1
Tore: 0:1 ?, 1:1 Biermann
Im Spiegel der Presse
MDR-Online, 13.12.03: Halbfinals: Spannung pur
Oberliga-Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena und der Chemnitzer FC haben sich nach dramatischen Spielen in den Halbfinals durchgesetzt.
Jena besiegte dabei Dynamo Dresden mit 3:1. Gert Muller avancierte dabei mit zwei Toren zum Matchwinner. Die Schwarz-Gelben versuchten mit Unterstutzung von 3000 Fans zwar alles, den Ruckstand wettzumachen, doch Johne, Hartung und Csik scheiterten am stark haltenden Keeper Berbig. Hektik kam in den Schlussminuten auf, als Ziebig (Dresden) im Strafraum fiel, der Schiedsrichterpfiff aber ausblieb. Manai machte Sekunden später sehenswert alles klar: Sein Schlenzer schlug im rechten oberen Eck ein. Wagefelds Anschlusstor bedeutete nur noch Ergebniskosmetik.
Neunmeterkrimi: Chemnitz nervenstark
Nicht weniger spannend verlief die zweite Halbfinalpartie zwischen Chemnitz und dem 1.FC Magdeburg. Nach eher müden 15 Minuten stand es 1:1, so dass ein Neunmeter-Schießen die Entscheidung bringen musste. Hier versagten den Magdeburgern Muller und Grundmann die Nerven, Chemnitz siegte mit 4:1 im Elfmeterschießen.

Spiel um Platz 3
 
Dynamo Dresden - 1.FC Magdeburg  4:3
Tore: 0:1 Kreibich, 0:2 Kreibich, 1:2 Johne, 2:2 ?, 2:3 Neumann, 3:3 ?, 4:3 Ziebig

Finale
 
Chemnitzer FC - Carl Zeiss Jena  6:5
Tore: 0:1 Ch. Müller, 0:2 Berbig, 1:2 Biermann, 2:2 Rolleder, 2:3 Berbig, 3:3 Simic, 3:4 Manai, 3:5 Zimmermann, 4:5 Biermann, 5:5 Taljevic, 6:5 Fillinger

Bester Torwart des Turniers:

 Oliver Herber (Dynamo Dresden)

Bester Spieler des Turniers:

 Kais Manai  (Carl Zeiss Jena)

Beste Torschützen des Turniers:

Andreas Biermann, Mario Fillinger (beide Chemnitzer FC), Sven Kresin (Rot-Weiß Erfurt), alle 4 Tore


