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Regionalliga, Staffel Nord  -  Saison 2000/2001

zur Saison 1999/2000   -   zur Saison 2001/02


Abschlußtabelle  -  Saisonzusammenfassung  -  Zusammensetzung der Regionalliga

Spieltag   1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19

20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30 - 31 - 32 - 33 - 34 - 35 - 36 - 37 - 38


Abschlußtabelle
 
      Spiele   S   U   N   Tore Tordiff.   Punkte    
1. 1.FC Union Berlin    36   21   10   5   62 : 23  +39   73   Aufstieg in die 2.Bundesliga; DFB-Vereinspokal-Finalist; qualifiziert für den UEFA-Pokal 
2. SV 03 Babelsberg Potsdam   36   19   11   6   57 : 41  +16   68   Aufstieg in die 2.Bundesliga
3. VfB Lübeck    36   18   8   10   69 : 43  +26   62    
4. Fortuna Köln  (A) 36   18   8   10   58 : 42  +16   62    
5. Preußen Münster    36   17   10   9   66 : 50  +16   61    
6. SC Verl    36   15   10   11   53 : 46  +7   55    
7. Erzgebirge Aue    36   16   6   14   39 : 48  -9   54    
8. Eintracht Braunschweig    36   13   10   13   55 : 43  +12   49    
9. Dresdner SC    36   13   10   13   38 : 41  -3   49    
10. SV Wilhelmshaven    36   12   12   12   55 : 55  +0   48   Lizenzentzug, Abstieg in die Oberliga Niedersachsen/Bremen
11. Wattenscheid 09 Bochum    36   12   12   12   65 : 66  -1   48    
12. Krefelder FC Uerdingen    36   14   6   16   50 : 62  -12   48    
13. Rot-Weiß Essen    36   13   8   15   45 : 54  -9   47    
14. Sachsen Leipzig    36   11   12   13   42 : 43  -1   45   Lizenzentzug, Abstieg in die Oberliga Nordost, Staffel Süd
15. Werder Bremen II    36   12   9   15   49 : 53  -4   45    
16. Fortuna Düsseldorf    36   13   3   20   46 : 52  -6   42    
17. Lüneburger SK    36   9   6   21   52 : 73  -21   33   Abstieg in die Oberliga Niedersachsen/Bremen
18. Borussia Dortmund II    36   6   12   18   36 : 55  -19   30   Abstieg in die Oberliga Westfalen
19. Berliner TC Borussia  (A) 36   6   5   25   33 : 80  -47   23   Abstieg in die Oberliga Nordost, Staffel Nord
Im Spiegel der Presse
Berliner Zeitung vom 11.6.01: "Die haben mein Geld eimerweise rausgeschmissen"
"Kinowelt"-Chef Michael Kölmel über seine Investments im Fußball und über die Misswirtschaft der Vereine
Herr Kölmel, in welchem Fußball-Stadion waren Sie am Sonnabend?
In keinem. Ich war im Kino.
Wären Sie in Babelsberg gewesen, hätten Sie den Zorn der Düsseldorfer Fans auf Sie spüren können. "Tod und Hass der Kinowelt" war noch eines der harmloseren Plakate.
Das ist mir schon klar, dass ich jetzt wieder für alle der Sündenbock bin. Dabei ist Fortuna Düsseldorf doch der Inbegriff der Misswirtschaft. Dass die jetzt mit Fingern auf mich deuten ist dreist.
Auch bei Sachsen Leipzig, Rot-Weiß Essen und dem 1. FC Magdeburg nimmt man Ihnen übel, dass Sie beim DFB keine Bankbürgschaft für die Vereine hinterlegen. Das könnte alle die Regionalliga-Lizenz kosten.
Ich verbürge mich nur noch für Vereine, die seriös arbeiten. Bei diesen Klubs aber geht es um Überschuldung in großem Stil. Um riesige Beträge, die verpulvert wurden. Mit Bürgschaften würde ich denen einen Blankoscheck für ein Handeln geben, das ich nicht mehr verantworten und tolerieren will.
Wie meinen Sie das?
Diese Bürgschaften sind eine ganz absurde Geschichte. Wenn ich einem Klub eine Million Mark Darlehen gebe, er zudem drei Millionen Sponsorengelder auftreibt, will der DFB von mir eine Bürgschaft über vier Millionen. Hat dieser Verein auch noch Bankschulden und ein Grundstück mit zwei Millionen beliehen, fordert der DFB von mir sechs Millionen Bürgschaft. Wenn der Verein dieses Grundstück irgendwann nur für eine halbe Million verscherbelt, sind eineinhalb Millionen von mir weg. Wenn er keinen Hauptsponsor findet oder das gar nicht will - denn er hat ja die "Sportwelt" - wird die Bankbürgschaft gezogen und ich verliere alles. Das ist ein Wahnsinn. Sogar die betroffenen Vereine haben beim DFB Widerspruch gegen die Höhe der Bankbürgschaften eingelegt.
Ihr Zorn richtet sich auch gegen den Deutschen Fußball-Bund?
Schon im letzten Jahr mussten meine Klubs Bürgschaften bringen, andere aber nicht. Da stimmt was nicht, der DFB behandelt nicht alle gleich. Aber diese dritte Liga ist sowieso eine Chaos-Liga mit lauter Sozialfällen. Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, wird das am Dienstag, wenn die Lizenzunterlagen abgegeben werden, sehr deutlich.
Der DFB misstraut Ihnen als Vermarkter, weil der Kurs der "Kinowelt"-Aktie um über 90 Prozent auf unter vier Euro gefallen ist. Wegen der Zweifel an Ihrer Solvenz fordert der Verband Bankbürgschaften.
Das alles hat mit dem Aktienkurs nichts zu tun. Ich habe schon 1998 Aktien verkauft und so Reserven für die "Sportwelt" geschaffen.
Was läuft falsch bei den Vereinen, dass der selbst ernannte Wohltäter Michael Kölmel einige seiner 14 Vereine ihrem Schicksal überlässt?
Diese Vereine fahren den Karren vor die Wand und hoffen, dass wieder die "Sportwelt" auftaucht und sie aus dem brennenden Wrack rettet. Das Schlimme ist, mit dieser Bürgschaften-Sache deckt der DFB das Missmanagement auch noch.
Etwas konkreter, bitte.
Alle diese Vereine haben von mir Geld bekommen, das sie bis 2003 einsetzen sollten. Das ganze Geld ist jetzt schon weg. Und sie haben es nicht, wie von mir gefordert, auch in die Infrastruktur gesteckt, sondern in etliche Trainerentlassungen und überteuerte Spieler, deren Verträge auch bei Abstieg noch gelten. Alles ohne Sinn und Verstand. Da hat der 1. FC Magdeburg in der Oberliga eine Mannschaft, die sechs Millionen Mark kostet - ich fasse es nicht.
Hat Ihr Finanz-Controlling nicht funktioniert?
Wenn ich was tun wollte, hat mich der DFB schnell gebremst und mir Eingriff in die Vereinshoheit vorgeworfen.
Die Vereine beklagen die Kurzfristigkeit Ihrer Ankündigung. Wie soll Magdeburg bis Dienstag noch vier Millionen Mark auftreiben? Oder Sachsen Leipzig 5,5 Millionen? Dessen Präsident Thomas Till beklagt, Sie hätten Ihn erst am Sonnabend informiert.
Alles Unsinn, die tun jetzt nur so überrascht, weil ihnen die Zeit wegläuft. Herrn Till habe ich schon im November gesagt: Wenn es so weitergeht, höre ich auf.
Er hat es wohl nicht verstanden. Alle Vereine haben immer geschwärmt: Der Herr Kölmel ist so nett ...
... ich habe mich nicht verändert, ich sage jetzt nur mal Nein, weil es mir reicht. Der FC Sachsen hat kürzlich Rasenplätze anlegen lassen und behauptet, dafür gäbe es Zuschüsse. Dann gab es die doch nicht, aber die Bauaufträge waren schon vergeben und die Bagger standen auf dem Feld. Wie kann man so handeln? Da geht es um mehrere hunderttausend Mark, bis an die Millionengrenze - und ich soll mal wieder einspringen. Sonst, heißt es, drohe die Insolvenz, das sei ja ein Schaden für das Image der "Sportwelt". Im letzten Jahr habe ich aus solchen Gründen noch Bürgschaften geleistet, aber jetzt lasse ich mich nicht mehr erpressen.
Ihre Enttäuschung scheint groß zu sein.
Ich bin schon desillusioniert. Ich hatte mir das alles anders vorgestellt, als ich bei den Vereinen eingestiegen bin.
Doch jetzt schreibt die "Sportwelt" tiefrote Zahlen. Es heißt, Sie hätten 120 Millionen Mark in die Vereine gesteckt. Zurück kam fast nichts.
Über Zahlen spreche ich nicht. Ich bin einfach genervt. Immer neue Löcher tun sich auf, die ich stopfen soll. Nach dem Motto: Hoppla, wir haben mal wieder Geld ausgegeben, das wir gar nicht haben. Kannst du mal eben eine Überweisung fertig machen .
Nennen Sie bitte Beispiele.
In Magdeburg sind es irgendwelche Lohnsteuerzahlungen, die nicht geleistet wurden. In Leipzig haben sich seit unserem Einstieg die Sponsoreneinnahmen verringert. Die denken, sie haben ja die "Sportwelt" und können sich zurücklehnen. Die machen ihre Hausaufgaben nicht. Deshalb habe ich denen einen Banker zur Seite gestellt - aber die haben den Mann regelrecht gemobbt.
Düsseldorfs Vizepräsident Werner Nowak sagt jetzt, der Verein wolle juristisch gegen Sie vorgehen.
Ich kündige ja die Verträge mit den Vereinen nicht, die ruhen nur. Da gibt es jetzt eben mal weniger oder gar nichts. Wie gesagt, die haben ihr Geld bis 2003 schon verbraten. Da gibt es für uns keine Verpflichtung mehr. Und laut Vertrag sind wir zu diesen Bürgschaften auch gar nicht verpflichtet.
Das verstehen die Fans nicht. Der Retter von einst gilt jetzt als Totengräber.
Die Vereine verbreiten Räuberpistolen über die Lokalpresse, setzen mich unter Druck. Aber gerade die Düsseldorfer Zuschauer sollen sich mal beim früheren und jetzigen Präsidenten beschweren. Oder zur Mitgliederversammlung gehen. Da liegen die Zahlen auf dem Tisch: ein Minus von über zwei Millionen Mark allein in dieser Saison. Die haben mein Geld eimerweise rausgeschmissen.
Aber warum zeigen Sie erst jetzt die Rote Karte? Wollen Sie die Vereine durch Zwangsabstiege abstrafen?
Ich mache es jetzt, weil mir die Vereine jetzt erst ihre Budgets für die neue Saison vorgelegt haben. Das sind zum Teil verantwortungslose Etats. Irgendwann muss ich eine einfache Rechnung aufstellen: Ausgaben in Relation zum Erfolg und den Perspektiven.
Und die drohenden Lizenzentzüge schmerzen Sie nicht?
Wenn es so weit kommt, bin ich nicht schuld. Aber mal sehen, wie der DFB reagiert. Ich glaube nicht, dass alle keine Lizenz kriegen. Und beim ein oder anderen bin ich auch noch gesprächsbereit.
Zum Beispiel?
Um den 1. FC Magdeburg wäre es schade. Ich habe im Fernsehen gesehen, wie sich dort 20 000 Fans über den Aufstieg gefreut haben. Der jetzige Präsident Lutz Trümper kann nichts für die Sünden aus der Vergangenheit. Da wurde zum Beispiel hinter meinem Rücken Manager Rüdiger Lamm verpflichtet, was mich am Ende mehrere hunderttausend Mark Abfindung gekostet hat. So ging das zu. Aber mit Herrn Trümper rede ich am Montag auf jeden Fall noch einmal.
Aber ansonsten denken Sie nur noch betriebswirtschaftlich? Bei Union Berlin haben Sie problemlos 3,59 Millionen Mark Bankbürgschaft besorgt - da reizt Sie wohl die Rendite aus dem Uefa-Pokal ...
... nicht nur. Union ist mit meinem Geld vernünftig umgegangen. Missmanagement kann und will ich mir nicht mehr leisten.
Interview: Matthias Wolf
DFB-Online vom 18.6.01: Keine Lizenz für vier Regionalligisten
Vier Vereinen, die sich sportlich für die Regionalliga-Saison 2001/2002 qualifiziert hatten, hat der Lizenzierungs-Beschwerdeausschuss der Regionalverbände die notwendige Lizenz aus wirtschaftlichen Gründen verweigern müssen. Betroffen sind in der Regionalliga Nord der FC Sachsen Leipzig, der SV Wilhelmshaven-Germania 05 und der Aufsteiger SC Göttingen 05. Damit verbleiben die Amateure des SV Werder Bremen (Tabellenplatz 15) und Fortuna Düsseldorf (16) in der Regionalliga Nord, während Holstein Kiel den Aufstiegsplatz des SC Göttingen 05 einnimmt. Der einzige Verein im Bereich der Regionalliga Süd ist der Zweitliga-Absteiger SSV Ulm. Seine Stelle übernimmt nun zur neuen Saison Rot-Weiß Erfurt (Tabellenplatz 15). 
Alle vier Vereine versäumten es, bis zum 12. Juni 2001 (24.00 Uhr) die Erfüllung von Bedingungen nachzuweisen, die ihnen bereits im April 2001 auferlegt worden waren. Grundsätzlich verlangen die Regionalverbände nach dem Vorbild des DFB-Lizenzierungs-Verfahrens für die Bundesligavereine durch Banken gestützte Sicherheiten, die unter wirtschaftlichen Aspekten den Spielbetrieb für die bevorstehende Saison gewährleisten. Auf diese Bankgarantie sollen die Vereine im Falle finanzieller Engpässe zurückgreifen können.
DFB-Schatzmeister Dr. Theo Zwanziger informierte als Vorsitzender des Lizenzierungs-Beschwerdeausschusses Regionalliga-Präsident Engelbert Nelle über den Ausgang des Verfahrens. Eine Berufung ist nicht mehr möglich. Den betroffenen Vereinen bleibt lediglich der mögliche Weg zum ständigen neutralen Schiedsgericht der Regionalliga.
MDR-Online vom 18.6.01: Leipzig trauert – Erfurt feiert
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat vier Vereinen die Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison verweigert. 
Somit müssen die Nord-Vertreter Sachsen Leipzig und SV Wilhelmshaven genauso wie der Zweitliga-Absteiger SSV Ulm den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Außerdem erhielt Regionalliga-Aufsteiger Göttingen 05 keine Spielberechtigung. Durch die Lizenz-Verweigerung profitieren nun die Amateure von Werder Bremen, Ex-Bundesligist Fortuna Düsseldorf und der frühere Zweitligist Rot-Weiß Erfurt, die sportlich bereits abgestiegen waren. Damit bleibt auch Eintracht Sondershausen in der Oberliga vertreten. Den Platz von Göttingen in der Regionalliga Nord nimmt der in der Relegation gegen Göttingen der unterlegene Oberligist Holstein Kiel ein.
FC Sachsen vor Konkursrichter
Unterdessen beantragte der FC Sachsen beim Leipziger Amtsgericht ein Insolvenzverfahren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Vereins belaufen sich auf rund zwei Millionen Mark. Damit sind die Sachsen nach Zweitliga-Absteiger SSV Ulm der zweite Klub, der wegen des Rückzugs der Sportwelt Konkurs anmeldet. Sollte der Insolvenzantrag mangels Masse abgelehnt werden, müsste der Verein wohl einen Neunanfang in der 5. Liga machen, wo die zweite Mannschaft zuletzt um Meisterschaftspunkte spielte. Die Veranwtortlichen sind jedoch davon überzeugt, dass dem Antrag stattgegeben wird. Damit würde Sachsen den Spielbetrieb in der Oberliga aufnehmen.

Saisonzusammenfassung
 
Zuschauer gesamt: 1 111 983   -  3 251   pro Spiel
Tore gesamt:            970   -   2,84   pro Spiel
 

Hinrunde 2000

Zuschauer gesamt:   552 953   -  3 234   pro Spiel
Tore gesamt:            468   -   2,74   pro Spiel
 

Bei den Zuschauerzahlen handelt es sich nicht um die offiziellen Angaben des DFB, sondern um eigene Erhebungen anhand der Tages- und Fachpresse.

Rückrunde 2001

Zuschauer gesamt:   559 030   -  3 269   pro Spiel
Tore gesamt:            502   -   2,94   pro Spiel
 

Tabelle der Hinrunde 2000
 
      Spiele   S   U   N   Tore Tordiff.   Punkte
1. Eintracht Braunschweig    18   10   5   3   31 : 14  +17   35
2. VfB Lübeck    18   10   4   4   36 : 21  +15   34
3. 1.FC Union Berlin    18   9   7   2   26 : 12  +14   34
4. SV 03 Babelsberg Potsdam   18   9   6   3   26 : 21  +5   33
5. Fortuna Köln    18   9   4   5   27 : 21  +6   31
6. Preußen Münster    18   7   7   4   29 : 26  +3   28
7. SC Verl    18   7   6   5   26 : 24  +2   27
8. Erzgebirge Aue    18   8   3   7   18 : 26  -8   27
9. Krefelder FC Uerdingen    18   7   5   6   32 : 29  +3   26
10. Dresdner SC    18   7   5   6   22 : 20  +2   26
11. Wattenscheid 09 Bochum    18   7   3   8   32 : 33  -1   24
12. Rot-Weiß Essen    18   6   5   7   19 : 23  -4   23
13. Sachsen Leipzig    18   5   6   7   21 : 22  -1   21
14. SV Wilhelmshaven    18   5   6   7   22 : 26  -4   21
15. Berliner TC Borussia    18   5   3   10   19 : 33  -14   18
16. Werder Bremen II    18   4   5   9   17 : 27  -10   17
17. Fortuna Düsseldorf    18   4   3   11   23 : 27  -4   15
18. Borussia Dortmund II    18   2   8   8   16 : 26  -10   14
19. Lüneburger SK  18   4   1   13   26 : 37  -11   13
Tabelle der Rückrunde 2001
 
      Spiele   S   U   N   Tore Tordiff.   Punkte
1. 1.FC Union Berlin    18   12   3   3   36 : 11  +25   39
2. SV 03 Babelsberg Potsdam   18   10   5   3   31 : 20  +11   35
3. Preußen Münster    18   10   3   5   37 : 24  +13   33
4. Fortuna Köln    18   9   4   5   31 : 21  +10   31
5. VfB Lübeck    18   8   4   6   33 : 22  +11   28
6. Werder Bremen II    18   8   4   6   32 : 26  +6   28
7. SC Verl    18   8   4   6   27 : 22  +5   28
8. SV Wilhelmshaven    18   7   6   5   33 : 29  +4   27
9. Erzgebirge Aue    18   8   3   7   21 : 22  -1   27
10. Fortuna Düsseldorf    18   9   0   9   23 : 25  -2   27
11. Wattenscheid 09 Bochum    18   5   9   4   33 : 33  +0   24
12. Sachsen Leipzig    18   6   6   6   21 : 21  +0   24
13. Rot-Weiß Essen    18   7   3   8   26 : 31  -5   24
14. Dresdner SC    18   6   5   7   16 : 21  -5   23
15. Krefelder FC Uerdingen    18   7   1   10   18 : 33  -15   22
16. Lüneburger SK    18   5   5   8   26 : 36  -10   20
17. Borussia Dortmund II    18   4   4   10   20 : 29  -9   16
18. Eintracht Braunschweig    18   3   5   10   24 : 29  -5   14
19. Berliner TC Borussia  18   1   2   15   14 : 47  -33   5
Tabelle nach Heimspielen
 
      Spiele   S   U   N   Tore Tordiff.   Punkte
1. 1.FC Union Berlin    18   14   2   2   40 : 11  +29   44
2. SV 03 Babelsberg Potsdam   18   12   3   3   29 : 16  +13   39
3. VfB Lübeck    18   12   2   4   41 : 21  +20   38
4. Preußen Münster    18   10   5   3   39 : 23  +16   35
5. Dresdner SC    18   9   6   3   26 : 15  +11   33
6. Sachsen Leipzig    18   9   5   4   30 : 16  +14   32
7. Erzgebirge Aue    18   9   4   5   19 : 18  +1   31
8. Wattenscheid 09 Bochum    18   8   6   4   34 : 28  +6   30
9. Eintracht Braunschweig    18   8   5   5   35 : 23  +12   29
10. SC Verl    18   8   5   5   26 : 19  +7   29
11. Krefelder FC Uerdingen    18   8   5   5   26 : 21  +5   29
12. Rot-Weiß Essen    18   8   5   5   26 : 22  +4   29
13. SV Wilhelmshaven    18   6   9   3   28 : 22  +6   27
14. Fortuna Köln    18   7   5   6   29 : 24  +5   26
15. Fortuna Düsseldorf    18   8   2   8   22 : 21  +1   26
16. Lüneburger SK    18   8   1   9   37 : 31  +6   25
17. Werder Bremen II    18   6   5   7   28 : 28  +0   23
18. Borussia Dortmund II    18   3   7   8   14 : 24  -10   16
19. Berliner TC Borussia    18   4   2   12   16 : 42  -26   14
Tabelle nach Auswärtsspielen
 