Im Spiegel der Presse
MDR-Online, 13.12.03: Chemnitz gewinnt torreiches Endspiel
Der Chemnitzer FC hat den SuperRegio-Cup 2003 gewonnen. In einem torreichen Finale gewannen die "Himmelblauen" gegen den FC Carl-Zeiss Jena mit 6:5. Vor 5200 Zuschauern in der Riesaer Erdgas-Arena sorgte Fillinger in der 19. Minute für den Endstand.
Chemnitz spielt attraktivsten Fußball
Die Chemnitzer verdienten sich den Turniersieg mit durchweg überzeugenden und spielstarken Partien. Die unterlegenen Thüringer boten dem höherklassigen Verein trotzdem stark Paroli. Als Zimmermann in der 13. Minute das 5:3 für Jena erzielte, schien gar der Turniersieg möglich. Doch Biermann und Taljevic brachten den CFC wieder zurück ins Spiel. "Wir haben damit gerechnet. Wir sind ja hierher gekommen, um das Turnier zu gewinnen", sagte CFC-Kapitän Schindler. Für den CFC-Trainer Frank Rohde ging der Turniersieg in Ordnung: "Wir haben verdient gewonnnen, denn wir waren das eine Tor besser als Jena."
Ehrungen für die Besten
Als bester Spieler des Turniers wurde der Jenaer Kais Manai geehrt. Dresdens Keeper Herber wurde zum besten Torwart gewahlt. Mit jeweils vier Treffern waren Biermann, Fillinger (beide CFC) und Kresin (Erfurt) die besten Torschützen.
Spiel um Platz 3: Dynamo nach "Last-Minute"-Tor Dritter
Dank des Treffers von Daniel Ziebig in der Schlusssekunde hat Dynamo Dresden das Spiel um Platz drei gegen den 1. FC Magdeburg mit 4:3 gewonnen. Der Oberligist führte nach vier Minuten schon mit 2:0. Die Magdeburger bestraften dabei die offensive Spielweise des Regionalligisten. Die Dresdner erwachten erst, als Johne der 1:2-Anschluss gelang. In der 15. Minute glichen die Dresdner aus. In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse. Neumann brachte den FCM 3:2 in Führung, doch die Schwarz-Gelben kamen zurück und drehten die Partie. "Wir sind mit uns zufrieden, wenn die Fans mit uns zufrieden sind. Im Vorjahr waren wir ja ausgeschieden", freute sich Dynamo-Spieler Wagefeld.
Ostthüringer Zeitung, 15.12.03: Jena ist NOFV-Vizemeister 
FC Carl Zeiss Jena unterliegt im Hallen-Finale dem Chemnitzer FC 5:6 
Riesa (OTZ/fe). Zu einem achtbaren Erfolg kam am Sonnabend in der ErdgasArena in Riesa Oberligist FC Carl Zeiss Jena. Beim Turnier "ESAG-Super-Regio-Cup", der offiziellen Hallen-Meisterschaft des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) belegten die Jenaer den zweiten Turnierplatz. 
Vor 5000 Zuschauern schrammten die Jenenser knapp am Turniersieg, und damit der Qualifikation zum DFB-Turnier an gleicher Stelle am 10. Januar vorbei. Dabei hatten die Zeiss-Städter zwei Mal im Finale, das über 20 Minuten ging, mit zwei Toren Differenz geführt. 
Doch sowohl die 2:0- (Tore: Chr. Müller, Berbig) als auch die 5:3-Führung (Berbig, Kai und Jan Zimmermann) wurde leichtfertig verspielt. Immer wieder schafften die Chemnitzer den Ausgleich. Schließlich standen die Saalestädter am Ende trotz der Niederlage nicht mit leeren Händen da. Die für den Turnierzweiten ausgelobten 1000 Euro gingen nach Jena, ebenso ein schöner Pokal. Kais Manai wurde als "Bester Spieler" ausgezeichnet. 
Die eigentliche Überraschung des Turniers schafften die Jenaer aber im Halbfinale. Mit ihrer besten Turnierleistung bezwangen Berbig, Hänsel, Gert und Christian Müller, Böhme, Zimmermann, Petrowsky, Jovic, Manai und Noll die favorisierten Dresdener mit 3:1. Durch herrliche Tore von Ch. und G. Müller und Manai bei einem Gegentreffer von Wagefeld marschierten die ganz in Gelb spielenden Jenaer ins Finale. 