      Spiele   S   U   N   Tore Tordiff.   Punkte
1. Fortuna Köln    18   11   3   4   29 : 18  +11   36
2. 1.FC Union Berlin    18   7   8   3   22 : 12  +10   29
3. SV 03 Babelsberg Potsdam   18   7   8   3   28 : 25  +3   29
4. Preußen Münster    18   7   5   6   27 : 27  +0   26
5. SC Verl    18   7   5   6   27 : 27  +0   26
6. VfB Lübeck    18   6   6   6   28 : 22  +6   24
7. Erzgebirge Aue    18   7   2   9   20 : 30  -10   23
8. Werder Bremen II    18   6   4   8   21 : 25  -4   22
9. SV Wilhelmshaven    18   6   3   9   27 : 33  -6   21
10. Eintracht Braunschweig    18   5   5   8   20 : 20  +0   20
11. Krefelder FC Uerdingen    18   6   1   11   24 : 41  -17   19
12. Wattenscheid 09 Bochum    18   4   6   8   31 : 38  -7   18
13. Rot-Weiß Essen    18   5   3   10   19 : 32  -13   18
14. Fortuna Düsseldorf    18   5   1   12   24 : 31  -7   16
15. Dresdner SC    18   4   4   10   12 : 26  -14   16
16. Borussia Dortmund II    18   3   5   10   22 : 31  -9   14
17. Sachsen Leipzig    18   2   7   9   12 : 27  -15   13
18. Berliner TC Borussia    18   2   3   13   17 : 38  -21   9
19. Lüneburger SK    18   1   5   12   15 : 42  -27   8
Zuschauer-Tabelle nach Heimspielen
 
    Zuschauer
    insges. pro Spiel
1. Eintracht Braunschweig  179 917 9 995
2. Rot-Weiß Essen  104 356 5 798
3. 1.FC Union Berlin  102 542 5 697
4. Fortuna Düsseldorf  91 953 5 109
5. VfB Lübeck  87 600 4 867
6. Sachsen Leipzig  84 847 4 714
7. Preußen Münster  78 830 4 637
8. SV 03 Babelsberg Potsdam  62 484 3 471
9. Erzgebirge Aue  61 000 3 389
10. Krefelder FC Uerdingen  43 839 2 436
11. Fortuna Köln  28 735 1 596
12. SC Verl  27 012 1 501
13. SV Wilhelmshaven  25 632 1 424
14. Dresdner SC  25 373 1 410
15. Berliner TC Borussia  25 305 1 406
16. Wattenscheid 09 Bochum  24 766 1 376
17. Lüneburger SK  22 950 1 275
18. Borussia Dortmund II  14 422 801
19. Werder Bremen II  11 570 643
Zuschauer-Tabelle nach Auswärtsspielen
 
    Zuschauer
    insges. pro Spiel
1. 1.FC Union Berlin 78 436 4 358
2. Fortuna Düsseldorf 76 562 4 253
3. Eintracht Braunschweig 72 871 4 048
4. Fortuna Köln 72 795 4 044
5. Sachsen Leipzig 68 943 3 830
6. Preußen Münster 66 481 3 693
7. Rot-Weiß Essen 63 964 3 554
8. Erzgebirge Aue 60 409 3 356
9. Krefelder FC Uerdingen 54 565 3 031
10. Berliner TC Borussia 53 175 2 954
11. SV 03 Babelsberg Potsdam 52 796 2 933
12. Wattenscheid 09 Bochum 52 222 2 901
13. SC Verl 51 276 2 849
14. Lüneburger SK 47 561 2 798
15. Dresdner SC 50 053 2 781
16. Borussia Dortmund II 48 143 2 675
17. Werder Bremen II 47 930 2 663
18. VfB Lübeck 47 273 2 626
19. SV Wilhelmshaven 46 528 2 585
Die Spiele mit den meisten Zuschauern
(alle Spiele mit 10 000 und mehr Zuschauern)
 
Datum Spieltag Paarung Ergebnis Zuschauer
30.09.00 10 Eintracht Braunschweig  - Erzgebirge Aue 4 : 1 17 022
02.06.01 37 Fortuna Düsseldorf - Fortuna Köln  1 : 2 17 000
09.06.01 38 SV 03 Babelsberg Potsdam - Fortuna Düsseldorf  1 : 0 14 700
18.05.01 35 Fortuna Düsseldorf - Sachsen Leipzig  1 : 0 14 000
23.08.00 5 Eintracht Braunschweig  - 1.FC Union Berlin 0 : 0 13 896
01.08.00 1 Eintracht Braunschweig  - SC Verl 2 : 0 13 691
03.02.01 22 VfB Lübeck - Eintracht Braunschweig  1 : 1 12 000
17.02.01 24 1.FC Union Berlin - Eintracht Braunschweig  2 : 2 11 365
07.04.01 30 Eintracht Braunschweig - Fortuna Köln  1 : 2 11 246
15.09.00 8 Eintracht Braunschweig  - Berliner TC Borussia 2 : 0 11 071
09.06.01 38 Eintracht Braunschweig - Rot-Weiß Essen  2 : 3 10 712
14.10.00 12 Eintracht Braunschweig  - SV 03 Babelsberg Potsdam 0 : 0 10 698
17.03.01 28 Eintracht Braunschweig - Sachsen Leipzig  1 : 1 10 649
11.08.00 3 Eintracht Braunschweig  - VfB Lübeck 2 : 2 10 505
03.09.00 6 Rot-Weiß Essen  - Preußen Münster 3 : 0 10 028
15.12.00 21 Eintracht Braunschweig - Krefelder FC Uerdingen  5 : 0 10 026
10.02.01 23 Eintracht Braunschweig - Lüneburger SK  1 : 1 10 015
31.03.01 29 SV 03 Babelsberg Potsdam - 1.FC Union Berlin  0 : 1 10 000
Die Spiele mit den wenigsten Zuschauern
(alle Spiele mit 400 und weniger Zuschauern)
 
Datum Spieltag Paarung Ergebnis Zuschauer
27.05.01 36 Lüneburger SK - SC Verl  3 : 4 250
01.04.01 29 Borussia Dortmund II - SC Verl  0 : 0 268
10.03.01 27 Borussia Dortmund II - Dresdner SC  0 : 1 270
19.11.00 17 Borussia Dortmund II  - Berliner TC Borussia 1 : 1 290
21.10.00 13 Borussia Dortmund II  - Lüneburger SK 2 : 0 310
18.11.00 17 Werder Bremen II  - Sachsen Leipzig 1 : 1 320
09.09.00 7 Borussia Dortmund II  - SV Wilhelmshaven 1 : 2 328
10.09.00 7 Werder Bremen II  - Dresdner SC 2 : 1 350
24.09.00 9 Werder Bremen II  - SC Verl 1 : 2 350
25.02.01 25 Werder Bremen II - SV Wilhelmshaven  0 : 2 350
31.03.01 29 Werder Bremen II - Krefelder FC Uerdingen  1 : 0 350
16.04.01 31 Borussia Dortmund II - VfB Lübeck  2 : 1 367
03.12.00 19 Borussia Dortmund II  - Erzgebirge Aue 1 : 1 376
09.12.00 20 Werder Bremen II - SV 03 Babelsberg Potsdam  4 : 4 400
05.05.01 33 Werder Bremen II - Wattenscheid 09 Bochum  0 : 0 400
Ergebnisstatistik
342 Spiele
(Ergebnis / Häufigkeit)

  Gesamt        Heim       Auswärts 
 0:0 - 24
 1:1 - 38
 2:2 - 19
 3:3 -  2
 4:4 -  1
 1:0 - 54     1:0 - 36     0:1 - 18
 2:0 - 42     2:0 - 26     0:2 - 16
 3:0 - 16     3:0 - 10     0:3 -  6
 4:0 - 10     4:0 -  7     0:4 -  3
 5:0 -  5     5:0 -  4     0:5 -  1
 2:1 - 58     2:1 - 31     1:2 - 27
 

 84 Unentschieden
157 Heimsiege
101 Auswärtssiege

  Gesamt        Heim       Auswärts
 3:1 - 24     3:1 - 14     1:3 - 10
 4:1 - 13     4:1 -  9     1:4 -  4
 5:1 -  3     5:1 -  3
 6:1 -  2     6:1 -  1     1:6 -  1
 7:1 -  1                  1:7 -  1
 3:2 - 17     3:2 -  8     2:3 -  9
 4:2 -  6     4:2 -  6
 5:2 -  3     5:2 -  1     2:5 -  2
 4:3 -  2                  3:4 -  2
 5:3 -  2     5:3 -  1     3:5 -  1

 

Die torreichsten Spiele
(alle Spiele mit 7 und mehr Toren)
 
Datum Spieltag Paarung Ergebnis Tore
12.08.00 3 Berliner TC Borussia  - Krefelder FC Uerdingen 1 : 7 8
28.07.00 1 Wattenscheid 09 Bochum  - Krefelder FC Uerdingen 5 : 3 8
10.03.01 27 Werder Bremen II - Rot-Weiß Essen  3 : 5 8
09.12.00 20 Werder Bremen II - SV 03 Babelsberg Potsdam  4 : 4 8
17.09.00 8 Krefelder FC Uerdingen  - Preußen Münster 6 : 1 7
11.05.01 34 Berliner TC Borussia - Fortuna Düsseldorf  1 : 6 7
04.11.00 15 Rot-Weiß Essen  - VfB Lübeck 2 : 5 7
02.12.00 19 Werder Bremen II  - Fortuna Köln 2 : 5 7
06.05.01 33 Preußen Münster - Berliner TC Borussia  5 : 2 7
17.03.01 28 Lüneburger SK - SV 03 Babelsberg Potsdam  3 : 4 7
27.05.01 36 Lüneburger SK - SC Verl  3 : 4 7
Die Tabellenführer

Wattenscheid 09 Bochum     1 x
Erzgebirge Aue            10 x
VfB Lübeck                10 x
1.FC Union Berlin         11 x
Eintracht Braunschweig     3 x
Preußen Münster            3 x
 

Die besten Torschützen

Daniel Teixeira (1.FC Union Berlin /
Krefelder FC Uerdingen)                  32 Tore
Jens Scharping (Lüneburger SK)           17 Tore
Dirk Weetendorf (Eintracht Braunschweig) 16 Tore
Sascha Wolf (Rot-Weiss Essen)            15 Tore
Carlos Castilla (Preußen Münster)        15 Tore
Daniel Bärwolf (VfB Lübeck)              15 Tore
Marco Küntzel (SV 03 Babelsberg Potsdam) 15 Tore
Marius Ebbers (Wattenscheid 09 Bochum)   14 Tore
Harun Isa (1.FC Union Berlin)            13 Tore
Sebastian Wojcik (SV Wilhelmshaven)      12 Tore
Marco Antwerpen (Fortuna Köln)           12 Tore
 

Die höchsten Heimsiege
(alle Heimsiege mit 4 und mehr Toren Differenz)
 
Datum Spieltag Paarung Ergebnis Tordifferenz
17.09.00 8 Krefelder FC Uerdingen  - Preußen Münster 6 : 1 5
15.12.00 21 Eintracht Braunschweig - Krefelder FC Uerdingen  5 : 0 5
10.04.01 25 Sachsen Leipzig - Lüneburger SK  5 : 0 5
16.04.01 31 Werder Bremen II - Lüneburger SK  5 : 0 5
12.05.01 34 1.FC Union Berlin - SV Wilhelmshaven  5 : 0 5
11.11.00 16 Sachsen Leipzig  - Fortuna Düsseldorf 5 : 1 4
02.12.00 19 VfB Lübeck  - Lüneburger SK 5 : 1 4
27.05.01 36 VfB Lübeck - Krefelder FC Uerdingen  5 : 1 4
26.08.00 5 Preußen Münster  - Dresdner SC 4 : 0 4
07.10.00 11 SV 03 Babelsberg Potsdam  - Wattenscheid 09 Bochum 4 : 0 4
14.10.00 12 Lüneburger SK  - Werder Bremen II 4 : 0 4
17.02.01 24 VfB Lübeck - Sachsen Leipzig  4 : 0 4
30.03.01 29 SV Wilhelmshaven - Rot-Weiß Essen  4 : 0 4
16.04.01 31 Fortuna Köln - Berliner TC Borussia  4 : 0 4
09.06.01 38 1.FC Union Berlin - Krefelder FC Uerdingen  4 : 0 4
Die höchsten Auswärtssiege
(alle Auswärtssiege mit 3 und mehr Toren Differenz)
 
Datum Spieltag Paarung Ergebnis Tordifferenz
12.08.00 3 Berliner TC Borussia  - Krefelder FC Uerdingen 1 : 7 6
11.05.01 34 Berliner TC Borussia - Fortuna Düsseldorf  1 : 6 5
11.04.01 25 Berliner TC Borussia - 1.FC Union Berlin  0 : 5 5
23.09.00 9 Erzgebirge Aue  - Wattenscheid 09 Bochum 0 : 4 4
25.11.00 18 SV 03 Babelsberg Potsdam  - Preußen Münster 0 : 4 4
09.03.01 27 Fortuna Düsseldorf - SC Verl  0 : 4 4
04.11.00 15 Rot-Weiß Essen  - VfB Lübeck 2 : 5 3
02.12.00 19 Werder Bremen II  - Fortuna Köln 2 : 5 3
07.10.00 11 Erzgebirge Aue  - Berliner TC Borussia 1 : 4 3
05.11.00 15 Borussia Dortmund II  - Wattenscheid 09 Bochum 1 : 4 3
25.05.01 36 Berliner TC Borussia - Borussia Dortmund II  1 : 4 3
25.05.01 36 Eintracht Braunschweig - SV Wilhelmshaven  1 : 4 3
08.09.00 7 Fortuna Köln  - VfB Lübeck 0 : 3 3
23.09.00 9 Sachsen Leipzig  - Eintracht Braunschweig 0 : 3 3
30.09.00 10 Krefelder FC Uerdingen  - Werder Bremen II 0 : 3 3
09.02.01 23 Berliner TC Borussia - VfB Lübeck  0 : 3 3
17.02.01 24 Rot-Weiß Essen - SV 03 Babelsberg Potsdam  0 : 3 3
11.04.01 22 Borussia Dortmund II - Preußen Münster 0 : 3 3
Zuschauerübersicht von Spieltag zu Spieltag
(Durchschnittliche Zuschauerzahl der einzelnen Spieltage und durchschnittlicher Saisonbesuch bis zu den jeweiligen Spieltagen)
ChartObject Chart 1

38. Spieltag   Zuschauer: 46 493 - 5 166 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 31 - 3,44 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
09.06. Lüneburger SK - VfB Lübeck  0 : 1 ( 0 : 1 ) 700   0:0 1:1 - -
09.06. Wattenscheid 09 Bochum - SC Verl  2 : 2 ( 0 : 1 ) 840   2:2 - - 5:0
09.06. Eintracht Braunschweig - Rot-Weiß Essen  2 : 3 ( 1 : 2 ) 10 712   - - - -
09.06. Berliner TC Borussia - Dresdner SC  1 : 1 ( 1 : 0 ) 617   - - - -
09.06. Sachsen Leipzig - SV Wilhelmshaven  3 : 3 ( 2 : 1 ) 6 124   - - - -
09.06. Erzgebirge Aue - Borussia Dortmund II  2 : 1 ( 2 : 0 ) 2 200   - - - -
09.06. Fortuna Köln - Werder Bremen II  2 : 3 ( 0 : 2 ) 2 500   - - - -
09.06. SV 03 Babelsberg Potsdam - Fortuna Düsseldorf  1 : 0 ( 0 : 0 ) 14 700   - - - -
09.06. 1.FC Union Berlin - Krefelder FC Uerdingen  4 : 0 ( 1 : 0 ) 8 100   - - - -
      Zuschauer gesamt: 1 111 983 - 3 251 pro Spiel            
      Tore gesamt: 970 - 2,84 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         36   21   10    5  +  39    62-23       73
 2.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  36   19   11    6  +  16    57-41       68
 3.( 5) VfB Lübeck                36   18    8   10  +  26    69-43       62
 4.( 3) Fortuna Köln              36   18    8   10  +  16    58-42       62
 5.( 4) Preußen Münster           36   17   10    9  +  16    66-50       61
 6.( 6) SC Verl                   36   15   10   11  +   7    53-46       55
 7.( 7) Erzgebirge Aue            36   16    6   14  -   9    39-48       54
 8.( 8) Eintracht Braunschweig    36   13   10   13  +  12    55-43       49
 9.( 9) Dresdner SC               36   13   10   13  -   3    38-41       49
10.(11) SV Wilhelmshaven          36   12   12   12      0    55-55       48
11.(12) Wattenscheid 09 Bochum    36   12   12   12  -   1    65-66       48
12.(10) Krefelder FC Uerdingen    36   14    6   16  -  12    50-62       48
13.(14) Rot-Weiß Essen            36   13    8   15  -   9    45-54       47
14.(13) Sachsen Leipzig           36   11   12   13  -   1    42-43       45
15.(15) Werder Bremen II          36   12    9   15  -   4    49-53       45
16.(15) Fortuna Düsseldorf        36   13    3   20  -   6    46-52       42
17.(17) Lüneburger SK             36    9    6   21  -  21    52-73       33
18.(18) Borussia Dortmund II      36    6   12   18  -  19    36-55       30
19.(19) Berliner TC Borussia      36    6    5   25  -  47    33-80       23
 