In der Vorrunde hatte es nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen den Chemnitzer FC zwei Siege gegen Sachsen Leipzig (5:1) und den VfB Auerbach (2:1) gegeben. Nach dem zweiten Turnierplatz erklärte Eric Noll: "Eine Bestätigung unserer harten Trainingsarbeit und ein schöner Erfolg, mit dem wir zufrieden in die Feiertage gehen können."
Freie Presse, 15.12.03: Fußball: CFC gewinnt Hallenturnier in Riesa
Himmelblaue in bester Spiellaune – VfB Auerbach in Vorrunde gescheitert
Riesa. Während der Hallenfußballzeit holt sich so mancher Profi das Selbstvertrauen zurück, welches ihm nach schwankenden Leistungen in der Meisterschafts-Hinrunde verloren ging. Als überzeugende Sieger schunkelten am Sonnabend die „Feinmechaniker“ des Chemnitzer FC ihren „himmelblauen“ Fans entgegen. In der Riesaer erdgas-arena schmückte sich der Kader von Frank Rohde vor 5200 Zuschauern mit dem Titel „Hallenmeister des Nordostdeutschen Fußballverbandes“.
Spiel- und kombinationsfreudig zeigte sich der Chemnitzer Kader bereits während der Vorrunde. Nach dem 3:0 gegen Carl Zeiss Jena (Tore: Göhlert, Schindler, Rolleder), dem 3:1-Erfolg über Sachsen Leipzig (Wächtler, Fillinger, Biermann) sowie dem knappen 3:2 gegen den VfB Auerbach (Taljevic, Fillinger, Biermann) marschierte der Regionalligist mit weißer Weste ins Halbfinale. Dort traf zunächst Biermann zum 1:1-Ausgleich gegen Magdeburg und im Neunmeterschießen verwandelten Biermann, Schindler, Rolleder und Göhlert eiskalt zum 4:1-Finaleinzug. Einen besonders tollen Tag erwischte CFC-Heißsporn Fillinger (4 Tore). Sobald der 19-Jährige den Kunstrasen betrat, war Gefahr im Verzug. Zusammen mit Biermann, Rolleder, Simic und Taljevic kombinierte Fillinger im Finale fünf tolle Tore gegen Jena heraus, um 80 Sekunden vor Schluss den 6:5-Triumph perfekt zu machen.
Der VfB Auerbach scheiterte mehr als unglücklich in der Vorrunde zum ESAG Super Regio Cup. Der Oberligist verkaufte sich als Außenseiter gegen den FC Sachsen Leipzig (3:2 – Stabenow, Kadow, Pfoh), Jena (1:2 – Kadow) und den CFC (2:3 – Kadow, Gorschinek) überaus teuer und klagte verständlicher Weise über einen Unparteiischen, der im entscheidenden Spiel gegen Carl Zeiss Jena eine Zeitstrafe verhängte, ohne diese dann auch durchzusetzen.
Freie Presse, 15.12.03: Riesa: Freche Auerbacher reichen Großen das Wasser 
Super-Regio-Cup: Hallenfußballer vom VfB hatten in Riesa das Halbfinale schon vor Augen / Spätere Finalisten gewinnen glücklich 
Steffen Meisel verrichtete am Sonnabend zum ESAG Super-Regio-Cup in Riesa einen tollen Job. Im feinen Zwirn löste der Auerbacher als "Feuerwehrmann" der Turnierleitung jedes Problem, sodass 5200 Fußballfans ein rassiges Hallenturnier serviert bekamen. Unter anderem besorgte Meisel auch dem Schiedsrichtertrio den verloren gegangenen Kabinenschlüssel. Gedankt bekam das aber weder Meisel, noch sein VfB Auerbach. "Wenn der Schiedsrichter eine Zeitstrafe verhängt, muss in Unterzahl gespielt werden. Jena durfte aber mit voller Kapelle weiter machen", verstand Oberligaspieler Uwe Kramer die Welt nicht mehr. Im entscheidenden Match gegen Carl Zeiss verlor der Referee zwischenzeitlich den Überblick und daraufhin der VfB mehr als unglücklich mit 1:2.Trotzdem sah man im beherzten Auftreten der Auerbacher Underdogs deutlich das gewachsene Selbstwertgefühl. Frech und in keiner Phase ängstlich wurde den "Großen" das Wasser gereicht. Gleich zum Auftakt bekam der FC Sachsen Leipzig eins aufs Dach. 0:2 lagen die Vogtländer hinten, doch binnen fünf Minuten wendete der VfB das Blatt. Stabenow erzielte den Anschluss und in den letzten 40 Sekunden überrollten Kadow und Pfoh die Messestädter unter jenen Ovationen, die ein Außenseiter in solch einem Fall genießt. Noch besser sah es später gegen Jena aus. Kadow, der "fliegende" Torwart, traf maßgenau von der Mittellinie zur Auerbacher Führung. Die toll aufspielenden Jenenser kamen zwar durch Zimmermann zum 1:1-Ausgleich, aber die Entscheidung bedurfte erst kräftiger Hilfe. Zunächst leistete sich Stabenow einen unverzeihlichen Ballverlust, den Manai (bester Spieler des Turniers) zum 1:2 verwandelte. Ein nachlässiger Referee und das ungestrafte Jenenser Zeitspiel besorgten den Rest.Nun musste gegen den Chemnitzer FC mit drei Toren Differenz gewonnen werden. Der spätere Turniersieger spielte da aber nicht so ganz mit und egalisierte die jeweiligen Auerbacher Führungstreffer von Kadow und Gorschinek. Auch in dieser Partie leistete sich Stabenow einen folgenschweren Schnitzer. Durch das 2:3 war der VfB, der nicht ein einziges Mal in der Halle trainierte, draußen. "Wenn man gegen die beiden Finalisten ausscheidet, fühlt man sich zwar besser, aber ein wirklicher Trost ist das nicht. Wir haben unnötige Fehler gemacht, die bestraft wurden", ärgerte sich Carsten Pfoh. Sein Trainer Volkhardt Kramer sah das nicht anders und tauschte fix seinen Sportanzug mit Nadelstreifen und Krawatte.Bereits zum fünften Mal hatte die Mannschaft von Kramer Sport Marketing Auerbach die Zügel in der Riesaer Erdgas-Arena fest in der Hand. Das größte Kompliment kam übrigens von einem, der den Budenzauber überhaupt nicht mag. "Ich bin noch nie ein Freund des Hallenfußballs gewesen. Aber hier gefällt es mir trotzdem ", befand René Müller, DDR-Torwartlegende und heute Trainer von Rot-Weiß Erfurt, die Veranstaltung als kurzweilig. 
Sächsische Zeitung, 15.12.03: Elf Treffer - ein furioses Finale
CFC-Trainer Rohde lobt die "jungen Wilden" / Jenas Coach Steffens hat von zweiten Plätzen "eine ganze Kiste voll" 
Nach 20 turbulenten Minuten war der Chemnitzer FC "wirklich das eine Tor besser", wie Trainer Frank Rohde bilanzierte. Mit 6:5 gewannen die "Himmelblauen" gegen den FC Carl Zeiss Jena. Was für ein furioses Finale mit elf Treffern. Der CFC, bei dem die Routiniers draußen blieben, holte zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand auf. "Wir haben sehr guten Hallen-Fußball mit der nötigen Ordnung gespielt", lobte Rohde seine junge Truppe. Der 23-jährige Andreas Biermann und der 19-jährige Mario Fillinger erzielten jeweils vier Treffer und teilten sich die Torjäger-Krone mit dem Erfurter Sven Kresin. 
Rohde wollte allerdings aus ihrem couragierten Hallenauftritt keine Schlüsse für die Regionalliga ziehen. "Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Aber heute haben die Jungs ihr Zeug gemacht." Als Belohnung gibt es 1 500 Euro Siegprämie und einen Startplatz beim Riesaer Hallenmasters am 10. Januar 2004. Dann treffen die Chemnitzer in der Vorrunde auf Widzew Lodz und Zweitligist 1. FC Nürnberg. "Geplant war es nicht, aber natürlich freuen wir uns drauf. Wir werden dann wieder in der Halle stehen, um zu gewinnen", erklärte Rohde selbstbewusst. 