Sachsen Leipzig - SV Wilhelmshaven im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - Borussia Dortmund (Amateure) im Spiegel der Presse Berliner TC Borussia - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 9.6.01: Sachsen sportlich gerettet
Sportlich hat der FC Sachsen den Klassenerhalt gesichert, doch sorgten andere Nachrichten für Entsetzen im Stadion. Nach Spielende verkündete Präsidium und Verwaltungsausschuss, dass sich die Kinowelt AG nicht in der Lage sieht, die benötigte Bankbürgschaft für den FC Sachsen beim DFB zu hinterlegen. Damit ist der Verbleib der Sachsen in der Regionalliga unsicher. Sportlich gelang es den Leutzschern nicht eine mehrmalige Führung zu behaupten.
Die Sachsen übernahmen von Beginn an die Initiative. Bereits in den ersten fünf Minuten gab es mehrere Torchancen, die aber nicht genutzt wurden. Nach Ecke von Poviser verwandelte Höche per Kopf zum 1:0. Ein Abwehrfehler von Poviser nutzte Ivanauskas, der mit einem 16 Meter-Schuss ausgleichen konnte. Ein Pfostenschuss von Härtel läutete die abermalige Führung der Gastgeber ein. Schmidt schob den Abpraller zum 2:1 ein. Nach groben Abwehrfehlern kamen die Gäste wieder ins Spiel zurück. Nach dem 3:3 musste Twardzig mehrfach das Remis retten. Sportlich ist Sachsen Leipzig damit gerettet, wie es finanziell geschafft werden soll, ist noch unklar.
Leipziger Volkszeitung vom 11.6.01: FC Sachsen und 1. FC Magdeburg: Alles umsonst?
Lizenzprobleme überschatten sportliche Erfolge
Leipzig. Dem ostdeutschen Fußball droht ein weiterer großer Rückschlag. Die Sportwelt, Tochter der Kinowelt-AG des Münchner Medien-Unternehmers Michael Kölmel, hat am Wochenende - wie von unserer Zeitung bereits angekündigt - die Zusammenarbeit mit mehreren Vereinen aufgekündigt.
Betroffen sind auch der FC Sachsen und der 1. FC Magdeburg. Der FC Sachsen beendete die Regionalliga-Saison nach dem 3:3 gegen Wilhelmshaven zwar auf einem Nichtabstiegsplatz, muss durch den Rückzug der Sportwelt aber bis morgen eine Bankbürgschaft in Höhe von 5,9 Millionen Mark aufbringen, um beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Lizenz für die neue Saison zu erhalten.
Der 1.FC Magdeburg hatte am Sonnabend das Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die Regionalliga gegen den BFC Dynamo 5:2 gewonnen. Die Elbestädter feierten bereits den Aufstieg, müssen aber gleichfalls damit rechnen, für die dritte Liga nicht zugelassen zu werden. Ihnen wird durch die Sportwelt eine Bürgschaft über 3,5 Millionen Mark verwehrt.
Sollte der 1.FC Magdeburg die Bürgschaft nicht aufbringen und auch der BFC Dynamo die Lizenzbedingungen nicht erfüllen, könnten neue Relegationsspiele zwischen den Zweiten der Oberligen, dem VfB Leipzig und den Hertha-Amateuren, angesetzt werden.
Als Gründe für ihr Verhalten gibt die Sportwelt "fehlende wirtschaftliche Zukunft" der Vereine an. "Deshalb werden wir unter den gegebenen Voraussetzungen keine weiteren Mittel investieren und auch nicht die Bürgschaft stellen", erklärte Sportwelt-Geschäftsführer Heinrich Brands.
Beim FC Sachsen und im Leipziger Rathaus rief die Nachricht große Betroffenheit hervor. Sachsen-Präsident Thomas Till sprach von einer "Hinrichtung". Holger Tschense, Leipziger Sportbeigordneter, will Michael Kölmel zum Umdenken bewegen. "Der FC Sachsen ist ein Sonderfall", so Tschense, "schließlich will Herr Kölmel das neue Zentralstadion betreiben. Das geht um so besser, je voller es ist."
MDR-Online vom 9.6.01: Aue mit Sieg in die Ferien
Mit einem überzeugenden Erfolg haben sich die Erzgebirgler von ihrem eigenem Publikum verabschiedet. Dabei vergaben die Gäste aus Dortmund die erste gute Chance, als Gambo mit einem Kopfball knapp scheiterte. Danach wurde Aue stärker, wobei Kirsten gleich die erste Chance zur Führung der Gastgeber verwandelte. Heidrich flankte und der Stürmer traf aus Nahdistanz. Postwendend hätten die Gäste ausgleichen können, als Bugri frei auf den Torwart der Erzgebirgler zulief. Seinen Heber konnte Kischko aber erreichen. Jetzt wurde der Druck der Gastgeber größer. Kunze (21.) schob, frei vor Dortmunds Torhüter Kuschmann auftauchend, den Ball am Tor vorbei. 
Eine Minute später machte es Boban besser. Aus 16 Metern zog er ab, das Leder schlug unhaltbar im rechten oberen Eck des Dortmunder Kastens ein. Danach reduzierten sich die Gäste selbst, zunächst sah Gambo (35.) nach Reklamieren die Gelb/Rote Karte, danach durfte Batista (37.) nach grobem Foul an Tautenhahn vorzeitig duschen gehen. Nach der Pause konnte sich Aues Torwart Kischko auszeichnen, als er einen Foulelfmeter von Mehnert hielt. Aue vergab klarste Chancen, so scheiterten Kirsten (80.) und Petrick (74.) freistehend.
Freie Presse vom 11.6.01: Aue: Lustloser Auftritt schlägt Fans auf den Magen
Fußball-Regionalliga: FC Erzgebirge besiegt Dortmund 2:1 - Kischko hält Elfmeter
So rechte Stimmung wollte nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg des FC Erzgebirge Aue gegen die Amateure von Borussia Dortmund nicht aufkommen. Bei Freibier und Roster sollte der gute Saisonabschluss - Platz 7 in der Fußball-Regionalliga Nord und der Triumph im Sachsenpokal - gefeiert werden. Doch vor allem die zweiten 45 Minuten hatten wohl mächtig auf den Magen geschlagen.
"Da haben wir eindrucksvoll nachgewiesen, dass alle urlaubsreif sind", kommentierte FCE-Trainer Gerd Schädlich den Auftritt seiner Elf in Halbzeit zwei. Lustlos spulte sie ihr Pensum herunter - doch im Gegensatz zur Vorwoche in Bremen blieb der schwache Auftritt unbestraft. Dabei waren die Gastgeber numerisch überlegen. Schiedsrichter Mike Otte (Damme) schickte innerhalb von 100 Sekunden zunächst Baskiru Gambo (36.) wegen Reklamierens und Everaldo Batista (38.), der von hinten in Udo Tautenhahn’s Beine gegrätscht war, vom Rasen.
Zu diesem Zeitpunkt führte Aue bereits 2:0. Matthias Heidrich nutzte in der 13. Minute einen Fehler von Bastian Pinske und flankte von rechts vors Dortmunder Tor. Dort stand Jörg Kirsten, der aus Nah- distanz zur Führung einköpfte. 11 Minuten später schnappte sich Tonci Boban den Ball, ließ 3 Spieler aussteigen und sorgte mit einem schönen Linksschuss aus 10 Metern ins rechte Dreiangel für das 2:0.
Die 2200 treuen Fans, die sich nun auf ein Schützenfest freuten, wurden enttäuscht. Denn nach der Pause verkörperte der FCE "nur noch Kreisklasse", wie es Boban nach der Partie bezeichnete. Nicht Aue, sondern Dortmund sorgte für Torgefahr. In der 54. Minute blieb Maik Kischko stehen, statt durchzulaufen, und Tautenhahn kam gegen Andreas Gensler einen Schritt zu spät. Die Folge: Rote Karte für den Kapitän des FCE und Foulelfmeter. Doch der Keeper bügelte seinen Lapsus wieder aus und hielt den Schuss von Björn Mehnert ins rechte untere Eck sicher.
Auch in der 68. Minute war Kischko auf dem Posten, als er einen Schuss von Francis Bugri mit dem Fuß abwehrte. Gegen den Kopfball von Deniz Sahin war er allerdings ohne Chance (76.). Auf Auer Seite gab es nur 2 nennenswerte Gelegenheiten. In der 75. Minute lief der eingewechselte Michel Petrick allein aufs Gästetor zu, doch sein Pass zu Kirsten landete in der Armen des Torhüters. Und auch der einstige Auer Torschütze vom Dienst stand kurz vor dem Ende allein vor Alex Kusch-mann. Doch statt zu schießen, spielte Kirsten auf Heidler ab - allerdings viel zu ungenau.
"Es war eine reine Kopfsache - wie so oft in dieser Saison. Jeder hat sich auf den anderen verlassen. Vielleicht hat der eine oder andere ja auch schon Urlaubscocktails gemischt", meinte Boban nach dem Schlusspfiff. Der Kroate ging am Sonnabend übrigens nicht von einem Wechsel zum SV Babelsberg aus. "Ich habe in Aue noch ein Jahr Vertrag plus Option für ein weiteres Jahr", betonte der 29-Jährige, der in der Nacht mit der Familie in die Heimat fuhr. "Ich muss einige Dinge klären, damit ich vom Armeedienst befreit werde. Sonst kann es passieren, dass ich gar nicht mehr in Deutschland Fußball spiele", wollte am Sonnabend die richtige (Urlaubs-)Stimmung bei Boban nicht aufkommen.
Freie Presse vom 11.6.01: Traditionsvereine vor dem Aus
Fußball: Nach Sportwelt-Rückzieher große Finanzlöcher in Leipzig und Magdeburg
Leipzig. Super-Gau in der Fußball-Regionalliga: Weil Mega-Sponsor Sportwelt keine Bürgschaften in Millionenhöhe leisten kann, droht Traditionsvereinen wie Rot-Weiß Essen und Sachsen Leipzig nach dem sportlichen Klassenerhalt der finanzielle Kollaps. Bayern-Schreck 1. FC Magdeburg kann womöglich sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen. Zweitliga-Absteiger SSV Ulm und der sportliche Drittliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf sind ebenfalls von der Insolvenz bedroht.
Wer am Ende aus der Drittklassigkeit absteigt, bleibt deshalb nach dem sportlichen Saisonende (noch) völlig offen. Bis Dienstag (24.00 Uhr) müssen alle Lizenzunterlagen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorliegen. "Es war eine Hinrichtung", schilderte Sachsen Leipzigs Präsident Thomas Till die Lage, nachdem er die Hiobsbotschaft aus dem Sportwelt-Lager wenige Stunden vor dem letzten Saisonspiel erhalten hatte. Magdeburgs Präsident Lutz Trümper erhielt den Anruf am Abend vor dem Aufstiegs-Endspiel. "Geschäftsführer Brands teilte nur lapidar mit, dass die Sportwelt die geforderte Bürgschaft nicht schultern könne."
Schon seit Wochen hatten sich hartnäckig Gerüchte gehalten, wonach sich Sportwelt aufgrund der offenbar prekären finanziellen Situation des Mutter-Unternehmens Kinowelt von den "unrentablen" Drittligisten im Sponsoring-Pool trennen wolle. Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin hatte erst in letzter Minute die für die Lizenz fehlende Zusage über 3,6 Millionen Mark erhalten. Magdeburg fehlen nun die bis zum Wochenende sicher geglaubten 4 Millionen Mark, den Leipziger Sachsen gar 5,5 Millionen. Essen, das den sportlichen Klassenerhalt in letzter Minute durch ein 3:2 in Braunschweig geschafft hatte, muss eine Lücke von 3,5 Millionen Mark stopfen. Mit dem Zwangsabstieg hat RWE Erfahrung.
Dem Team war bereits 1991 und 1994 jeweils die Zweitliga-Lizenz entzogen worden.
Während die leidgeprüften Fans von Essen am Sonnabend genauso feierten, wie die in Leipzig und Magdeburg, begann hinter den Kulissen die verzweifelte Last-Minute-Jagd nach den Millionen. Leipzigs Verantwortliche gaben die bekannte Durchhalte-Parole aus, das Unmögliche möglich machen zu wollen.
MDR-Online vom 9.6.01: Dresdner SC glanzlos
Der Dresdner SC hat beim Tabellenschlusslicht TeBe Berlin eine glanzlose Partie geliefert. Der von den Dresdner im Vorfeld versprochene Siegeswille war nicht im Ansatz zu spüren. Im Gegenteil, die Sachsen wurden von einer verstärkten Jugendmannschaft der Berliner regelrecht vorgeführt. Pech allerdings für TeBe: Durch ein Eigentor verschenkten sie den verdienten Sieg.
Nach einem trägen Beginn auf beiden Seiten ging TeBe in der 18. Minute durch Jovanovic in Führung. Der Ex-Dresdner Hauswald hatte dann nach zwei brillianten Solos die höhere Führung auf dem Fuß, scheitere aber immer im Abschluss. Bei den Dresdner gab es in der ersten Hälfte zwei Minichancen. In der 20. Minute semmelte Hoßmang einen Freistoß aufs Tor, Keeper Renno leitete aber den Ball vorbei. Vier Minuten später hatte R. Schmidt die Chance zum Ausgleich, er zeigte aber Schwächen im Abschluß und verzog gnadenlos.
Die zweite Hälfte begann ähnlich schwach auf beiden Seiten. In der 56. Minute hätte Dresden per Foulelfmeter den Ausgleich aus eigener Kraft schaffen können. Maglica traf allerdings nur den Pfosten. Der Pechvogel des Tages ist und bleibt aber Kraljevic. Völlig unbedroht köpft er in der 86. Minute den Ball anstatt ins Seitenaus an den Innenpfosten und von dort trudelt dieser unhaltbar ins eigene Tor.
Sächsische Zeitung vom 11.6.01: Trainer Kreische stinksauer
Elbestädter mit Sommernachtsfußball: 1:1 bei Schlusslicht TeBe / Maglica verschießt Elfmeter
Mit einem mageren 1:1 beim Absteiger Tennis Borussia Berlin sicherte sich der Dresdner SC Fußball 98 am letzten Spieltag den angestrebten einstelligen Tabellenplatz in der Regionalliga Nord.
Die Geste sprach Bände und sagte alles über die Leistung des DSC aus. Obwohl seine Mannschaft Sekunden vor dem Ende den Rückstand egalisierte, winkte Trainer Hans-Jürgen Kreische nach dem Schlusspfiff ab und ging sichtlich verärgert schnurstracks in die Kabine. "Das war Sommernachtsfußball", wetterte er später, "mit vier, fünf Spielern kann man nicht gewinnen. TeBe hat uns diesen Punkt noch großzügig geschenkt." Kreische spielte damit auf die 89. Minute an, als der Verteidiger der Hausherren Kraljevic den Ball unbedrängt an seinen verdutzten Keeper Renno vorbei ins eigene Tor köpfte. Dass die Dresdner zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch die Möglichkeit auf eine Remis hatten, verdankten sie allein der Tatsache, dass der Tabellenletzte viele seiner gut angelegten Konter nicht zu einer deutlich höheren Führung nutzte. Die einzige Sturmspitze der Berliner Jovanovic und der kleine Mittelfeldspieler Martin Hauswald versetzten die gesamte Defensivabteilung um Libero Hoßmang ein ums andere Mal, scheiterten aber entweder an Groß (30., 62) am Pfosten (50.) oder an mangelnder Schussgenauigkeit ( 40.,54., 81.). Und was hatte der DSC zu bieten? Nicht viel. Vor der Pause liefen sämtliche Angriffsversuche über die linke Seite, wo der emsige Lucic zusammen mit R. Schmidt für einige gute Szenen sorgten. Doch mehr als ein abgefälschter Freistoß von Kapitän Hoßmang, der an den Pfosten landete, sprang nicht heraus (21.). Zu viele Akteure (Maglica, Ratke, Beuchel) spulten mit mäßigen Engagement ihr Pensum herunter, andere waren sogar Totalausfälle (Milde, Ernst). Nach dem Wechsel sorgte Lau für etwas mehr Gefahr im DCS-Sturm. Als Beuchel bei dem Versuch eines Nachschusses (Maglica scheiterte volley aus 15 Meter an Renno) von Benschneider gefoult wurden war, entschied der gute Schiri Schriever auf Strafstoß. Wiederum Maglica konnte die riesige Ausgleichchance nicht nutzten, traf nur den rechten Pfosten (57.). Als dann Hoßmang in der 86. Minute an Rennos Fußabwehr scheiterte und Lucic eine Minute später nach einer Rangelei mit Walle den Platz verlassen musste, schien die Niederlage besiegelt.
Das kuriose Eigentor kurz vor dem Abpfiff und die Resultate der direkten Konkurrenten sorgten schließlich doch noch dafür, dass der DSC am Ende den von Trainer Kreische geforderten einstelligen Tabellenplatz erreichte. Verdient hatte er es nach diesen neunzig Minuten nicht.
Am Rande der Partie sickerte durch, dass Martin Hauswald (früher FV Dresden-Nord) vom Dresdner SC ein Angebot vorliegen hat. Auch BFC-Angreifer Denis Koslov (29 Treffer in der Oberliga Nord) soll ein Thema sein.
Sächsische Zeitung vom 11.6.01: Wer steigt nun ab?
Rückzug von Kinowelt
Leipzig. Während nach Union Berlin auch der SV Babelsberg am letzten Spieltag der Regionalliga Nord den Aufstieg in die zweite Liga perfekt machte, ist die Abstiegsfrage vorerst ungeklärt. Die Lizenzerteilung bei den sportlich geretteten FC Sachsen Leipzig (3:3 gegen SV Wilhelmshaven) und Rot-Weiß Essen (3:2 in Braunschweig) ist offen. Vermarktungspartner Kinowelt hatte am Freitag verkündet, die vom DFB bis kommenden Dienstag geforderten Bankbürgschaften in Millionenhöhe nicht zu hinterlegen. In diesem Fall würde ihnen keine Spielgenehmigung für die Regionalliga erteilt und der Zwangsabstieg besiegelt. Die sportlich abgestiegenen Amateure von Werder Bremen und der Lüneburger SK wären dann die Nachrücker. Ohne Hoffnung auf Rettung sind hingegen die künftigen Oberligisten Tennis Borussia, Borussia Dortmund/Am. und Fortuna Düsseldorf.

37. Spieltag   Zuschauer: 38 808 - 4 312 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 24 - 2,67 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
02.06. Krefelder FC Uerdingen - Lüneburger SK  1 : 1 ( 1 : 0 ) 1 000   - - - -
02.06. Preußen Münster - SV 03 Babelsberg Potsdam  2 : 3 ( 1 : 1 ) 7 550   - - - -
02.06. Fortuna Düsseldorf - Fortuna Köln  1 : 2 ( 1 : 2 ) 17 000   - 2:2 2:3 -
02.06. Werder Bremen II - Erzgebirge Aue  2 : 0 ( 0 : 0 ) 500   - - - -
02.06. Borussia Dortmund II - Sachsen Leipzig  1 : 1 ( 0 : 1 ) 756   - - - -
02.06. SV Wilhelmshaven - Berliner TC Borussia  2 : 2 ( 1 : 0 ) 2 000   - - - -
02.06. Dresdner SC - Eintracht Braunschweig  1 : 0 ( 1 : 0 ) 1 412   - - - -
02.06. Rot-Weiß Essen - Wattenscheid 09 Bochum  1 : 1 ( 1 : 1 ) 7 383   1:1 - - -
02.06. SC Verl - 1.FC Union Berlin  2 : 1 ( 2 : 1 ) 1 207   - - - -
      Zuschauer gesamt: 1 065 490 - 3 200 pro Spiel            
      Tore gesamt: 939 - 2,82 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         35   20   10    5  +  35    58-23       70
 2.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  35   18   11    6  +  15    56-41       65
 3.( 4) Fortuna Köln              35   18    8    9  +  17    56-39       62
 4.( 3) Preußen Münster           36   17   10    9  +  16    66-50       61
 5.( 5) VfB Lübeck                35   17    8   10  +  25    68-43       59
 6.( 6) SC Verl                   35   15    9   11  +   7    51-44       54
 7.( 7) Erzgebirge Aue            35   15    6   14  -  10    37-47       51
 8.( 8) Eintracht Braunschweig    35   13   10   12  +  13    53-40       49
 9.(12) Dresdner SC               35   13    9   13  -   3    37-40       48
10.( 9) Krefelder FC Uerdingen    35   14    6   15  -   8    50-58       48
11.(10) SV Wilhelmshaven          35   12   11   12      0    52-52       47
12.(11) Wattenscheid 09 Bochum    35   12   11   12  -   1    63-64       47
13.(13) Sachsen Leipzig           35   11   11   13  -   1    39-40       44
14.(14) Rot-Weiß Essen            35   12    8   15  -  10    42-52       44
15.(15) Fortuna Düsseldorf        35   13    3   19  -   5    46-51       42
15.(16) Werder Bremen II          35   11    9   15  -   5    46-51       42
17.(17) Lüneburger SK             35    9    6   20  -  20    52-72       33
18.(18) Borussia Dortmund II      35    6   12   17  -  18    35-53       30
19.(19) Berliner TC Borussia      35    6    4   25  -  47    32-79       22
 

Borussia Dortmund (Amateure) - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Werder Bremen (Amateure) - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Dresdner SC - Wattenscheid 09 Bochum im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 3.6.01: Sachsen vergiebt wichtigen Sieg
Trotz starker Unterstützung im Rücken hat sich der FC Sachsen Leipzig kaum Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Leutzscher brauchten eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Die erste Chance vergab Schmidt per Kopf. Als Georgiev (20.) von der Strafraumgrenze abzog, fehlten nur Zentimeter zur Führung der Sachsen. Die besorgte Klee, der bei einem Schuss aus dem Gewühl von Georgiev dem Ball die entscheidende Wendung gab. In der zweiten Halbzeit ein unerklärlicher Einbruch des FC Sachsen, der zuvor die Partie kontrollierte. Die Amateure des BVB erspielten sich zwar kaum Chancen, dennoch wirkten sie immer gefährlich. Mitten in die Anfeuerung durch zahlreiche FCS-Fans fiel der Ausgleich. Der eingewechselte Gambow nutzte eine unübersichtliche Situation im Sachsen-Strafraum.
Unerklärlicher Einbruch in der zweiten Hälfte
Völig unerklärlich, dass man so ein Spiel in der zweiten Halbzeit noch aus der Hand gibt, zeigte sich Sachsentrainer Raab von seiner Mannschaft enttäuscht. In der ersten Hälfte sah er ein spielerisches Übergewicht bei den Sachsen, die es leider nicht verstanden, die Führung auszubauen. Positiv ist, dass die Leutzscher mit einem Erfolg am letzten Spieltag den Klassenerhalt selbst perfekt machen können.
Leipziger Volkszeitung vom 5.6.01: FC Sachsen zittert nach 1:1 weiter um Klassenerhalt
Gute erste, miserable zweite Halbzeit beim Leutzscher Remis in Dortmund
Dortmund. Unter dem Eindruck der zweiten Halbzeit im Stadion "Rote Erde" bleibt festzuhalten:Dieser FC Sachsen zittert zu Recht weiter um den Klassenerhalt. "Was wir nach dem Wechsel gezeigt haben, ist mir absolut schleierhaft", ärgert sich Coach Jürgen Raab nach dem 1:1 in Dortmund. "Jetzt müssen wir gegen Wilhelmshaven alles klar machen." Alles klar wäre wohl bei einem Remis. Sollte gelingen, der SVW absolviert in Leutzsch eine Art Alkohol-Verdunstungspartie, fliegt direkt aus Ibiza ein. "Die werden braun gebrannt und gelockert bei uns auflaufen", warnte Profi Andy Schiemann. 
Gedanken an gebräunte und wie auch immer gelaunte Fußballer hätten sich Schiemann & Co. ersparen können. Düsseldorf lag gegen Köln früh 0:2 zurück, man selbst beim BVB1:0 in Führung, dazu ein Gegner, der null Gefahr ausstrahlte. Die Zeichen standen auf Klassenerhalt. "Alles unter Kontrolle", wertete Raab 45 Minuten, in denen Keeper René Twardzik nur einmal gegen den schnellen Batista eingreifen musste. Mehr und bessere Chancen erarbeiteten sich die Gäste. Beispiele: Schmidt lässt eine Jiri-Poviser-Ecke über den Scheitel gleiten - knapp vorbei (17.). Dann senkt sich ein Volleyschuss von Bobby Georgiev Zentimeter neben den linken Pfosten. Kurios:Piet Schönberg flankt, Mike Lünsmann köpft, der Ball springt von einem Abwehrbein an den Innenpfosten und von dort in hohem Bogen direkt auf Jens Härtels Schädel. Der Libero schraubt sich hoch, jubiliert wohl innerlich, und setzt das Leder ans Außennetz (30.). Lünsmann: "Den muss erst ich machen und dann der Jens." Keiner machte ihn.
Über die Verantwortlichkeiten beim 1:0 (32.) gingen die Meinungen auseinander. Einige sahen in Georgiev den Torschützen. Andere in Carsten Klee, der den harmlosen Schuss seines Kollegen abgefälscht hatte. Klee wusste offensichtlich nicht so recht, wie ihm geschah. Jedenfalls sprintete er nach dem "Bauchschuss" in die Fankurve, wo nach ergiebigen Regengüssen aber nur noch zwei Gestalten kauerten. Der Rest der 300 Anhänger befand sich vis a vis unterm Stadiondach ...
Was in der Halbzeit passierte, ist nicht überliefert. Wahrscheinlich hat Raab empfohlen, dort anzufangen, wo man aufgehört hatte. Konzentriert, laufstark, einsatzfreudig. Daraus wurde nichts. Der BVB kam auf und durch Batista und Gambo zu glänzenden Möglichkeiten. Sachsen-Boss Thomas Till zog eine Zigarette nach der anderen durch, musste zwischenzeitlich Wasser lassen gehen. Dortmunds Druck ließ nicht nach. Leipzig bettelte ums 1:1 und wurde durch Gambo (74.) erhört. "Da muss René im Tor bleiben", kritisierte Raab. "Den Kullerball stoppt er auf der Linie." Twardzik machte zwei, drei Schritt nach vorne, wollte "die kurze Ecke zumachen". 
Das alles und das nächtliche (!) Auslaufen der FCS-Profis ging Gerd Achterberg durch die Lappen, der Rückflug aus Miami hatte sich verzögert. Zurück in Leipzig legte der beim Vermarkter in Ungnade gefallene Sachsen-Manager Wert auf diese Feststellung:Eine Sportwelt-Abfindungsofferte "gibt es nicht", ergo werde er seinen Vertrag bis 30. Juni 2003 erfüllen. "Ich soll mir überlegen, zu welchen Konditionen ich gehe. Aber ich will gar nicht gehen." Sportwelt-Chef Dr. Brands: "Wir befinden uns in Gesprächen. Das ist nichts für die Öffentlichkeit."
MDR-Online vom 3.6.01: Aue enttäuscht ersatzgeschwächt
Mit einer enttäuschenden Auswärtsniederlage hat Erzgebirge Aue keine Schützenhilfe für die abstiegsbedrohten Sachsen leisten können. In der ersten Halbzeit sahen die wenigen Besucher ein verteiltes Spiel. Bremer Pech bei einem Schuss von Nouri (20.), den Grund auf der Linie rettete. Nach dem Wechsel bemühten sich die Erzgebirgler und hatten mit einem Fallrückzieher durch Kirsten (63.) die spektakulärste Chance. Nach der Bremer Führung durch Rolfes, der aus fünf Metern traf, konnte Schröer einen Lattenabpraller zum Endstand verwandeln.
MDR-Online vom 3.6.01: DSC hat es geschafft
Mit einem Pflichtsieg hat sich der Dresdner SC den Klassenerhalt gesichert. Ein abgefälschter Distanzschuss aus 25 Metern sorgte für die Spielentscheidung. Beide Mannschaften begannen gefällig, wobei man den starken Dresdnern die Bedeutung des Spieles anmerkte. Braunschweig, schon gerettet, spielte mit, ohne sich zu verausgaben. In der zweiten Hälft das gleiche Bild, Dresden drückend überlegen vergab gleich fünf hundertprozentige Chancen. Milde schaffte gar das Kunststück, den Ball am leeren Tor vorbeizuschießen.
Sächsische Zeitung vom 5.6.01: Die Klasse gehalten
Kreische-Elf gewinnt 1:0 gegen Braunschweig / Gerüchte um Torsten Gütschow
Der Dresdner SC Fußball 98 bleibt, zumindest aus sportlicher Sicht, drittklassig. Am vorletzten Spieltag realisierte die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Kreische das Saison-Minimalziel. Eintracht Braunschweig wurde im letzten Heimspiel mit 1:0 bezwungen. 
"Meine Mannschaft hat Moral bewiesen. Es ging um viel, da war es klar, dass es eine Zitterpartie wird", atmete "Hansi" Kreische tief durch. Der DSC-Trainer rückte vor allem durch die katastrophale Chancenverwertung seiner Schützlinge an den Rand des Herzinfarkts. Allein Rocco Milde vergab im zweiten Abschnitt drei "Riesen". Nachdem er sich glänzend durchgesetzt hatte, schoss er Braunschweigs Abwehrspieler Grzeskowiak an (54.). Vier Minuten später jagte er die Lederkugel über das leere Eintracht-Gehäuse und schließlich köpfte er das Leder Braunschweigs Torhüter Zimmermann in die Arme (76.). "Es wäre Quatsch, auf Rocco herumzureiten. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Die Abwehr stand diesmal sicher, da reichte das eine Tor für uns", zog Kapitän Thomas Hoßmang ein zufriedenes Fazit. 
So zitterten sich die zeitweise klar überlegenen Dresdner bis zum Schlusspfiff. Kurz bevor der ertönte, tauchte Braunschweigs Kapitän Eigner vor dem DSC-Tor auf, köpfte aber unbedrängt knapp vorbei. Eigner war ohne Zweifel der "tragische Held" im Steyer-Stadion. In der 20. Minute hatte er eine scharfe Eingabe (oder sollte es ein Schuss werden?) von Ronny Ernst ins eigene Tor abgefälscht. "Mir ist es egal, wie die drei Punkte zustande kamen, Hauptsache wir haben sie", sagte Manager Chris Waschke. Und nicht nur er wirkte kurz nach dem Abpfiff der nervenaufreibenden Partie um einige Jahre gealtert. 
Nicht wenige der knapp 1 500 Zuschauer vermissten in dieser Saison einen richtigen Torjäger in den Reihen der Dresdner. Dabei haben die DSC-Kicker das beste Beispiel leibhaftig jeden Trainingstag vor sich: Hans-Jürgen Kreische. Der ehemalige Auswahlspieler und vierfache DDR-Oberliga-Torschützenkönig weiß, dass er mit Hendryk Lau eigentlich einen Mann mit Torriecher im Aufgebot hat. "Wir werden diese Saison auswerten. Mit diesem Kader müssen wir weiter oben mitspielen", brachte es Hoßmang auf den Punkt. 
Gerüchte, wonach der bereits 38-jährige Torsten Gütschow in der kommenden Saison für den DSC auf Torejagd gehen soll, wollte kein Offizieller des Vereins bestätigen. Zumindest Hans-Jürgen Kreische konnte sich erinnern: "Der Name fiel schon mal." Mehr wollte oder konnte er zu dieser Personalie nicht sagen.

36. Spieltag   Zuschauer: 30 472 - 3 386 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 30 - 3,33 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
27.05. Fortuna Köln - Preußen Münster  1 : 1 ( 0 : 1 ) 6 000   - - - -
27.05. Lüneburger SK - SC Verl  3 : 4 ( 2 : 3 ) 250   - - - -
29.04. 1.FC Union Berlin - Rot-Weiß Essen  1 : 0 ( 1 : 0 ) 6 930   - - - -
27.05. Wattenscheid 09 Bochum - Dresdner SC  1 : 0 ( 0 : 0 ) 1 030   - - - -
25.05. Eintracht Braunschweig - SV Wilhelmshaven  1 : 4 ( 1 : 1 ) 4 704   2:0 3:1 1:0 2:0
25.05. Berliner TC Borussia - Borussia Dortmund II  1 : 4 ( 1 : 0 ) 588   - - - -
26.05. Sachsen Leipzig - Werder Bremen II  1 : 0 ( 0 : 0 ) 6 170   - - - -
26.05. Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf  2 : 0 ( 1 : 0 ) 3 000   - - - -
27.05. VfB Lübeck - Krefelder FC Uerdingen  5 : 1 ( 1 : 1 ) 1 800   - - - 2:0
      Zuschauer gesamt: 1 026 682 - 3 169 pro Spiel            
      Tore gesamt: 915 - 2,82 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         34   20   10    4  +  36    57-21       70
 2.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  34   17   11    6  +  14    53-39       62
 3.( 3) Preußen Münster           35   17   10    8  +  17    64-47       61
 4.( 5) VfB Lübeck                35   17    8   10  +  25    68-43       59
 5.( 4) Fortuna Köln              34   17    8    9  +  16    54-38       59
 6.( 7) SC Verl                   34   14    9   11  +   6    49-43       51
 7.( 8) Erzgebirge Aue            34   15    6   13  -   8    37-45       51
 8.( 6) Eintracht Braunschweig    34   13   10   11  +  14    53-39       49
 9.( 9) Krefelder FC Uerdingen    34   14    5   15  -   8    49-57       47
10.(12) SV Wilhelmshaven          34   12   10   12      0    50-50       46
11.(11) Wattenscheid 09 Bochum    34   12   10   12  -   1    62-63       46
12.(10) Dresdner SC               34   12    9   13  -   4    36-40       45
13.(15) Sachsen Leipzig           34   11   10   13  -   1    38-39       43
14.(13) Rot-Weiß Essen            34   12    7   15  -  10    41-51       43
15.(14) Fortuna Düsseldorf        34   13    3   18  -   4    45-49       42
16.(16) Werder Bremen II          34   10    9   15  -   7    44-51       39
17.(17) Lüneburger SK             34    9    5   20  -  20    51-71       32
18.(18) Borussia Dortmund II      34    6   11   17  -  18    34-52       29
19.(19) Berliner TC Borussia      34    6    3   25  -  47    30-77       21
 

Sachsen Leipzig - Werder Bremen (Amateure) im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf im Spiegel der Presse Wattenscheid 09 Bochum - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 26.5.01: Befreiungsschlag: FC Sachsen gewinnt Sechs-Punkte-Spiel
Mit einem am Ende verdienten 1:0-Erfolg gegen die Werder-Amateure hat sich der FC Sachsen alle Chancen auf den Regionalligaverbleib erhalten. Zunächst zeigten die Leutzscher zwar das engagiertere Spiel, doch vor dem Werder-Tor lief kaum was zusammen. Der FCS spielte ideenlos und unpräzise, die wenigen Chancen wurden unkonzentriert vergeben.
Nach dem Wechsel hatten die Sachsen dann viel Glück; erst bügelte Twardzik gegen Spasskov einen Schmidt-Patzer aus, dann holte Goshew einen Rolfes-Kopfball von der Linie. Werder war in dieser Phase mindestens gleichwertig. Doch die Sachsen steckten nicht auf und erhöhten in den letzten 20 Minuten nochmal den Druck. Das "goldene Tor" entsprang dann jedoch eher einem Zufall - eine Flanke des unter Bonew ausgemusterten Schönberg segelte über Freund und Feind hinweg ins Bremer Tor. Schiemann hatte dann in der 87. noch eine Einschusschance, die Gäste setzten kurz vor Abpfiff noch einen Ball auf die Latte - dann war Schluss und Leutzsch jubelte.
Leipziger Volkszeitung vom 28.5.01: 1:0 - Dieses Abstiegsspiel war nichts für schwache Nerven
Leipzig. Monatelang fristete Piet Schönberg sein Fußballer-Dasein im Lazarett, danach in der Landesliga-Elf des FCSachsen. Seit dem Spiel gegen die Amateure von Werder Bremen ist er drauf und dran, sich in den Annalen wichtiger Ereignisse dieser Saison zu verewigen. Denn Schönberg schaffte es, mit seiner Eingabe die Leipziger auf Regionalliga-Kurs zu halten. Zehn Minuten vor Schluss fasste er sich ein Herz und flankte aus 20 Metern auf den im Strafraum lauernden Klee. Der duckte reaktionsschnell ab, so dass der Ball ins entlegene Toreck trudeln konnte.
Das quälende Warten auf den Torschrei war vorbei, mehr als 6000 Fans gerieten aus dem Häuschen und umjubelten den Mann mit der hohen Stirn. "Er hat ordentlich trainiert, also habe ich ihn gebracht", entschuldigte sich Trainer Jürgen Raab fast, dass er dem Ex-Erfurter eine Chance gab. Die kam nämlich, als bei Borislav Georgiev die Trainingsverletzung (Bänderzerrung) vom Freitag wieder aufbrach, er noch vor der Pause raus musste (43.). 
Bis dahin zweifelten nur wenige am Heimerfolg. Aber die Gäste konnten immer stärker werden, spielten ihre Schnelligkeit wiederholt aus und ließen so manchen aus den Reihen der Gastgeber ziemlich alt aussehen. Die Abwehr - ansonsten eine feste Größe - hatte große Mühe, sich der Konterattacken zu erwehren. Und wenn der dribbelstarke Senegalese Blaise Mamoum (56., 73., 78.) besser gezielt hätte ...
Doch da gab es ja den Klassemann zwischen den Leipziger Pfosten: René Twardzik flog, fing und beseitigte alles, was nach Gefahr aussah. "Er war mit am Gegentor in Düsseldorf beteiligt, heute machte er das wieder wett", stimmte Trainer Raab in das Lob für seinen Keeper ein. "Twardzik hat uns in der zweiten Hälfte im Spiel gelassen." 
Raab stellte Mehmet Dragusha neben Klee und Mike Lünsmann in den Angriff. Das schien sich anfangs bezahlt zu machen, da Klee öfters auf die Flügel auswich und flanken konnte. Aber Dragusha (11.) und Lünsmann (33./jeweils per Kopf) machten zu wenig daraus. Auffällig auch, dass die Gastgeber aus vier Freistößen (jeweils 20 Meter vor dem Tor) überhaupt nichts zu Stande brachten.
Bremens Torkonto hätten Tim Borowski (15., 64.), Alexej Spasskov (22., 47.,) oder Alexander Nouri (81., Querlatte) aufbessern können. So aber stehen die Amateure des Bundesligisten mit leeren Händen da. Sie bleiben auf einem Abstiegsrang, der FC Sachsen entfernte sich aus dieser Region. Auch dank der Auer Schützenhilfe (2:0-Sieg gegen Düsseldorf). Aber der Abstand ist sehr knapp - und noch sind zwei Spieltage zu absolvieren. Nichts für schwache Nerven, wie auch dieses vorletzte Heimspiel der Saison. "Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen, nicht die bessere", gestand danach ein erleichterter Jürgen Raab.
MDR-Online vom 26.5.01: Aue verdienter Sieger gegen Düsseldorf
Obwohl es für die Auer gegen Düsseldorf um nichts mehr ging, lieferten sie eine ordentliche Leistung ab. Die besten Möglichkeiten in der ersten Hälfte hatte für die Gastgeber Pagels, der in der 30. Minute nach Vorarbeit von Müller knapp verzog und kurz darauf aus 18 Metern nur die Querlatte traf. Müller gelang kurz vor der Pause die verdiente Führung. Fortuna war nur bei wenigen Standards gefährlich. Nach dem Wechsel verteiltes Spiel, kein Team riss Bäume aus. In der Schlussphase kam dann jedoch Hektik auf: Fortunas Weidemann musste nach einer Notbremse vom Platz, dann traf Tomoski nach schönem Solo zum Endstand.
Freie Presse vom 28.5.01: Auer leisten sächsische Schützenhilfe 
FC Erzgebirge feiert verdientes 2:0 über Fortuna Düsseldorf - Pagels mit starker Leistung - Rot für Weidemann
Aue. Auf den FC Erzgebirge ist Verlass. Mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg über Fortuna Düsseldorf kletterten die Auer in der Tabelle der Regionalliga Nord nicht nur weiter nach oben, sondern leisteten auch sächsische Schützenhilfe. Denn Leipzig bezwang die Amateure von Werder Bremen zum gleichen Zeitpunkt mit 1:0 (0:0) und rutschte damit wieder auf einen Nichtabstiegsplatz vor. 
„So viele Hände musste ich lange nicht schütteln. Dieses Mal lief es so, wie ich mir das wünsche“, strahlte Marian Pagels nach dem Schlusspfiff im Erzgebirgsstadion. Der 24-Jährige, der nahezu während der gesamten Saison seiner Form hinterher gelaufen war, wusste am Sonnabend vor allem in Halbzeit eins zu überzeugen. „Ich hätte ,Marianne‘ ein Tor gegönnt“, erklärte Trainer Gerd Schädlich. 
In der 29. Minute trickste Roman Müller mit der Hacke die Düsseldorfer Hintermannschaft aus, Pagels stand halblinks völlig frei und zog den Ball am langen Pfosten vorbei. „Sonst haue ich immer drauf. Aber das wurde vom Trainer kritisiert. Dieses Mal habe ich den Kopf hoch genommen und erst geschaut - aber es klappte trotzdem nicht“, schilderte der Angreifer die Situation. 12 Minuten später war es erneut Pagels, der ein lautes Raunen durch das mit 3000 Zuschauern eher spärlich gefüllte Stadionrund gehen ließ. Mit einem trockenen Direktschuss aus 18 Metern traf er die Querlatte.
Doch kurz darauf klappte es besser. Allerdings glänzte Pagels dieses Mal als Vorbereiter. Seine Flanke unterlief Rudolf Zedi und Müller konnte völlig unbedrängt zur verdienten Führung einköpfen (42.). „Wir haben in der ersten Halbzeit mit sehr hohem Aufwand gespielt. Das war bei diesen Temperaturen nicht zu halten. Die zweiten 45 Minuten brachte mein Team taktisch klug über die Runden“, schätzte Schädlich ein. 
Allerdings kam das harmlose Spiel der Rot-Weißen, die vorher viermal in Folge gewonnen hatten, seiner Elf entgegen. Lange Zeit vermisste man jegliches Aufbäumen in der akut abstiegsbedrohten Fortuna-Mannschaft. Erst als der Spielstand aus Leipzig bekannt wurde, machte Düsseldorf Druck. Die größte Chance besaß Zedi, dessen Kopfball Keeper Maik Kischko aber sicher parierte (81.). 
In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Maik Kunze scheiterte freistehend an Gäste-Torhüter Mirko Bitzer (84.) und wurde dabei am Knöchel verletzt. 
In der Nachspielzeit zog Schiedsrichter Thomas Frank (Hannover) die Rote Karte gegen Uwe Weidemann, der den durchlaufenden Borislav Tomoski als letzter Mann von den Beinen geholt hatte. Für den endgültigen K.-o. der Düsseldorfer sorgte der Mazedonier dann in der 94. Minute, als er ein schönes Solo mit dem 2:0 abschloss. „Ein Kompliment an meine Mannschaft, die sich sehr gut gestrafft hat, obwohl es für sie um nichts mehr ging“, lobte Schädlich die vorbildliche Moral seiner Elf. 
Kommt Torhüter Axel Keller?
Im Anschluss an die Partie unterschrieb Murat Jasarevic einen Zwei-Jahres-Vertrag. Auch Petr Grund soll für weitere zwei Jahre bleiben. Am Freitag hatte Manager Lutz Lindemann bei einem Fantreffen in Oberwiesenthal Einblick in die Personalplanung gegeben. Demnach rechnen die Auer mit Keeper Axel Keller - der einst in Chemnitz und Jena spielte und zuletzt bei 1860 München/A. unter Vertrag stand - als Kischko-Nachfolger. Die Veilchen wollen zudem zwei Stürmer und einen offensiven Mittelfeldspieler „möglichst mit Zweitligaerfahrung“ verpflichten. Als heiße Kandidaten werden Jovic, Hempel und Mason aus Jena gehandelt.
MDR-Online vom 26.5.01: Dresdner SC noch nicht gerettet
Der Dresdner SC hat beim Abstiegs-Konkurrenten Wattenscheid 09 0:1 verloren und steckt wieder tief im Schlamassel. Die Elbestädter erwischten den besseren Start und kamen schon nach acht Minuten durch R. Schmidt zu einer guten Chance. Doch dann zog sich der DSC zurück und die Partie plätscherte im Mittelfeld. Ein Milde-Schuss in der 43.Minute war die letzte DSC-Chance des Tages. Nach der Pause baute Dresden stark ab und konnte den jetzt leidenschaftlich spielenden Wattenscheidern nichts ent-gegensetzen. Das Tor des Tages erzielte Lintjen per Kopf nach einer Ecke (61.).
Sächsische Zeitung vom 18.5.01: Kreische bleibt Optimist
DSC-Trainer nach 0:1 in Wattenscheid: Wir holen die nötigen Punkte / Sturm nur laues Lüftchen
Erschüttert und stumm lagen die Spieler des Regionalligisten Dresdner SC Fußball 98 auf dem Rasen. Die unnötige 0:1-Niederlage bei der SG Wattenscheid 09 bringt den DSC in akute Abstiegsgefahr.
Die Sachsen mussten in der Defensive einige Umstellungen vornehmen, weil fünf Abwehrkräfte ausfielen. Es war vor allem dem souveränen Libero Thomas Hoßmang zu verdanken, dass das Handicap lange Zeit kompensiert werden konnte und die Wattenscheider Offensivbemühungen zunächst erfolglos blieben. Halil Altintop hatte vor der Pause noch die besten Gelegenheiten für die Gastgeber. Beide Male stand in Hoßmang und Thomas Schmidt ein Dresdner goldrichtig auf der Linie. Der DSC hatte sich in puncto Offensive eine vornehme Zurückhaltung auferlegt - mit einem Zähler wären die Gäste wohl zufrieden gewesen. Ronald Schmidt und Rocco Milde sorgten in Ansätzen für so etwas wie Gefahr vor dem Wattenscheider Kasten, ließen aber die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss vermissen. 
In der Wattenscheider Kabine muss Trainer Hannes Bongartz deutliche Worte für seine Schützlinge gefunden haben, denn die Elf aus dem Bochumer Stadtteil kam wesentlich engagierter auf den Rasen zurück. Ärgerlich für die Dresdner, dass ausgerechnet eine Standartsituation zur Schlüsselszene der Partie wurde. Sven Lintjens zirkelte eine Ecke auf das Haupt von Werner Kempkens, der zum Tor des Tages einnicken konnte. Warum der Schütze so unbedrängt in Aktion treten durfte, wusste hinterher niemand. "Da hat einfach die Zuordnung gefehlt", meinte Thomas Hoßmang. Schließlich waren die Elbestädter gezwungen, ihr Defensivkonzept über Bord zu werfen und sich ein wenig öfter zum gegnerischen Strafraum zu orientieren. Das Unterfangen misslang indes vollends, weil aus dem Mittelfeld kaum Impulse kamen. Ronald Schmidt und Ronald Hamel rieben sich in ihren Defensivaufgaben auf, von Boris Lucic, der angeschlagen raus musste, Tino Wächtler und Nikica Maglica war wenig zu sehen. Die beiden Spitzen Milde und Hendryk Lau hatten zudem gegen die Wattenscheider Verteidiger Andreas Köster und Frank Bläker einen äußerst schweren Stand und konnten den Ball am Strafraum kaum einmal behaupten. Kein Wunder, dass Milde die einzige Chance für seine Farben nach dem Wechsel hatte. Der Mittelstürmer rutschte an einer Hereingabe von Hamel knapp vorbei. Als auch Hoßmang seinen Freistoß aus zwanzig Metern in die Wolken getreten hatte, war die DSC-Niederlage besiegelt. Trainer Hans-Jürgen Kreische gratulierte dem Gegner zum fast erreichten Klassenerhalt und beklagte, dass seine Spieler nicht an die ordentliche erste Halbzeit hatten anknüpfen können. An einen möglichen Abstieg verschwendete der Fußballlehrer indes keinen Gedanken: "Ich bin sicher, dass wir die nötigen Punkte noch holen werden". Die Aufgaben gegen Braunschweig und bei Tennis Borussia Berlin scheinen wenigstens lösbar.