Bei Endspiel-Gegner Jena ärgerte sich Trainer Achim Steffens ein bisschen: "Von zweiten Plätzen habe ich schon eine ganze Kiste voll." Der Oberliga-Spitzenreiter stellte dafür mit dem Tunesier Kais Manai den besten Spieler des Turniers. Carl Zeiss hatte schon sein erstes Turnierspiel gegen Chemnitz verloren (0:3), was Steffens als Lehrgeld verbuchte. "Wir haben lernen müssen, dass man den Gegner eher angreifen muss und keine Angst haben darf in der Halle. Danach hat das gut geklappt."
Sächsische Zeitung, 15.12.03: Dynamos Devise: Jugend forsch 
Oliver Herber bester Torwart des Turniers / Talente Kunert und Johne nutzen die Chance, sich zu zeigen
Mancher rümpfte die Nase, als Christoph Franke sein Aufgebot für den Super-Regio-Cup bekanntgab. Der Trainer des 1. FC Dynamo Dresden schickte eine verstärkte Nachwuchsauswahl auf den Kunstrasen in der Riesaer Erdgas-Arena, während die meisten Stammspieler Autogramme schrieben. Doch die jungen Kicker überraschten die Skeptiker. Bei ihrer vierten Teilnahme überstanden die Gelb-Schwarzen erstmals die Vorrunde ? und das überzeugend mit drei Siegen. Am Ende sprangen Platz drei und der Pokal für den besten Torwart heraus. 
Oliver Herber war sogar als Pokalverteidiger angetreten. Bei der vierten Auflage hatte er mit dem SV Babelsberg das Turnier gewonnen. "Hallenfußball ist eine schöne Abwechslung, aber man sollte es nicht allzu ernst nehmen", sagt der 22-Jährige. Der lange Blondschopf sprang sofort hinter die Bande, wenn Dynamo auf Offensive schaltete. Dann sollte Sebastian Hartung als fünfter Feldspieler für zusätzlichen Schwung sorgen. Das klappte beim 7:2 im Eröffnungsspiel gegen den Halleschen FC, als er zwei Treffer erzielte. Daneben ging es im Halbfinale. "Die Jenaer haben uns früh attackiert. Sie waren einfach cleverer", meint Herber. 
Im Spiel um Platz drei gegen den 1. FC Magdeburg lief es ähnlich. Zweimal gewann Timm Kreibich den Ball an der Mittellinie und konnte ihn ins leere Tor schießen. Aber die Gelb-Schwarzen kämpften sich in die Partie zurück. Bevor Routinier Levente Csik den 4:3-Siegtreffer erzielte, hatten Sven Johne (19 Jahre), Rico Kühne (21) und Alexander Kunert (19) getroffen. "Beim letzten Mal habe ich noch zugeguckt, jetzt zwei Tore gemacht. Es ist schon ein tolles Gefühl vor dieser Kulisse zu spielen", sagt Kunert, der noch auf seinen ersten Einsatz in der Regionalliga wartet. "Der Trainer hat von vornherein gesagt, dass die erste Saison für uns junge Spieler ein Lehrjahr ist", erklärt er. Das gilt auch für Sven Johne, mit drei Treffern erfolgreichster Dynamo-Torschütze in Riesa, der eigentlich nicht so gern in der Halle spielt. "Aber vor so einer Kulisse bekommt man automatisch Lust." Jetzt will er in der Winterpause "fleißig trainieren, um vielleicht in der Rückrunde angreifen zu können." Trainer Franke meint, dass Johne dafür vor allem "seine Technik verbessern muss", und Kunert schickt der Coach in den Kraftraum: "Körperlich muss er zulegen." Der Mittelfeldspieler hält zaghaft dagegen. "Rosicky bei Borussia Dortmund ist auch schmächtig, und setzt sich trotzdem in der Bundesliga durch." 
Spätestens nächste Serie möchte er um einen Stammplatz kämpfen, genau wie Oliver Herber. "Natürlich wäre es schön, in der Anfangsformation zu stehen. Aber die Konstellation bei den Torhütern war vor der Saison klar", sagt der Schlussmann, der sich mit Ignjac Kresic gut versteht. "Er ist ein Typ, der mir weiterhilft und nicht auf stur stellt und sein Ding durchzieht." Herbers Vertrag läuft im Sommer aus, aber: "Es gab erste Gespräche, in denen von beiden Seiten das Interesse bekundet wurde, ihn zu verlängern." Nach der Winterpause sollte alles klar sein.

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