35. Spieltag   Zuschauer: 32 533 - 3 615 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 17 - 1,89 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
19.05. Rot-Weiß Essen - Lüneburger SK  1 : 1 ( 0 : 1 ) 4 158   - - - -
19.05. SC Verl - VfB Lübeck  2 : 0 ( 1 : 0 ) 719   - - - -
18.05. SV 03 Babelsberg Potsdam - Fortuna Köln  0 : 0 ( 0 : 0 ) 5 000   - - - -
20.05. Preußen Münster - Erzgebirge Aue  2 : 0 ( 1 : 0 ) 4 380   - - - -
18.05. Fortuna Düsseldorf - Sachsen Leipzig 1 : 0 ( 0 : 0 ) 14 000   - - - -
20.05. Werder Bremen II - Berliner TC Borussia  2 : 1 ( 2 : 1 ) 450   - - - -
21.05. Borussia Dortmund II - Eintracht Braunschweig  2 : 1 ( 0 : 1 ) 438   - - - -
19.05. SV Wilhelmshaven - Wattenscheid 09 Bochum  2 : 2 ( 0 : 1 ) 1 000   - - - -
17.05. Dresdner SC - 1.FC Union Berlin  0 : 0 ( 0 : 0 ) 2 388   1:2 2:2 - -
      Zuschauer gesamt: 996 210 - 3 163 pro Spiel            
      Tore gesamt: 885 - 2,81 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         33   19   10    4  +  35    56-21       67
 2.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  34   17   11    6  +  14    53-39      62
 3.( 4) Preußen Münster           34   17    9    8  +  17    63-46       60
 4.( 3) Fortuna Köln              33   17    7    9  +  16    53-37       58
 5.( 5) VfB Lübeck                34   16    8   10  +  21    63-42       56
 6.( 6) Eintracht Braunschweig    33   13   10   10  +  17    52-35       49
 7.( 9) SC Verl                   33   13    9   11  +   5    45-40       48
 8.( 7) Erzgebirge Aue            33   14    6   13  -  10    35-45       48
 9.( 8) Krefelder FC Uerdingen    33   14    5   14  -   4    48-52       47
10.(10) Dresdner SC               33   12    9   12  -   3    36-39       45
11.(11) Wattenscheid 09 Bochum    33   11   10   12  -   2    61-63       43
12.(12) SV Wilhelmshaven          33   11   10   12  -   3    46-49       43
13.(13) Rot-Weiß Essen            33   12    7   14  -   9    41-50       43
14.(15) Fortuna Düsseldorf        33   13    3   17  -   2    45-47       42
15.(14) Sachsen Leipzig           33   10   10   13  -   2    37-39       40
16.(16) Werder Bremen II          33   10    9   14  -   6    44-50       39
17.(17) Lüneburger SK             33    9    5   19  -  19    48-67       32
18.(18) Borussia Dortmund II      33    5   11   17  -  21    30-51       26
19.(19) Berliner TC Borussia      33    6    3   24  -  44    29-73       21
 

Fortuna Düsseldorf - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Preußen Münster - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Dresdner SC - 1.FC Union Berlin im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 18.5.01: FC Sachsen „vor Riesenkulisse umgefallen“
Sachsen Leipzig hat sich mit einer schlechten Auswärtsleistung wieder in Schwierigkeiten gebracht. Vor 14.000 Zuschauern spielten die Leipziger seit der 37. Minute nur gegen zehn Düsseldorfer. Allerdings war der zahlenmäßige Vorteil bereits nach 61. Minuten eigentlich wieder dahin. Der eingewechselte Dragusha „glänzte“ mit vielen Fehlpässen und hatte an der insgesamt verdienten FCS-Niederlage durchaus seine Anteile.
Das Tor des Tages fiel nach einer Serie von Eckbällen, von denen Zedi eine per Kopf nutzte. Nach dem Tor zogen sich die Gastgeber völlig zurück und standen in der Abwehr absolut sicher. Die Leipziger dagegen drückten erst in den letzten zehn Minuten richtig. Dabei war das Mittelfeld ein Totalausfall. In der 83. Minute schafften es nach einem Freistoß vier Sachsen nicht, den Ball über die Torlinie zu drücken.
Sachsen-Trainer Raab sah die Riesenkulisse als spielentscheidend an. Vor der seien viele seiner Spiele umgefallen. Sie seien es offenbar nicht gewohnt, von derart vielen Fans ausgepfiffen zu werden. Jörg Berger, der das Spiel seines Ex-Assistenten Raab beobachtet hatte bilanzierte: „Sachsen Leipzig hat nach der Herausstellung des Düsseldorfers viel zu wenig riskiert“...
Leipziger Volkszeitung vom 21.5.01: FC Sachsen bleibt blass und steckt voll im Schlamassel
Nach 0:1 im Abstiegskampf sind Leutzscher auf Hilfe anderer angewiesen
Düsseldorf/Leipzig. Es bedurfte nicht erst des Wutausbruchs einiger Fans am Mannschaftsbus vor dem Düsseldorfer Rheinstadion, um den Aktiven den Ernst der Lage klar zu machen: Noch drei Spieltage haben die Sachsen-Kicker Gelegenheit, die schwache Vorstellung vom Freitag Abend vergessen zu lassen. "Ich bin enttäuscht, dass die Mannschaft so viel Nerven gezeigt hat. Hier zeigte sich deutlich auf wen man bauen kann, wenn es in der neuen Saison gilt, höhere Ziele anzugehen", meinte ein geknickter Trainer Jürgen Raab.
Das 0:1 tat Sachsen-Trainer Raab auch deshalb so weh, weil es seine Mannschaft in keiner Phase verstand, den Riesen-Vorteil für sich zu nutzen. Der bestand darin, dass die Leipziger fast eine Stunde lang nach Gelb/Rot gegen Miletic gegen zehn Düsseldorfer spielen konnten - gebracht hat es nichts. In keiner Phase war zu merken, dass dem Gegner ein Aktiver fehlte. Auch wenn der FC Sachsen minutenlang die Gastgeber einschnürte, es fehlte in der zweiten Hälfte einfach an Ideen und überraschenden Aktionen gegen die dichte Abwehr. Fortuna Düsseldorf - finanziell in Nöten - hatte mit tagelangen Appellen und vielen Freikarten dafür gesorgt, dass 14 000 Fans ihre Mannschaft nach vorn trieben. Minutenlang gellten Pfeifkonzerte durchs Stadion, als die Leipziger im Ballbesitz waren und so wenig zu Stande brachten. Drei Gelegenheiten durch Schmidt, Georgiev und Filipovic waren ziemlich dürftig in solch wichtiger Partie.
Bereits nach wenigen Minuten fragten sich die mitgereisten Fans, weshalb die Fortunen fast jedes Kopfball-Duell für sich entschieden. Schwerstarbeit vor allem für die Abwehr, Libero Härtel war hier noch der Beste. "Ich muss mich bei den Fans entschuldigen. Wir waren einfach nicht in der Lage, Chancen zu erarbeiten", meinte er. Gegen den Siegtreffer durch Zedi war auch Härtel machtlos. Der Torschütze kam eher als der heraus geeilte Torwart Twardzik an den Ball, so dass er einköpfen konnte. "Die Leipziger hätten mehr machen müssen", kritisierte auch Trainer Jörg Berger auf der Tribüne und Ex-Sachsen-Coach Volkan Uluc verstand nicht, dass nach dem Ausscheiden des schwachen Regisseurs Goshev keiner mehr Übersicht im Spiel nach vorn bewies.
Aus eigener Kraft kann es der FCSachsen nicht mehr schaffen, den Absturz in die Oberliga zu vermeiden. Die Leipziger sind auf Schützenhilfe anderer angewiesen. So auf Aue, das am kommenden Spieltag gegen Düsseldorf antritt. Das Restprogramm spricht für den FCSachsen, denn es gibt noch Duelle gegen Nachbarn aus der Abstiegszone (Bremen und Dortmund). Einer fehlt der Mannschaft im schweren Abstiegskampf: Bela Virag erhielt fünf Spieltage Sperre wegen Tätlichkeit in Babelsberg.
MDR-Online vom 20.5.01: Aue verliert in Münster
Erzgebirge Aue hat sein Auswärtsspiel bei Preußen Münster mit 0:2 verloren. In der ersten Halbzeit war Aue die klar spielbestimmende Mannschaft. Kirsten erzielte bereits in der fünften Minute ein Tor. Der Schiri gab aber Abseits. Münster kam nach einem Fehler von Pagels zur unverdienten Führung. Der Auer Spieler vertendelte nach einer Ecke den Ball, so dass Preußen mit einem Konter über drei Stationen den Ball ins Tor beförderte. Die zweite Hälfte verlief ohne große Höhepunkte. Pagels verfehlte mit einem 12-m-Schuss das Gehäuse nur knapp. Kurz vor Schluss konnte Castilla aus acht Metern ungehindert zum 2:0-Endstand einschiessen.
Freie Presse vom 21.5.01: Auer Mut zur Offensive bleibt ohne Lohn
Fußball-Regionalliga: FC Erzgebirge verliert beim SC Preußen Münster 0:2 (0:1)
Münster. Der FC Erzgebirge Aue konnte gestern beim SC Preußen Münster seine kleine Serie nicht halten. Nach vier Siegen und einem Unentschieden kassierten die Veilchen in der Fußball-Regionalliga eine Niederlage. Die Gastgeber haben dagegen nach dem 2:0-Erfolg den Aufstieg weiter selbst in der Hand. "Wir wollten die Flucht nach vorn antreten", erklärte FCE-Trainer Gerd Schädlich, der neben Kunze und Kirsten mit Pagels von Beginn an einen dritten Stürmer auflaufen ließ.
Die Gäste begannen auch wesentlich gefährlicher als der Tabellenvierte, konnten sich aber keine klaren Chancen erspielen. Im Gegenteil. Der erste Konter in der 18. Minute führte gleich zum 0:1 aus Sicht der Veilchen. Nach einer Ecke der Auer schnappte sich Lesniak den Ball, lief aus der eigenen Hälfte vor den gegnerischen Strafraum und flankte auf Hozjak, der das runde Leder vorbei an Kischko in die Maschen donnerte. Dieser Treffer kam den taktisch disziplinierten Gastgebern entgegen. Die Erzgebirger, bei denen vor dieser Partie auch noch die verletzten Tautenhahn, Popovic und Kurth ausfielen, blieben weiter gefährlich. Ein Freistoß von Grund konnte Stuckmann im letzten Moment zur Ecke lenken (29.). Auch in der 2. Halbzeit wirkten die Gäste optisch überlegen. Pagels zielte knapp am Pfosten vorbei (55.). Als die Schädlich-Elf in der Schlussphase ihre Angriffsbemühungen verstärkte, fing sie sich einen weiteren Treffer ein. Castilla setzte sich nach einem Konter im Strafraum durch und tauchte frei vor Kischko auf. Der Torhüter hatte gegen den Flachschuss keine Chance. "Unser Mut ist nicht belohnt wurden. Mit unserer Angriffsleistung bin ich nicht zufrieden", ärgerte sich Schädlich. Der couragierte Auftritt seines Teams blieb unbelohnt.
MDR-Online vom 17.5.01: Nullnummer in Dresden
Durch ein 0:0 gegen Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin ist der Klassenerhalt für den Dresdner SC näher gerückt. 
Schon in der zweiten Minute setzten die Dresdner mit einem Lattentreffer von Tino Wächtler ein deutliches Signal. Doch konnten die Sachsen aus ihren Feldvorteilen kein Kapital schlagen. Die vorsichtig agierenden Unioner taten nicht mehr als nötig, um einen Rückstand zu vermeiden. Durch Kapitän Steffen Menze hätte der DFB-Pokalfinalist sogar das 1:0 erzielen können. Doch sein Freistoß aus 22 Metern landete in der 39. Minute nur am Pfosten. Nach der Pause setzten beide Teams ihren Nichtangriffspakt fort. Die einzige Chance konnte Union verbuchen, Zechner vertändelte aber aus fünf Metern (73.). Der DSC kam nicht übers Mittelfeld. 
Im Vorfeld des Spiels wurde bekannt, dass sich Union mit seinem ehemaligen Manager Kosche außergerichtlich geeinigt haben soll. Das berichteten mehrere Berliner Zeitungen. Nach Präsident Heiner Bertram sollte Kosche zunächst im Nachwuchsbereich des Vereins tätig werden und somit weitere Erfahrungen sammeln.
Sächsische Zeitung vom 18.5.01: Null-Diät gegen Aufsteiger
Kreische-Schützlinge verlässt nach der Pause der Mut
Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Dieses Sprichwort traf gestern Abend auf Regionalligist Dresdner SC Fußball 98 zu. Vor 2 388 Zuschauern erreichten die Schützlinge von Hans Kreische gegen Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Union Berlin ein torloses Unentschieden. Von dem "unbedingten Siegeswillen", den der Trainer angekündigt hatte, war aber nach der Pause nichts mehr zu sehen. Die Angst vor einer Niederlage wog doch schwerer, und so zogen sich die Rot-Schwarzen ehrfürchtig zurück. Zwei missglückte Schussversuche von Lau (60.) und R. Schmidt (70.) blieben in der zweiten Halbzeit die einzigen Offensiv-Bemühungen.
Den etwa 600 Union-Fans war's egal. Sie brachten Party-Stimmung mit ins Harbig-Stadion. Nachdem die Berliner die zweite Liga sicher erreicht haben, fiebern sie dem DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04 entgegen. Trainer Georgi Wassilew probte schon die etwas defensiver ausgerichtete taktische Formation und bot mit Torjäger Teixeira (von Michael abgemeldet) und Durkovic nur zwei Spitzen auf. Tredup rückte ins Mittelfeld. Seine Spieler schienen jedoch nicht allzu heiß auf eine echte Generalprobe, sondern gingen den Zweikämpfen lieber aus dem Weg. Anders zunächst die Dresdner. Vor allem über Ratke als ideenreichen Antreiber bestimmten sie das Spiel. Schon in der zweiten Minute setzte Wächtler mit einem Heber auf die Latte das erste Achtungszeichen. Die Gäste ließen es erst nach 39 Minuten krachen: ein Menze-Freistoß aus 22 Metern an die Latte. In der zweiten Halbzeit waren sie aber dem Siegtreffer näher als die Platzherren. Zechner vergab die Riesenchance nach einem Fehler von DSC-Libero Hoßmang (73.). Trotz des Punktgewinns müssen die Dresdner weiter um den Klassenerhalt fürchten.

34. Spieltag   Zuschauer: 24 872 - 2 764 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 36 - 4,0 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
12.05. Sachsen Leipzig - Preußen Münster  2 : 0 ( 0 : 0 ) 4 106   - - - -
12.05. Erzgebirge Aue - SV 03 Babelsberg Potsdam  1 : 1 ( 0 : 1 ) 3 100   1:1 1:0 3:2 -
13.05. Krefelder FC Uerdingen - SC Verl  2 : 1 ( 2 : 1 ) 1 075   0:1 - - -
12.05. VfB Lübeck - Rot-Weiß Essen  4 : 1 ( 0 : 0 ) 1 800   - - - 3:2
12.05. Lüneburger SK - Dresdner SC  4 : 1 ( 1 : 0 ) 500   - - - -
12.05. 1.FC Union Berlin - SV Wilhelmshaven  5 : 0 ( 3 : 0 ) 6 923   - - - -
13.05. Wattenscheid 09 Bochum - Borussia Dortmund II  3 : 1 ( 2 : 0 ) 1 500   0:0 - - -
11.05. Eintracht Braunschweig - Werder Bremen II  1 : 2 ( 0 : 1 ) 4 967   1:1 4:2 3:2 2:0
11.05. Berliner TC Borussia - Fortuna Düsseldorf  1 : 6 ( 0 : 2 ) 901   - 1:1 - -
      Zuschauer gesamt: 963 677 - 3 149 pro Spiel            
      Tore gesamt: 868 - 2,84 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         32   19    9    4  +  35    56-21       66
 2.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  33   17   10    6  +  14    53-39       61
 3.( 4) Fortuna Köln              32   17    6    9  +  16    53-37       57
 4.( 3) Preußen Münster           33   16    9    8  +  15    61-46       57
 5.( 5) VfB Lübeck                33   16    8    9  +  23    63-40       56
 6.( 6) Eintracht Braunschweig    32   13   10    9  +  18    51-33       49
 7.( 7) Erzgebirge Aue            32   14    6   12  -   8    35-43       48
 8.(10) Krefelder FC Uerdingen    33   14    5   14  -   4    48-52       47
 9.( 8) SC Verl                   32   12    9   11  +   3    43-40       45
10.( 9) Dresdner SC               32   12    8   12  -   3    36-39       44
11.(13) Wattenscheid 09 Bochum    32   11    9   12  -   2    59-61       42
12.(11) SV Wilhelmshaven          32   11    9   12  -   3    44-47       42
13.(12) Rot-Weiß Essen            32   12    6   14  -   9    40-49       42
14.(14) Sachsen Leipzig           32   10   10   12  -   1    37-38       40
15.(15) Fortuna Düsseldorf        32   12    3   17  -   3    44-47       39
16.(16) Werder Bremen II          32    9    9   14  -   7    42-49       36
17.(17) Lüneburger SK             32    9    4   19  -  19    47-66       31
18.(18) Borussia Dortmund II      32    4   11   17  -  22    28-50       23
19.(19) Berliner TC Borussia      32    6    3   23  -  43    28-71       21
 

Sachsen Leipzig - Preußen Münster im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - SV 03 Babelsberg im Spiegel der Presse Lüneburger SK - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 12.5.01: Sachsen spielt Münster an die Wand
Mit einer spielerisch, wie kämpferisch überzeugenden Leistung hat sich der FC Sachsen Luft im Abstiegskampf gemacht. In der 1. Halbzeit sahen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor. Sachsen Leipzig überzeugte auf der ganzen Linie. Doch trotz sieben klaren Torchancen für die Leutzscher wollte das erlösende Führungstor nicht fallen. Allerding parierte Gästetorwart Stuckmann bei Schüssen von Härtel (7./11.), Rachwal und Lünsamnn glänzend. Die überfälligen Tore fielen spät. Zunächst verwandelte Schiemann einen Foulelfmeter, dann sorgte Putz (90.) unfreiwillig für die Entscheidung.
Leipziger Volkszeitung vom 14.5.01: "Fußballgott" Schiemann erlöst Leutzsch 
Starke Sachsen landen existenziell wichtigen 2:0-Heimsieg gegen Münster
Sie rannten sich einen Wolf, spielten den Gästen Wendeltreppen in den Hals, hätten nach einer Stunde 3:0 führen müssen, 4:0, 5:0 oder auch 6:0 führen können. Weil es zwischen grandiosen Sachsen und matten Preußen aber torlos stand und die Leutzscher Beine schwerer wurden, mussten frische Kräfte her. Andy Schiemann und Alex Grebenoshko kamen - und mit ihnen Minute 83 ... 
In der wird Grebenoshko von Küsters gelegt, Elfmeter. Bei Energie Cottbus musste jüngst Keeper Piplica ran, die Kollegen hatten die Hosen voll. Ausgang bekannt. Im Kunze-Park war das anders. Schiemann schnappte sich den Ball, zog nochmal die Stutzen über die mächtigen Waden und lief an. Entschlossenheit pur. "Und dann", erzählte Coach Jürgen Raab, "hat der Andreas den Ball eben reingemacht".
Was für ein Untertreibung! Der Andreas, seines Zeichens "Fußballgott", hat den Ball reingezimmert, reingejagt, reingedroschen. Vollspann, in den rechten oberen Giebel. "Ick schieß die Dinger immer so", berichtete Schiemann nach seinem 7. Saisontor. "Ich glaub', der war unhaltbar", witzelte Torhüter Thorsten Stuckmann, der froh sein durfte, diesen Böller nicht an den Schädel oder sonstwohin bekommen zu haben. Glück hatte der lange Schlaks auch, als ihn ein 10 Zentimeter langes Eisenrohr nur knapp verfehlte. Stuckmann brachte das aus dem Leutzscher Fanblock geschleuderte Corpus Delicti dem Linienrichter. Keine Reaktion. Stuckmanns Gruß an den Werfer: "Asozial!"
Zurück zum Spiel. Nach dem 2:0 durch ein kurioses Eigentor - Putz hatte einen Rückpass auf das vom Keeper verlassene Tor gespielt - lag sich ganz Leutzsch in den Armen. Die beste Saisonleistung war zurecht belohnt worden. "Wir haben gefightet von der ersten bis zur letzten Minute", freute sich Jürgen Raab, "das war stark." Gästetrainer Stefan Grädler sprach von einem "hochverdienten Sieg", hatte allerdings einen Knick in der Optik des Schiedsrichters ausgemacht. "Uns wurde ein klarer Handelfmeter verweigert." Richtig beobachtet. "Das war ein Elfer", räumte Sünder Chris Höche seinen Aussetzer aus der 71. Minute ein. "Ich weiß auch nicht, warum ihn der Schiri nicht gegeben hat."
Pech, Unvermögen und Herr Stuckmann stellten die Sachsen-Fans auf eine harte Probe, Raabs Mannen produzierten und vergaben Chancen en masse. Kostproben: Jens Härtel mit links, Stuckmann fliegt (10.). Bobby Georgiev flankt, Mike Lünsmann und Carsten Klee grätschen vorbei (11.). Lünsmann scheitert frei am Torhüter (34.), Goshev am Referee, der die Vorteilsregel zu Ungunsten des FCS auslegt (55.). In diesem Stil ging es weiter - dann verursachte der Fußballgott irdische Glücksgefühle. Empfehlung von Stadionsprecher Uwe Loll: "Heute sollten wir alle einen trinken."
MDR-Online vom 12.5.01: Punkteteilung nach gutem Spiel
Durch ein schönes Kirsten-Tor hat Erzgebirge Aue dem Tabellen-Zweiten ein Unentschieden abgerungen. Die Gäste begannen wie die Feuerwehr. Aues Torwart Kischko musste bei einem Direktschuss von Röver (4.) sein ganzes Können zeigen. Ab der 20. Minute wurde Aue stärker und hatte bei zwei Kunze-Kopfbällen Pech. Als Boban aus 25 Metern abzog, hatten die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite durch Küntzel. Völlig überrascht wurde Gästetorwart Kunze von einem Drehschuss aus 10 Metern durch den eingewechselten Kirsten.
Freie Presse vom 14.5.01: Balsam für Kirsten’s Seele
Fußball-Regionalliga: FC Erzgebirge Aue trennt sich von SV Babelsberg 1:1 (0:1)
Aue. Er kam, sah und siegte: Jörg „Jockel“ Kirsten. Als im weiten Rund des Erzgebirgsstadions kaum noch einer an den Ausgleich glaubte, tauchte der 33-Jährige im Babelsberger Strafraum auf und knallte nach einer Flanke von Matthias Heidrich das Leder unhaltbar in die Maschen. „Dieser Treffer ist Balsam für die Seele und Lohn für meine guten Trainingsleistungen. Es tut weh, wenn man auf der Bank sitzen muss“, gestand der einstige Auer Torjäger.
Mit dem leistungsgerechten 1:1 (0:1) konnte der FCE am Ende ebenso gut leben wie die Gäste. Die Veilchen blieben in der Fußball-Regionalliga zum fünften Mal in Folge unbesiegt. Babelsberg hat im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga dank der 0:2-Niederlage von Preußen Münster in Leipzig nach wie vor alle Trümpfe selbst in der Hand. Am Samstag allerdings bekleckerten sich die Gäste – zumindest in der Offensive – nicht mit Ruhm. Zwei Chancen, ein Tor reichten dennoch zum Punktgewinn. „Das zeichnet eine Klassemannschaft eben aus“, lobte auch FCE-Trainer Gerd Schädlich die effektive Spielweise des Tabellenzweiten. Dieser hätte in der 3. Minute bereits in Führung gehen können. Roman Müller schlug im Zweikampf gegen Mentor Miftari über den Ball, der Ex-Auer passte maßgerecht auf Enrico Röver, dessen Schuss Maik Kischko mit einer Glanzparade über die Latte lenkte.
Fünf Minuten später lag den 3100 Zuschauern der Torschrei auf den Lippen, als Maik Kunze völlig frei zum Kopfball kam, das runde Leder aus 6 Metern aber am rechten Pfosten vorbei zirkelte. In der 26. Minute war es erneut Kunze mit einem Kopfball, der für Gefahr sorgte. Doch dieses Mal rettete der Namensvetter im SVB-Tor ebenso wie bei einem Grund-Freistoß acht Minuten später. „Wir waren in der Offensive nicht so gut, hatten vor allem im zentralen Bereich zu viele Ballverluste“, bemängelte Gäste-Coach Herman Andreev. Einzige Ausnahme: die 39. Minute. Marco Küntzel ließ seinen Gegenspieler Murat Jasarevic aussteigen, umspielte Kischko und schob zum 1:0 für Babelsberg ein. 
In der zweiten Halbzeit stürmte nur noch Aue. Kunze besaß eine weitere Großchance. Doch dessen Schuss hielt Kunze sicher (56.). In der 72. Minute rettete Björn Laars in letzter Sekunde gegen den frei durchgelaufenen Marian Pagels. Sechs Minuten später erzielte der eingewechselte Kirsten den verdienten Ausgleich. Kurz vor dem Ende musste der SVB-Keeper erneut sein ganzes Können aufbieten. Nach einem Schuss von Kunze rettete er mit einer Fußabwehr das 1:1. Kunze konnte Kunze an diesem Tag einfach nicht bezwingen.
„Ich bin froh, dass wir den unverdienten Rückstand noch korrigieren konnten. Wir können mit dem 1:1 zufrieden sein. Das Ergebnis passt auch ganz gut in unsere Überlegungen für das Sachsenpokalfinale“, dachte Schädlich unmittelbar nach der Partie bereits an den kommenden Mittwochabend in Zwickau.
MDR-Online vom 12.5.01: Dresden geht in Lüneburg unter
Mit einer katastrophalen Abwehrleistung präsentierte sich der Dresdner SC in Lüneburg und unterlag verdient. Das Tore schießen begann bereits in der 13. Minute, als Baich einen groben Stockfehler von Hoßmang nutzte. In der Folge entwickelte sich eine interessante Begegnung mit Vorteilen für die Gastgeber. In Halbzeit zwei erhöhten die Norddeutschen durch Scharping (2x) und wieder Baich auf 4:0. Dabei profitierten sie erneut von einer sorglosen Abwehr der Sachsen. Der Ehrentreffer gelang Ratke kurz vor dem Spielende durch einen Fernschuss.

33. Spieltag   Zuschauer: 21 180 - 2 353 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 23 - 2,56 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
05.05. SV Wilhelmshaven - Lüneburger SK  1 : 0 ( 0 : 0 ) 600   0:3 3:2 - 0:2
05.05. Dresdner SC - VfB Lübeck  1 : 1 ( 0 : 0 ) 1 004   - - - -
05.05. Fortuna Köln - Erzgebirge Aue  1 : 2 ( 1 : 1 ) 786   - - - -
05.05. SV 03 Babelsberg Potsdam - Sachsen Leipzig  3 : 1 ( 1 : 1 ) 2 499   2:0 1:2 1:0 -
06.05. Preußen Münster - Berliner TC Borussia  5 : 2 ( 1 : 1 ) 4 650   - - - -
04.05. Fortuna Düsseldorf - Eintracht Braunschweig  1 : 0 ( 1 : 0 ) 5 700   - - - -
05.05. Werder Bremen II - Wattenscheid 09 Bochum  0 : 0 ( 0 : 0 ) 400   - - - -
05.05. Borussia Dortmund II - 1.FC Union Berlin  0 : 2 ( 0 : 2 ) 629   - - - -
04.05. Rot-Weiß Essen - Krefelder FC Uerdingen  3 : 0 ( 2 : 0 ) 4 912   1:0 - - 1:2
      Zuschauer gesamt: 938 805 - 3 161 pro Spiel            
      Tore gesamt: 832 - 2,8 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         31   18    9    4  +  30    51-21       63
 2.( 3) SV 03 Babelsberg Potsdam  32   17    9    6  +  14    52-38       60
 3.( 4) Preußen Münster           32   16    9    7  +  17    61-44       57
 4.( 2) Fortuna Köln              32   17    6    9  +  16    53-37       57
 5.( 5) VfB Lübeck                32   15    8    9  +  20    59-39       53
 6.( 6) Eintracht Braunschweig    31   13   10    8  +  19    50-31       49
 7.( 8) Erzgebirge Aue            31   14    5   12  -   8    34-42       47
 8.( 7) SC Verl                   31   12    9   10  +   4    42-38       45
 9.(10) Dresdner SC               31   12    8   11      0    35-35       44
10.( 9) Krefelder FC Uerdingen    32   13    5   14  -   5    46-51       44
11.(11) SV Wilhelmshaven          31   11    9   11  +   2    44-42       42
12.(12) Rot-Weiß Essen            31   12    6   13  -   6    39-45       42
13.(13) Wattenscheid 09 Bochum    31   10    9   12  -   4    56-60       39
14.(14) Sachsen Leipzig           31    9   10   12  -   3    35-38       37
15.(15) Fortuna Düsseldorf        31   11    3   17  -   8    38-46       36
16.(16) Werder Bremen II          31    8    9   14  -   8    40-48       33
17.(17) Lüneburger SK             31    8    4   19  -  22    43-65       28
18.(18) Borussia Dortmund II      31    4   11   16  -  20    27-47       23
19.(19) Berliner TC Borussia      31    6    3   22  -  38    27-65       21
 

SV 03 Babelsberg - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Fortuna Köln - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Dresdner SC - VfB Lübeck im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 5.5.01: FC Sachsen verliert unglücklich beim SVB
Trotz einer couragierten Leistung hat der FC Sachsen beim Aufstiegsanwärter Babelsberg mit 1:3 verloren. In einer gutklassigen Partie sorgte Klee mit einem abgefälschten 20-m-Schuss für die schnelle Gästeführung, Gatti glich per Kopf kurz darauf aus. Danach verteiltes Spiel mit leichten Vorteilen für die Leutzscher, die erstmals vom neuen Trainer Raab betreut wurden. Nach dem Wechsel machte dann überraschend der weiterhin abstiegsgefährdete FC Sachsen das Spiel. Die Brandenburger beschränkten sich auf Konter und diese Taktik ging auf. Nach einem Stellungsfehler von Sachsen-Libero Härtel traf Küntzel zur Führung. Doch die Gäste blieben bis zu einer umstrittenen roten Karte für Virag am Drücker. Erst das 3:1 für Babelsberg sorgte dann für das endgültige K.o.
Leipziger Volkszeitung vom 7.5.01: Leutzscher Fußballer halten mit, gehen aber leer aus
1:3 in Babelsberg vergrößert Abstiegsnöte / Klee trifft, Virag sieht wieder Rot
Eine schnelle Führung ist ganz was Feines. Macht Fußballerköpfe frei, leichtfüßig und so was von tatendurstig. Im günstigsten Fall folgt das zweite Tor, das dritte, der Sieg, ein Lauf. Manchmal aber auch diese Erkenntnis: "Wir haben viel zu früh den Ausgleich kassiert ..."
"Und dann", dozierte der neue Sachsen-Coach Jürgen Raab nach dem 1:3 (1:1) beim SVBabelsberg. "Ja, dann verliert man so ein Spiel noch." Das durch Carsten Klees abgefälschten 20-Meter-Schuss ausgelöste Leutzscher Wohlbefinden im Karl-Liebknecht-Stadion dauerte drei Minuten, dann egalisierte Martino Gatti (5.). Raab:"Danach haben wir aber immer wieder nach vorne gespielt." Getroffen haben vor knapp 2500 Zuschauern nur noch die Gastgeber, Marco Küntzel (61.) und Enrico Röver (88.) schossen den SV Babelsberg auf Aufstiegsplatz zwei.
"Kompliment an meine Mannschaft, Kompliment an den Gegner. Leipzig hat alles probiert, bei uns zu gewinnen", meinte SVB-Coach Germann Andreev. Auf die Frage, wie weit die Zweite Liga jetzt noch entfernt sei, ließ der 33-jährige Russe wissen: "Vier Spiele, es sind vier Spiele."
Einmal mehr muss der FC Sachsen ran. Der Kampf um den Klassenerhalt findet vermutlich ohne Verteidiger Bela Virag statt. Der Ungar ließ sich von Björn Laars zu einem Kopfstoß provozieren, sah Rot (78.). Laars kam mit einer Verwarnung davon. "Langsam zweifle ich, ob Bela überhaupt zu belehren ist", ärgerte sich FCS-Manager Gerd Achterberg nach der x-ten Tätlichkeit des 24-Jährigen.
"Solche Dinge können wir uns nicht erlauben", ergänzte der Trainer. "Das wird Konsequenzen haben." Virags Vertrag läuft aus. Und Rote Karten sind keine gute Karten ... Gegen Preußen Münster (Sonnabend, 14 Uhr) dürfte Alexander Grebenoshko in die Startformation zurückkehren. Der Ukrainer war durch das Taktiksieb des Coaches gerutscht. "Ein Härtefall."
Gut gespielt und gekämpft hatten die Sachsenprofis in dieser Regionalliga-Saison höchst selten. Bitter, dass die eindrucksvollste Auswärtsleistung (bester Mann auf dem Platz: Borislav Georgiev!) ohne Punkte blieb. "Das Mittelfeld ist nachgerückt, wir hingen nicht mehr in der Luft", stellte Stürmer Mike Lünsmann treffend fest. "Das sah doch richtig nach Fußball aus, endlich hatten wir auch auswärts Chancen."
Raab: "Wir steigen nicht ab"
Übungsleiter Jürgen Raab, 42, lobte Engagement und Lernfähigkeit seiner Fußballer: "Wir haben uns über 90 Minuten gut präsentiert. Es wurden überraschend viele Dinge umgesetzt, die wir geübt und angesprochen hatten." Finale Botschaft an die grün-weiße Fangemeinde: "Diese Mannschaft steigt nicht ab. Dazu haben wir zu viel Potenzial."
MDR-Online vom 5.5.01: Aue überrascht Favorit Fortuna Köln
Vor allem dank einer kämpferisch starken zweiten Halbzeit hat der FC Aue bei Fortuna Köln einen Sieg gefeiert. In Unterzahl gelang den Erzgebirglern ein 2:1-Sieg beim Aufstiegsaspiranten Fortuna Köln. In der ersten Hälfte dominierten die Abwehrreihen, Köln war optisch überlegen. Die wenigen gefährlichen Torraumszenen führten zu Toren: Aues Keeper Böhme konnte nach acht Minuten einen scharfen Ball nicht festhalten, im Nachschuss traf Schuchardt zur Führung. Nach einer halben Stunde verwertete Kunze einen Müller-Freistoß per Kopf zum etwas schmeichelhaften Ausgleich. Knackpunkt der Partie war eine Notbremse von Böhme kurz vor der Pause. Der Auer Keeper musste mit Rot vom Platz, doch der Schieri gab zudem Elfmeter, obwohl das Foul klar vor dem Strafraum passierte. Den ersten Versuch setzte dann Antwerpen in die Maschen. Der Strafstoß wurde jedoch wiederholt, weil sich ein Kölner zu früh bewegt hatte. Kischko hielt dann im 2. Versuch. Mit viel Moral spielte Aue in der 2. Hälfte auf, Salomo gelang mit einem tollen Seitfallzieher nach einer Flanke von Heidrich der verdiente Siegtreffer.
MDR-Online vom 5.5.01: Für DSC war gegen Lübeck Sieg drin
Der Dresdner SC hat beim 1:1 gegen den VfB Lübeck einen möglichen Sieg vergeben. In der ersten Halbzeit konnten die Gäste dank einer starken Abwehr die Partie noch offen gestalten. Die beste Chance vergab für den DSC Beuchel, der nur den Pfosten traf. Nach der Pause war Dresden dann die klar bessere Elf, doch den Gästen gelang überraschend die Führung. Für den DSC reichte es dann durch den eingewechselten Ratke nur zum hochverdienten 1:1. Torwart Schäfer rettete dem VfB Lübeck mit Glanzparaden u.a. gegen Milde (51./76.) wenigstens einen Punkt.
Sächsische Zeitung vom 7.5.01: Ratke meldet sich zurück 
1:1-Remis gegen VfB Lübeck / Manager Waschke zu Lizenz-Bedingungen: "Die Zeit wird knapp" 
Der Dresdner SC Fußball 98 und Lübeck trennten sich im Steyer-Stadion vor 1 004 zahlenden Zuschauern 1:1. Sven Ratke feierte nach Verletzungspause ein gelungenes Comeback. Vier Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er den Ausgleich.
Nicht nur DSC-Geschäftsführer Michael Krämer sprach vor dem Anpfiff von einem Spiel um die "Goldene Ananas". Zumindest im ersten Abschnitt taten sich beide Mannschaften dann auch nicht weh. 
DIE 1. HALBZEIT 
Sommerfußball im Dauer-Regen. Bis auf die stürmische Anfangsphase mit Chance für Lübeck (Ramazan Yildirim) und kurz darauf für Dresden (Rene Beuchel/Pfosten) passierte nicht viel. Beide Abwehrreihen um die souverän aufspielenden Liberos Thomas Hoßmang und Markus Kullig (in der kommenden Saison in Kaiserslautern) hatten das Geschehen im Griff.
DIE 2. HALBZEIT 
Hier spielte fast nur noch der DSC. Die Gastgeber erhöhten den Druck, verzeichneten unmittelbar nach dem Seitenwechsel gute Möglichkeiten (Rocco Milde, Andreas Diebitz). Das 1:0 aber fiel auf der Gegenseite. Vidmantas Vysniauskas bestrafte die einzige Unaufmerksamkeit der DSC-Deckung mit einem Kopfball-Treffer (61.). Während sich die Lübecker danach weit zurückzogen, hielt die Dresdner Sturm- und Drangphase weiter an. Der eingewechselte Sven Ratke traf nach Vorarbeit von Thomas Hoßmang zum Ausgleich und verpasste wenig später per Kopf den Siegtreffer (77.). 
DIE TRAINER 
"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gegen einen Aufstiegskandidaten das Spiel bestimmt und sich in der zweiten Halbzeit viele Chancen erarbeitet. Leider konnten wir nur eine nutzen", resümierte DSC-Trainer Hans-Jürgen Kreische. Sein Lübecker Kollege Dieter Hecking hatte "ein schwaches Regionalliga-Spiel" gesehen. Bei ihm war die Verärgerung unüberhörbar: "Wir haben um das 1:1 gebettelt. Ohne Initiative nach vorn haben wir nur noch reagiert. Das musste schiefgehen." VERHANDLUNGEN 
"Ich gehe davon aus, dass Thomas Hoßmang auch in den nächsten zwei Serien für den DSC spielt", sagt Manager Chris Waschke, der diese Woche eine Einigung mit dem Kapitän erwartet. Zu den Gerüchten um neue Spieler (Zöphel, Jesse usw.) antwortete er knapp: "Wir müssen Personalkosten senken und nicht erhöhen." Dies ist eine von vier Bedingungen, die der DSC bis zum 12. Juni erfüllen muss, um vom Deutschen Fußball-Bund die Drittliga-Lizenz mit Auflagen zu erhalten. 
DIE LIZENZ 
Eine Bedingung haben die Dresdner erfüllt: Der Vergleich mit Ex-Hauptsponsor Minerva ist über die Bühne. Der bisherige Co-Hauptsponsor Esag ist nun am Zug. "Beide Seiten sind sich einig, dass diese Zusammenarbeit lange anhalten soll", sagt Chris Waschke. Dennoch verweist der Manager auf den gewaltigen Zeitdruck: "In fünf Wochen müssen wir alle Bedingungen erfüllt haben, sonst gibt es keine Lizenz und in Dresden keinen Regionalliga-Fußball mehr. Wir müssen Transfererlöse erzielen, Werbe- und Sponsorenverträge abschließen und eine Kaution bzw. Bankbürgschaft beim DFB hinterlegen. Niemand kann erwarten, dass dafür immer wieder Präsident Thomas Dathe in die Bresche springt. Wirtschaft, Banken und alle, die irgendwann mal wieder Bundesliga-Fußball in Dresden sehen wollen, sind gefordert. Wir müssen schnellstmöglich an einen Tisch und Nägel mit Köpfen machen. Der 12. Juni lässt uns keine Zeit."

29.04. 1.FC Union Berlin - Rot-Weiß Essen  -  Vorgezogenes Spiel vom 36.Spieltag
28.04. Eintracht Braunschweig - Wattenscheid 09 Bochum  -   Nachholespiel vom 25.Spieltag
32. Spieltag   Zuschauer: 27 584 - 3 065 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 22 - 2,44 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
21.04. Eintracht Braunschweig - Preußen Münster  2 : 1 ( 1 : 1 ) 7 273   - - - -
21.04. Berliner TC Borussia - SV 03 Babelsberg Potsdam  0 : 1 ( 0 : 1 ) 1 643   - - 4:0 -
21.04. Sachsen Leipzig - Fortuna Köln  1 : 1 ( 0 : 0 ) 3 554   - - - -
21.04. SC Verl - Rot-Weiß Essen  2 : 0 ( 1 : 0 ) 1 649   1:1 - 5:4 -
21.04. Krefelder FC Uerdingen - Dresdner SC  0 : 1 ( 0 : 0 ) 1 740   - - - -
21.04. VfB Lübeck - SV Wilhelmshaven  3 : 2 ( 2 : 0 ) 2 000   0:3 5:1 1:1 -
21.04. Lüneburger SK - Borussia Dortmund II  3 : 1 ( 1 : 1 ) 1 000   - - - -
21.04. 1.FC Union Berlin - Werder Bremen II  1 : 0 ( 1 : 0 ) 5 549   - - - -
21.04. Wattenscheid 09 Bochum - Fortuna Düsseldorf  1 : 2 ( 0 : 2 ) 3 176   0:1 2:0 4:0 -
      Zuschauer gesamt: 917 625 - 3 186 pro Spiel            
      Tore gesamt: 809 - 2,81 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         30   17    9    4  +  28    49-21       60
 2.( 2) Fortuna Köln              31   17    6    8  +  17    52-35       57
 3.( 4) SV 03 Babelsberg Potsdam  31   16    9    6  +  12    49-37       57
 4.( 3) Preußen Münster           31   15    9    7  +  14    56-42       54
 5.( 5) VfB Lübeck                31   15    7    9  +  20    58-38       52
 6.( 6) Eintracht Braunschweig    30   13   10    7  +  20    50-30       49
 7.( 9) SC Verl                   31   12    9   10  +   4    42-38       45
 8.( 7) Krefelder FC Uerdingen    31   13    5   13  -   2    46-48       44
 9.( 8) Erzgebirge Aue            30   13    5   12  -   9    32-41       44
10.(10) Dresdner SC               30   12    7   11      0    34-34       43
11.(11) SV Wilhelmshaven          30   10    9   11  +   1    43-42       39
12.(12) Rot-Weiß Essen            30   11    6   13  -   9    36-45       39
13.(13) Wattenscheid 09 Bochum    30   10    8   12  -   4    56-60       38
14.(14) Sachsen Leipzig           30    9   10   11  -   1    34-35       37
15.(16) Fortuna Düsseldorf        30   10    3   17  -   9    37-46       33
16.(15) Werder Bremen II          30    8    8   14  -   8    40-48       32
17.(17) Lüneburger SK             30    8    4   18  -  21    43-64       28
18.(18) Borussia Dortmund II      30    4   11   15  -  18    27-45       23
19.(19) Berliner TC Borussia      30    6    3   21  -  35    25-60       21
 

Sachsen Leipzig - Fortuna Köln im Spiegel der Presse KFC Uerdingen - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 21.4.01: Sachsen ertrotzen gerechtes Unentschieden
Im Spiel gegen die Fortuna aus Köln gelang dem FC Sachsen Leipzig ein verdientes Unentschieden. In einer kampfbetonten Partie sahen die Zuschauer zunächst eine Stark konternte Gäste-Mannschaft. Die Gastgeber waren nur bei zwei direkt getretenen Eckbällen gefährlich. Für Köln scheiterte Schuchardt mit einem Schuss aus 16 Metern am gut aufgelegten Twardzik. In der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeber stärker. Über den Kampf kamen die Leipziger immer besser ins Spiel. 
Bereits in der 64. Minute hatten die 3554 Fans den Torschrei auf den Lippen. Doch der Kopfball von Klee ging knapp übers Tor. Dann in der 72. Minute die überraschende Führung für die Fortuna. Nach langem Pass von Ritter vollendete der eingewechselte Sümnich. Nur drei Minuten später gelang der verdiente Ausgleich durch Grebenoshko. Nach schönem Doppelpass mit Klee schoss er unhaltbar aus 16 Metern ein.
Die Partie wurde fortan härter. In der 77. Minute vergab Filipovic, von dem noch zu reden sein wird, eine Großchance. Sein Flachschuss wurde vom gut haltenden Gästetorwart abgewehrt. Nach vielen Unsportlichkeiten auf beiden Seiten musste Fillipovic in der 90. Minute vorzeitig vom Platz. Nach wiederholtem Foulspiel sah er Gelb-Rot. Alles in allem ein wichtiger Punkt für die Leutzscher gegen den Abstieg. Fortuna Köln kann in Sachsen auch diesmal nicht gewinnen und muss um seinen Aufstiegsplatz bangen.
Leipziger Volkszeitung vom 23.4.01: Sachsen wacht spät, aber nicht zu spät auf - 1:1 gegen Köln
Andy Schiemann sorgt für Stimmung, Alex Grebenoshko für den Ausgleich
Leipzig. Der FC Sachsen sah gegen Fortuna Köln alt aus, machte fast alles falsch, was man falsch machen kann -und lag 0:1 zurück, nur 0:1. Einschätzung neutraler Beobachter: So läuft's eben, wenn der Dreizehnte gegen den Zweiten spielt. So lief's 72. Minuten, dann kamen Andy Schiemann und die Wende. "Schimmi" grätschte, provozierte, gewann Zweikämpfe, küsste so Kollegen und Publikum wach. Der 32-Jährige:"Der Coach hätte mich früher bringen müssen, dann hätten wir gewonnen." Nach Alexander Grebenoshkos 1:1 (75.) hatte Schiemann höchstselbst den Sieg auf dem Fuß, sein Schuss landete auf dem Tordach (84.).
"Die haben gegen Ende unglaublich Druck gemacht", stöhnte Fortuna-Coach Peter Vollmann. "Mit dem Punkt können wir leben." Hristo Bonev stellte das Remis in diesen Kontext: "Köln war die beste Mannschaft, die hier gespielt hat."70 schwache Sachsen-Minuten erklärte der Leutzscher Trainer mit "großen Problemen im Mittelfeld. Köln war da flexibler als wir."Auch weil sich Regisseur Vlatko Goshev früh aus dem Konzept brachte. "Es kotzt mich an", kommentierte Libero Jens Härtel die Ballverluste des selbstverliebten Kollegen. Leipzigs Offensivbemühungen waren einfachster Machart. Pass auf Stürmer Mike Lünsmann oder Stürmer Carsten Klee, Rückpass ins Mittelfeld, Pass auf Stürmer Mike Lünsmann oder Stürmer Carsten Klee ...
Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier elf Fußballer erstmals zusammenspielen, sich zwar angestrengt suchen, aber ums Verr ... nicht finden. Also legten die Gäste den Vorwärtsgang ein, irgendwo muss man ja hin mit dem Bewegungsdrang. Dass es zur Halbzeit 0:0 stand hatte drei Gründe: Kölner Pech, Kölner Unvermögen und Ren? Twardzik. Der Keeper hielt wie schon in Aue klasse und seinem Team die Option Punktgewinn(e) offen.
Halbzeit zwei begann, wie die erste endete. Köln spielte, Leipzig rannte. Übrigens selbst dem hornalten Halbinvaliden Hans Jörg Schneider vergebens hinterher. Der 35-Jährige Abwehrmann spielt seit Monaten ohne Kreuzband im rechten Knie, wunderte sich, "dass heute an mir keiner vorbeigerannt ist". Die beste Kölner Chance vergab Schneiders Kollege Frank Döpper (55.), der auf Einladung Bela Virags aus vier Metern in Twardziks Arme köpfelte.
Beim 1:0 für die Fortuna stand ganz Leutzsch Spalier, Torsten Sümnich bedankte sich (72.). Der Rest vom Fest ist bis auf ein Detail bekannt. Nach Grebenoshkos erstem Saisontor fliegt Almir Filipovic mit gestrecktem Bein in einen Gegner und vom Platz - Gelb-Rot (90.). Unnötig beschreibt diese Aktion nur unzureichend.
MDR-Online vom 21.4.01: Dresdner SC gewinnt schwaches Spiel
In einer besonders in der zweiten Halbzeit schwachen Partie konnten die Sachsen drei wichtige Punkte aus der Grotenburg-Stadion entführen. Boris Lucic war mit seinem Tor in der 55. Minute der Mann des Tages.
Das Spiel begann in der ersten Halbzeit recht lebhaft. Dabei zeigten sich die Dresdner überraschend stark, und hatten auch die ersten Großchancen. In der 12. Minute Schoss der stark spielende Schmidt aus 18 Metern an den Pfosten. Auch in der Folgezeit waren die Sachsen das bessere Team. Uerdingens Trainer musste noch zweimal eingreifen bei Chancen von Boden (15.) und Schmidt (25.) Die Gastgeber brachten nichts zustande. Die einzige Chance der ersten Hälfte resultierte aus einem Abwehrfehler. Doch Torwart Weidner, der zu den Besten gehörte, parrierte glänzend.
In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel. Die Dresdner beschränkten sich nach dem 1:0 auf die Verteidigung des Ergebnisses. Den Krefeldern fiel im Angriff nichts ein. Dennoch wäre in der 85. Minute beinahe der Ausgleich gefallen. Doch Weidner klärte in großem Stil gegen den freistehenden Igwilo.
Sächsische Zeitung vom 23.4.01: Oldies entscheiden die Partie
Kreische-Elf entledigt sich mit Auswärtssieg gegen schwache Uerdinger aller Abstiegssorgen
Der Dresdner SC behielt seine weiße Weste gegen den KFC Uerdingen. Dem souveränen 4:1-Heimsieg vom Oktober vorigen Jahres ließen die Kreische-Schützlinge ein makelloses 1:0 im Krefelder Grotenburg-Stadion folgen. Dabei hatten sich die Sachsen "nur" vorgenommen, einen Punkt mit nach Hause zu bringen.
Der auch für Spieler und Trainer etwas überraschende vierte Auswärtserfolg brachte den DSC am Sonnabend bis auf zwei Punkte an sein Saisonziel - angepeilt waren 45 Zähler - heran, so dass jetzt auch "nach unten" keine Gefahr mehr besteht.
Makellos dieses 1:0 - damit ist die Tatsache gemeint, dass der DSC über weite Strecken Herr im Haus des Gegners war, dass er eine abgerundete Mannschaftsleistung ablieferte und zu einem vollauf verdienten Sieg kam. Auch die immer wieder über dem Platz ihre Kreise ziehenden Fischreiher vom unmittelbar benachbarten Zoo schienen ihre Freude am Auftritt der schwarz-rot-gestreiften "Zebras" aus der fernen Landeshauptstadt zu haben. DSC-Trainer Hans-Jürgen Kreische war beeindruckt von der "großen Einsatz- und Lauffreude" seiner Jungs "besonders in der ersten Halbzeit, als wir die Uerdinger auch spielerisch in Schach gehalten haben". Er relativierte den Erfolg etwas, in dem er konstatierte, bei den Krefeldern sei "wohl die Luft raus", doch zollte er seinem Team verbalen Beifall. Einzige Anmerkung: "Unser altes Lied, die Chancenverwertung..."
Tatsächlich hätte der DSC höher gewinnen können. In der 12. Minute traf Thomas Schmidt nur das Lattenkreuz, drei Minuten später scheiterte Thomas Boden an Torwart Wächter. Nach 25 Minuten ereilte erneut Thomas Schmidt das gleiche "Missgeschick" und Boris Lucic vergab nach herrlichem Steilpass ziemlich kläglich (29.). Trotzdem wurde Lucic zum Matchwinner: Elf Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte er nach einem Konter über Nikica Maglica mit seinem zweiten Saisontreffer das Tor des Tages.
Danach steckten die Dresdner, die wieder auf acht Akteure verzichten mussten, keineswegs zurück. Sie suchten weiter ihre Chance, was sie sehr besonnen und mit viel Geduld taten. Im schnörkellosen Spiel der Gäste leistete vor allem Andreas Diebitz ein enormes Laufpensum. Die schwachen Uerdinger erlaubten es ihm immer wieder, die defensive Mittelfeldposition aufzugeben und sich in das Angriffsspiel einzuschalten. "Wenn unsere letzten Pässe noch besser gekommen wären, hätten wir hier 3:0 gewinnen können", traf Diebitz den Nagel auf den Kopf. DSC-Kapitän Thomas Hoßmang war von der Mannschaft angesichts ihrer personellen Misere ebenfalls sehr angetan: "Das haben wir heute hier super runtergespielt".
Und der Gegner? Uerdingen lieferte eines seiner schlechtesten Heimspiele ab. Trainer Jos Luhukay: "Im Mittelfeld und im Angriff nichts, aber auch gar nichts Kreatives!". Mit Glück hätte der KFC trotzdem kurz vor der Pause in Front ziehen können, doch als Maaß völlig freistehend einen Abpraller vom Schiedsrichter aufnahm, war Torwart Thomas Weidner bei seinem ersten Punktspiel in diesem Jahr zur Stelle. Vier Minuten vor Schluss musste Weidner ein zweites Mal retten, als der eingewechselte Igwilo allein vor ihm auftauchte. Das war's auch schon aus Krefelder Sicht. Der DSC-Keeper über die Uerdinger: "Von denen hatte ich mehr Biss erwartet". Doch das schmälert die Leistung des Siegers keineswegs. 

31. Spieltag   Zuschauer: 22 228 - 2 470 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 27 - 3,0 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
16.04. Werder Bremen II - Lüneburger SK  5 : 0 ( 1 : 0 ) 500   1:0 2:1 - 2:0
16.04. Borussia Dortmund II - VfB Lübeck  2 : 1 ( 1 : 1 ) 367   - - - -
16.04. Dresdner SC - SC Verl  1 : 3 ( 1 : 2 ) 811   - - - -
14.04. Erzgebirge Aue - Sachsen Leipzig  2 : 0 ( 1 : 0 ) 4 200   4:2 2:1 2:1 1:1
16.04. Fortuna Köln - Berliner TC Borussia  4 : 0 ( 1 : 0 ) 1 200   0:0 1:3 - -
16.04. SV 03 Babelsberg Potsdam - Eintracht Braunschweig  2 : 0 ( 0 : 0 ) 3 500   - - - -
16.04. Preußen Münster - Wattenscheid 09 Bochum  2 : 2 ( 1 : 1 ) 5 850   2:3 - - 0:2
16.04. Fortuna Düsseldorf - 1.FC Union Berlin  0 : 2 ( 0 : 0 ) 4 800   - - - -
12.04. SV Wilhelmshaven - Krefelder FC Uerdingen  1 : 0 ( 1 : 0 ) 1 000   - - - -
      Zuschauer gesamt: 890 041 - 3 190 pro Spiel            
      Tore gesamt: 787 - 2,82 pro Spiel            

 1.( 1) 1.FC Union Berlin         29   16    9    4  +  27    48-21       57
 2.( 3) Fortuna Köln              30   17    5    8  +  17    51-34       56
 3.( 2) Preußen Münster           30   15    9    6  +  15    55-40       54
 4.( 4) SV 03 Babelsberg Potsdam  30   15    9    6  +  11    48-37       54
 5.( 5) VfB Lübeck                30   14    7    9  +  19    55-36       49
 6.( 6) Eintracht Braunschweig    29   12   10    7  +  19    48-29       46
 7.( 7) Krefelder FC Uerdingen    30   13    5   12  -   1    46-47       44
 8.( 8) Erzgebirge Aue            30   13    5   12  -   9    32-41       44
 9.(10) SC Verl                   30   11    9   10  +   2    40-38       42
10.( 9) Dresdner SC               29   11    7   11  -   1    33-34       40
11.(13) SV Wilhelmshaven          29   10    9   10  +   2    41-39       39
12.(11) Rot-Weiß Essen            29   11    6   12  -   7    36-43       39
13.(12) Wattenscheid 09 Bochum    29   10    8   11  -   3    55-58       38
14.(14) Sachsen Leipzig           29    9    9   11  -   1    33-34       36
15.(16) Werder Bremen II          29    8    8   13  -   7    40-47       32
16.(15) Fortuna Düsseldorf        29    9    3   17  -  10    35-45       30
17.(17) Lüneburger SK             29    7    4   18  -  23    40-63       25
18.(19) Borussia Dortmund II      29    4   11   14  -  16    26-42       23
19.(18) Berliner TC Borussia      29    6    3   20  -  34    25-59       21
 

Erzgebirge Aue - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Dresdner SC - SC Verl im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 14.4.01: Aue mit souveränem Sieg
Erzgebirge Aue hat das Derby gegen Sachsen Leipzig verdient für sich entscheiden können. Die Veilchen hatten im gesamten Spiel die besseren Chancen und gingen verdient durch einen 15-Meter-Schuss von Kunze in Führung. Nach der Pause spielten die Leipziger zwar engagierter, konnten aber im Angriff nicht überzeugen. In der 82. Minute musste Sliskovic wegen einer Notbremse an Kunze vom Platz. Das zweite Tor für Aue konnte Grund mit einem 25-Meter-Freistoß ins untere linke Eck erzielen.
Leipziger Volkszeitung vom 17.4.01: René Twardzik verhindert ein Leutzscher Debakel in Aue
Torhüter lässt Sachsen-Fans lange hoffen / Sliskovic sieht beim 0:2 Rot
Aue. Die erfreulichen Aspekte des Leutzscher Ostertrips Leipzig-Aue- Leipzig sind schnell erzählt: Hin- und Rückreise verliefen unfallfrei, verletzt hat sich im schneebedeckten Erzgebirgsstadion niemand, Offensivmann Alex Grebenoshko bot sein bestes Spiel für "Chemie" und Keeper René Twardzik hielt wieder mal göttlich. Das musste der schlaksige Tscheche auch, sonst hätte es statt zweier Gegentreffer durch Maik Kunze (33.) und Petr Grund (82.) drei bis sieben geben können. Aue-Trainer Gerd Schädlich: "Leipzig ist mit dem 0:2 gut bedient, wir hatten Spiel und Gegner im Griff." Hristo Bonev blickte ähnlich österlich wie eine Bulldoge drein. "Uns haben Herz und Wille gefehlt. Man kann verlieren, muss aber alles gegeben haben." 
"Vielleicht", spöttelte der 54-jährige Übungsleiter des FC Sachsen einen Kaffee später, "war es ja gar nicht so schlecht, dass wir mal wieder verloren haben ..." Bonev will Sportwelt-Geld für neue Spieler, der Düsseldorfer Vermarkter sieht noch keine Notwendigkeit nachzubessern. Und wenn der Bittsteller Sieg an Sieg reiht, könnte sich am Rhein der Gedanke verfestigen: Die sind so gut, brauchen unsere Kohle nicht. Diese Gefahr besteht nun nicht mehr. 
Wer Sympathien für den FC Erzgebirge Aue hegt, wurde glänzend unterhalten. Libero Udo Tautenhahn hatte hinten alles im Griff, machte keinen (!) Fehler. Regisseur Borislav Tomoski war so gut, dass sich sein Coach ärgerte:"Wieso erst jetzt, wo er um eine Vertragsverlängerung spielt?" Linksfuß Tonci Boban dribbelte Leipzigs Abwehrspielern Wendeltreppen in den Hals, scheiterte innerhalb von 60 Sekunden zweimal frei vor Twardzik (12./13. Minute). Stürmer Maik Kunze schoss sich eine halbe Stunde warm, bevor er Tomoskis Traumpass in die Tiefe aufnahm, Twardzik umkurvte und zum 1:0 einschob (33.). War überfällig. Vorm Halbzeitpfiff hatten Veselin Popovic und Boban weitere Gelegenheiten, den Spielstand am Spielverlauf anzupassen. Und Gerd Achterbergs Oddset-Tipp "0" zu durchkreuzen. Eine Stunde später knüllte der Sachsen-Manager seinen Schein zusammen. "Ein Unentschieden hatten wir nicht verdient. Das 2:0 ist okay." 
Mit dem Schnee ging zunächst auch die große Auer Überlegenheit, angetrieben vom eingewechselten Alexander Grebenoshko fanden die Gäste besser ins Spiel. "Wenn der immer so spielt, hat er einen Stammplatz sicher", lobte Bonev den zuletzt zwischen Tribüne, Bank und Spielfeld pendelnden Ukrainer. Grebenosho war es auch, der die erste Leutzscher Chance vorbereitete. Carsten Klee - ansonsten wie Sturmkollege Mike Lünsmann und einige andere ein Totalausfall - rutschte eine Flanke vom Fuß (48.). Exakt 15 Minuten dauerte das Aufbegehren, nach Almir Filipovics Rechtsschuss (60.) kehrten Schädlichs Mannen zurück. 
Maik Kunze (61.), Marcel Salomo (67./74.) mussten treffen, Twardzik rettete, die 500 Leutzscher Fans hofften weiter. Bis zur Pannenserie in der 82. Minute. Unnötiger Ballverlust in Höhe der Mittellinie. "Amateurhaft", wetterte Bonev. Dann lässt Bela Virag das Leder über Haupthaar gleiten - direkt in den Lauf von Maik Kunze. Miro Sliskovic rennt hinterher, zupft und drängelt, Kunze fällt. Rot!Den anschließenden Freistoß drischt Petr Grund unter der Mauer zum das 2:0 in Netz. Bonev: "Klee springt hoch - unmöglich!"
Gestern lieferte Union Berlin mit dem 2:0 in Düsseldorf einen weiteren positiven Aspekt nach. Mit vier (vor Bremen) bzw. sechs Punkten Abstand zu Düsseldorf sollten sich die Sachsen nun wieder selbst helfen. Am Sonnabend kommt Fortuna Köln.
MDR-Online vom 14.4.01: Dresden mit Rumpf-Team chancenlos
Der SC Verl hat beim ersatzgeschwächten DSC einen verdienten Sieg errungen. Bei zum Teil starkem Schneefall machte sich das Fehlen des gesamten Dresdner Sturmes, sowie der kreativen Mittelfeldachse deutlich bemerkbar. Nach einem krassen Abwehrfehler erzielte Milde die Führung der Gäste. Doch postwendend konnten die Gastgeber ausgleichen. Doch eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr nutzte Schriewersmann wenig später zur Führung. Wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraum sah DSC-Torwart Groß kurz vor der Pause die rote Karte. 
Nach dem Wechsel das gleiche Spiel. Die Dresdner mühten sich zwar, aber es kam kaum zu erwähnenswerten Aktionen. Verl hatte mit Kontern gute Chancen zur Resultatsverbesserung, doch DSC-Torwart Roger Schöne konnte mit großartigen Paraden schlimmeres vereiteln. Auf der Gegenseite scheiterte Thomas Hosmang in der 71. Minute mit einem Freistoß am Gästetorhüter. Verl spielte trotz zahlenmäßiger Überlegenheit weiterhin sehr defensiv. Da den Dresdnern aber heute die spielerische Klasse fehlte, kam der Sieg nie ernsthaft in Gefahr. Das entscheidende 3:1 fiel dann (88. Minute), als Dresden alles auf eine Karte setzte.
Sächsische Zeitung vom 17.4.01: Zweiter Anzug ist zu eng
Kreische-Elf kann beim 1:3 gegen Verl Ausfälle nicht überspielen / Groß sieht Rot / Kommt Bronec?
Der Dresdner SC konnte drei Tage nach dem Sturz von Tabellenführer Fortuna Köln (2:1) nicht scharf nachwaschen. Im Heimspiel gegen den SC Verl unterlagen die Elbestädter mit 1:3. 
DSC-Trainer Hans-Jürgen Kreische hatte seine verbliebenen Spieler stark geredet: "Es gibt einige, die sich für einen neuen Vertrag anbieten müssen. Andere wollen nachweisen, dass sie aus der zweiten Reihe nach vorn drängen." Die Realität sah anders aus. Der "zweite Anzug" war zu eng. 
Kreische fehlten acht Spieler, die in Bestform, wohl allesamt in der Anfangs-Formation gestanden hätten. Rocco Milde und Hendryk Lau saßen auf Grund von Rotsperren auf der Tribüne. Auch Ronald Schmidt (Gelb-Rot) musste zuschauen. Ronny Ernst und Sven Ratke waren durch Verletzungen nicht einsatzfähig, René Beuchel konnte wegen einer Angina nicht auflaufen. Hinzu kamen Sebastian Cassano und Sergio Bustos, die bekanntlich vereinsintern gesperrt wurden. 
Das Trainer-Duo Kreische/Petersohn versuchte alles, um aus dem Häuflein der Aufrechten eine schlagkräftige Truppe zu formieren. Nikica Maglica rückte ins Sturmzentrum und Thomas Boden vor die Abwehr. Auch auf der Ersatzbank tat sich einiges. Dort nahmen Peter-Paul Petzold und Sven Ratke Platz, obwohl sie gar nicht spielen konnten. Der Kontrahent sollte beeindruckt werden. 
Doch Verl erwies sich an diesem Tag und unter diesen Voraussetzungen als eine Nummer zu groß. Hinzu kamen ungewohnte Abwehrschnitzer der Dresdner. Jeweils aus Nahdistanz trafen Tino Milde - sehr zum Leidwesen seines Bruders Rocco - und Kai Schriewersmann zur 2:1-Pausenführung. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Thomas Boden hielt dem DSC zumindest bis zur 45. Minute die Chance auf einen Teilerfolg offen. Boden hatte da mit letztem Einsatz die Vorentscheidung verhindert, doch das Handspiel von DSC-Torhüter René Groß außerhalb des Strafraums ahndete Schiedsrichter Detlef Thomßen aus Jever regelgerecht mit Rot. 
Damit waren die zweiten 45 Minuten vorprogrammiert. Die Dresdner versuchten in Unterzahl über den Kampf wieder ins Spiel zu finden. Doch so sehr sich Kapitän Thomas Hoßmang mühte, auch Knut Michael, Tino Wächtler und Thomas Boden ackerten, der Ausgleich fiel nicht. Hoßmangs Freistoß (71.) und den Flachschuss von Alexander Gleis (81.) parierte Verls Torhüter Michael Joswig. 
Auf der Gegenseite tauchten die Gäste durch Kai Schriewersmann (52.) und Roger Schmidt (66.) frei vor Torhüter Roger Schöne auf. Der Ex-Markkleeberger wies in seinem ersten Punktspiel für den DSC nach, dass Kreische auf dieser Position auch in der kommenden Saison keine Probleme haben wird. Machtlos war Schöne aber beim 3:1 durch Mariusz Rogowski.
"Wir waren durch die vielen Ausfälle natürlich geschwächt, aber mit unseren individuellen Fehlern haben wir uns selbst noch die Beine weggezogen." Eines scheint für "Hansi" Kreische sicher: Mit dieser Formation wird er nicht noch einmal spielen (müssen). Ronald Schmidt und Rocco Milde sind beim nächsten Mal definitiv wieder dabei. Ob der DSC-Coach in Bezug auf seine Personal-Planungen für die kommende Saison viel schlauer ist, scheint eher fraglich. Ein Neuzugang könnte vom Oberligisten FSV Hoyerswerda kommen. Defensiv-Spieler Martin Bronec soll ein Vertragsangebot erhalten haben.

12.04. Borussia Dortmund II - Preußen Münster  -   Nachholespiel vom 22.Spieltag
11.04. Berliner TC Borussia - 1.FC Union Berlin  -   Nachholespiel vom 25.Spieltag
11.04. Dresdner SC - Fortuna Köln  -   Nachholespiel vom 22.Spieltag
10.04. Sachsen Leipzig - Lüneburger SK  -   Nachholespiel vom 25.Spieltag
30. Spieltag   Zuschauer: 32 399 - 3 600 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 28 - 3,11 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
07.04. 1.FC Union Berlin - Preußen Münster  3 : 2 ( 2 : 1 ) 7 834   - - - -
07.04. Wattenscheid 09 Bochum - SV 03 Babelsberg Potsdam  2 : 2 ( 0 : 1 ) 853   - - - -
07.04. Eintracht Braunschweig - Fortuna Köln  1 : 2 ( 0 : 0 ) 11 246   - - - -
06.04. Berliner TC Borussia - Erzgebirge Aue  0 : 1 ( 0 : 1 ) 848   - - 3:0 0:1
06.04. Rot-Weiß Essen - Dresdner SC  2 : 1 ( 0 : 1 ) 4 396   - - - -
08.04. SC Verl - SV Wilhelmshaven  2 : 1 ( 1 : 0 ) 1 042   - - - -
08.04. Krefelder FC Uerdingen - Borussia Dortmund II  2 : 0 ( 0 : 0 ) 1 980   1:1 - - -
06.04. VfB Lübeck - Werder Bremen II  4 : 2 ( 2 : 1 ) 3 000   4:3 1:0 1:2 -
06.04. Lüneburger SK - Fortuna Düsseldorf  1 : 0 ( 1 : 0 ) 1 200   - - - -
      Zuschauer gesamt: 867 813 - 3 214 pro Spiel            
      Tore gesamt: 760 - 2,81 pro Spiel            

 1.( 2) 1.FC Union Berlin         28   15    9    4  +  25    46-21       54
 2.( 1) Preußen Münster           29   15    8    6  +  15    53-38       53
 3.( 3) Fortuna Köln              29   16    5    8  +  13    47-34       53
 4.( 4) SV 03 Babelsberg Potsdam  29   14    9    6  +   9    46-37       51
 5.( 6) VfB Lübeck                29   14    7    8  +  20    54-34       49
 6.( 5) Eintracht Braunschweig    28   12   10    6  +  21    48-27       46
 7.( 7) Krefelder FC Uerdingen    29   13    5   11      0    46-46       44
 8.( 9) Erzgebirge Aue            29   12    5   12  -  11    30-41       41
 9.( 8) Dresdner SC               28   11    7   10  +   1    32-31       40
10.(13) SC Verl                   29   10    9   10      0    37-37       39
11.(14) Rot-Weiß Essen            29   11    6   12  -   7    36-43       39
12.(11) Wattenscheid 09 Bochum    28   10    7   11  -   3    53-56       37
13.(10) SV Wilhelmshaven          28    9    9   10  +   1    40-39       36
14.(12) Sachsen Leipzig           28    9    9   10  +   1    33-32       36
15.(15) Fortuna Düsseldorf        28    9    3   16  -   8    35-43       30
16.(16) Werder Bremen II          28    7    8   13  -  12    35-47       29
17.(17) Lüneburger SK             28    7    4   17  -  18    40-58       25
18.(18) Berliner TC Borussia      28    6    3   19  -  30    25-55       21
19.(19) Borussia Dortmund II      28    3   11   14  -  17    24-41       20
 

Berliner TC Borussia - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Rot-Weiß Essen - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 6.4.01: Aue siegt nach schwachem Spiel
Aue jubelt - TeBe trauert: Nach dem 1:0-Sieg haben die Erzgebirgler ihren Mittelfeldplatz gesichert. TeBe rutscht noch tiefer in den Abstiegssumpf. Aue begann stark. Schon in den ersten Minuten hatten Grund und Kunze die ers-ten Großchancen. Die verdiente Führung besorgte Tautenhahn. Der Libero köpfte nach einem Freistoß von Grund ein. Die Pausenführung sicherte Aues Torwart Böhme, der einen Foulelfmeter von Kronhardt glänzend parierte. Nach dem Wechsel ließ Aue unverständlicher Weise nach. TeBe konnte daraus aber kein Kapital schlagen.
Freie Presse vom 9.4.01: Erzgebirge Aue legt in Berlin mit Sieg nach
Berlin. Fußball-Regionalligist Erzgebirge Aue hat nach dem 1:0-Triumph gegen Meisterfavorit Braunschweig nachgelegt und am Freitag Abend bei Tennis Borussia Berlin (1:0) gewonnen. Das Tor für die Veilchen erzielte Udo Tautenhahn (21.). 
Schon in der ersten Halbzeit dominierte die Elf von Gerd Schädlich, versäumte es jedoch, aus den zahlreichen Chancen (Grund, Kunze, Popovic, Tomoski) eine Vorentscheidung zu erzwingen. Für eine Schrecksekunde sorgte allerdings FCE-Keeper Böhme, der in der 32. Minute durch ein ungeschicktes Foul an der Strafraumgrenze einen Strafstoß verursachte. Den anschließend unplatziert geschossenen Elfer von Willi Kronhardt hielt Böhme jedoch.
Berlin Mit dem zweiten 1:0-Sieg in Folge hat sich der FC Erzgebirge Aue wohl eine weitere Saison in der Regionalliga gesichert. „Wir sind zwar noch nicht ganz durch, aber mit 41 Punkten zum jetzigen Zeitpunkt dürfte eigentlich nicht mehr viel passieren“, war Trainer Gerd Schädlich froh, dem Minimalziel ein entscheidendes Stück näher gekommen zu sein. Mit dieser (immerhin wichtigen) Feststellung erschöpften sich aber weitgehend die positiven Erkenntnisse, welche ihm seine Elf am Freitagabend in Berlin geliefert hatte. Vielmehr zeigten sich die Gäste ungeachtet des verdienten Erfolges gegen eine allerdings erschreckend schwache TeBe-Elf mit fortlaufender Spielzeit immer deutlicher ihre eigenen Grenzen auf. Und die sind offenbar klar im Mittelmaß gezogen.
Das weiß auch Schädlich. „Ich habe immer gesagt, dass wir die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben sollten“, meinte der Coach und relativierte auch die Leistungen der beiden letzten Spiele. „Gegen Braunschweig haben wir an der oberen Grenze unserer Möglichkeiten gespielt. Aber das können wir eben nicht immer.“ In Berlin konnten es die Auer zumindest in der zweiten Halbzeit nicht (mehr) und wären für ihren ausgesprochen destruktiven Auftritt fast noch bestraft worden. So hatten die Gäste Glück, dass der Referee bei einem Kopfballtor von Weiland ein Foulspiel gesehen haben wollte (52.) und später Torhüter Böhme einen verdeckten Schuss von Weiland gerade noch erwischte (76).
Diese Zittereinlagen hätte man sich sparen können, wenn die Chancen der ersten Halbzeit, in der die Auer klar überlegen waren, etwas besser genutzt worden wären. Die größte von vielen Sünden beging Kunze, als er nach einem Klassepass von Kurth mutterseelenallein auf das TeBe-Gehäuse zusteuerte und Torwart Renno anschoss (42.). So blieb es zur Pause bei dem einen Treffer von Libero Tautenhahn, der einen Freistoß von Grund mehr mit der Schulter als dem Kopf erwischte, so dass der Ball als Bogenlampe über den verdutzten Renno segelte. Und hätte nicht Aues Keeper Böhme einen von ihm selbst verschuldeten, von Kronhardt aber nur schwach geschossenen Elfmeter gehalten (32.), wäre die optische Überlegenheit total für die Katz gewesen. „Wer so dominant auftritt wie wir in dieser Phase, muss daraus einfach mehr machen“, legte auch Schädlich den Finger auf die (Offensiv-)Wunde.
MDR-Online vom 6.4.01: DSC verspielt Pausenführung
In der Schlussminute hat der Dresdner SC das Spiel in Essen verloren. Das entscheidende 2:1-Siegtor erzielte der eingewechselte Polunin. In der Anfangsphase verbuchte Essen die besseren Chancen. Der DSC-Schlussmann Groß parierte aber großartig. Turbulent wurde es Sekunden vor der Pause. Erst ging der DSC durch ein Abstaubertor von Lau in Führung. Im Gegenzug verursachte Ernst einen Elfmeter, den Groß hielt. Dresden ließ sich den Vorsprung nach dem Wechsel leichtfertig aus der Hand nehmen. Essen war spielbestimmend; der SC ließ sich einigeln und verlor nicht unverdient.
Sächsische Zeitung vom 9.4.01: Laufen die Argentinier ins Abseits?
Nach dem 1:2 in Essen droht Ärger: Cassano und Bustos streiken / Mittwoch kommt Köln
Wer Hans-Jürgen Kreische nach dem Spiel seines DSC in Essen in die Augen schaute, der konnte erahnen, dass die Partie für den 53-jährigen nicht nach Wunsch gelaufen war. Ärgerlich für die Elbestädter, dass man den harmlosen Essenern beide Treffer nach Standartsituationen ermöglichte. 
Ein DSC-Kicker hatte schon vor dem Anpfiff der Partie im Georg-Melches-Stadion sein Fett weg bekommen. "Wir haben auf Sergio Bustos gewartet, als er sechs Wochen Urlaub machte, jetzt kann er warten bis er wieder spielt", meinte Kreische über den Argentinier. 
Bereits am heutigen Montag könnte neuer Ärger im Ostragehege ins Haus stehen. Johny Baez, Berater von Bustos und Manndecker Fernando Cassano, bekräftigte gestern gegenüber der SZ: "Beide Spieler werden vorerst nicht mehr am Training teilnehmen." Hinter der Arbeits-Verweigerung der Gauchos sollen ausstehende Gelder (Qualifikations-Prämie, 13. Monatsgehalt) aus dem vergangenen Jahr stehen. DSC-Manager Chris Waschke sieht die Sachlage anders: "Wir haben mit Bustos und Cassano abgesprochen, das die ausstehenden Gelder bis Saisonende fließen." Bustos sollte am vergangenn Sonnabend in der Bezirksliga-Elf spielen - fehlte aber.
Fernando Cassano zählte in Essen wieder einmal zu den stärksten Akteuren der Dresdner, die auf den gesperrten Rocco Milde und auf Sven Ratke verzichten mussten. Bis auf die Möglichkeit von Andreas Winkler, der an René Groß scheiterte, kamen die Essener im ersten Durchgang kaum einmal gefährlich vor das DSC-Tor. Die Gastgeber versuchten ihr Glück meist recht ideenlos durch die Mitte, wo es gegen die gut organisierte Abwehr um Libero Thomas Hoßmang kaum ein Durchkommen gab. 
Jubeln durften zum ersten Mal die DSC-Kicker nach einem schulmäßigen Konter. Essens Keeper Wolfgang Wiesner konnte einen Schuss von Ronald Hamel nur abklatschen und Hendryk Lau war zur Stelle. "Nach dem Tor haben wir zu zaghaft nach vorne gespielt", monierte Kreische später. Schließlich waren es die Essener, die kurz vor der Pause um ein Haar zum Ausgleich gekommen wären. Doch Ivan Konjevic scheiterte mit seinem Foulelfmeter an Groß.
Nach der Pause agierten die Essener unsicher. Die Sprechchöre der 4 400 Schaulustigen ("Wollt ihr uns verarschen?") sprachen für sich. Erst als der Ex-Schalker Sascha Wolf den Ausgleich markiert hatte, drehten sich die Vorzeichen. Die Elf von Frank Kurth, der nach der Entlassung seines Vorgängers Klaus Berge sein Debüt auf der Essener Bank gab, wurde frecher. Polunin gelang noch der glückliche Siegtreffer. Ein Freistoß aus 25 Metern landete kurz vor ultimo im DSC-Netz. 
Dass es in Richtung Klassenerhalt noch einmal eng werden könnte, glaubt Ronald Schmidt nicht: "Wir müssen unsere Punkte zu Hause holen und schaffen das auch." Am Mittwoch ist im Nachholspiel gegen Fortuna Köln dazu Gelegenheit.

04.04. SV 03 Babelsberg Potsdam - SC Verl  -   Nachholespiel vom 25.Spieltag
03.04. Wattenscheid 09 Bochum - VfB Lübeck  -  Nachholespiel vom 21.Spieltag
29. Spieltag   Zuschauer: 33 023 - 3 669 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 18 - 2,0 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
01.04. Preußen Münster - Lüneburger SK  1 : 1 ( 0 : 0 ) 8 850   - - - -
31.03. Fortuna Düsseldorf - VfB Lübeck  1 : 0 ( 1 : 0 ) 3 003   - - - -
01.04. Borussia Dortmund II - SC Verl  0 : 0 ( 0 : 0 ) 268   1:1 1:2 - -
30.03. SV Wilhelmshaven - Rot-Weiß Essen  4 : 0 ( 0 : 0 ) 1 500   - - - -
31.03. Sachsen Leipzig - Berliner TC Borussia  2 : 0 ( 1 : 0 ) 3 652   - - 0:0 3:4
31.03. Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig  1 : 0 ( 0 : 0 ) 4 200   - - - -
31.03. Fortuna Köln - Wattenscheid 09 Bochum  4 : 2 ( 1 : 2 ) 1 200   - 1:2 3:2 -
31.03. SV 03 Babelsberg Potsdam - 1.FC Union Berlin 0 : 1 ( 0 : 1 ) 10 000   0:1 0:4 0:0 -
31.03. Werder Bremen II - Krefelder FC Uerdingen  1 : 0 ( 0 : 0 ) 350   - - - -
      Zuschauer gesamt: 835 414 - 3 201 pro Spiel            
      Tore gesamt: 732 - 2,8 pro Spiel            

 1.( 1) Preußen Münster           28   15    8    5  +  16    51-35       53
 2.( 3) 1.FC Union Berlin         27   14    9    4  +  24    43-19       51
 3.( 4) Fortuna Köln              28   15    5    8  +  12    45-33       50
 4.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  28   14    8    6  +   9    44-35       50
 5.( 5) Eintracht Braunschweig    27   12   10    5  +  22    47-25       46
 6.( 6) VfB Lübeck                28   13    7    8  +  18    50-32       46
 7.( 7) Krefelder FC Uerdingen    28   12    5   11  -   2    44-46       41
 8.( 8) Dresdner SC               27   11    7    9  +   2    31-29       40
 9.(12) Erzgebirge Aue            28   11    5   12  -  12    29-41       38
10.(13) SV Wilhelmshaven          27    9    9    9  +   2    39-37       36
11.(14) Sachsen Leipzig           28    9    9   10  +   1    33-32       36
12.(11) SC Verl                   28    9    9   10  -   1    35-36       36
13.( 9) Wattenscheid 09 Bochum    27   10    6   11  -   3    51-54       36
14.(10) Rot-Weiß Essen            28   10    6   12  -  8    34-42       36
15.(15) Fortuna Düsseldorf        27    9    3   15  -   7    35-42       30
16.(16) Werder Bremen II          27    7    8   12  -  10    33-43       29
17.(17) Lüneburger SK             27    6    4   17  -  19    39-58       22
18.(18) Berliner TC Borussia      27    6    3   18  -  29    25-54       21
19.(19) Borussia Dortmund II      27    3   11   13  -  15    24-39       20
 

Sachsen Leipzig - Berliner TC Borussia im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 31.3.01: Sachsen-Sieg zu niedrig
Der FC Sachsen begann gegen Abstiegskandidat TeBe engagiert und erspielte sich sofort Möglichkeiten, die aber zunächst nicht genutzt wurden. Beste Aktion war ein Lattenknaller von Goshev (12.) aus 18 Metern. Die hochverdiente Führung gelang dann Filipovic im Nachschuss, Gäste-Torwart Renno hatte zunächst gegen Klee und Lünsmann gerettet. Höche vergab (35.) aus Nahdistanz die Chance zum 2:0. Nach dem Wiederanpfiff sorgte dann Libero Härtel nach Ecke per Kopf für den Endstand. TeBe konnte sich bei Renno bedanken, dass es am Ende nicht 0:6 hieß.
Generöse Sachsen-Fußballer belassen es bei zwei Toren
Leipziger Volkszeitung vom 2.4.01: 2:0 gegen TeBe Berlin hält Konkurrenz auf Distanz - Filipovic und ein Eigentor
Leipzig. Der FC Sachsen führte 2:0 gegen TeBe Berlin, amüsierte sich und die 3653 Zuschauer, drei Punkte waren im Sack. Dazu ein Wetterchen, um Helden zu zeugen. Ein Leutzscher Fan wollte noch viel mehr. "Almir!", gröhlte es aus breiter Männerbrust."Ich will ein Kind von dir!" Kriegt er nicht, dachte der Trainer und holte Stürmer Almir Filipovic zu sich auf die Bank. Tor gemacht, gut gespielt, Applaus die passende Gelegenheit, den bösen Coach an die vier Monate zurückliegende Verbannung ins Landesligateam zu erinnern, dachte sich Filipovic. Hristo Bonev würgte die "Diskussion" laut und derb ab, ließ später wissen:"Probleme mit Filip? Nein." Der Bosnier: "Alles okay." 
Eine Art Stillhalte-Abkommen haben auch Präsidium und Vermarkter vereinbart. Sprachregelung: Alles bleibt beim Alten, Gerd Achterberg Manager, die Sportwelt im Hintergrund blablablaF... "Freuen wir uns über den Sieg", wich Sachsen-Chef Thomas Till zunächst allen Fragen über die Geschehnisse hinter den Kulissen aus. "Ich wäre dumm, wenn ich etwas Negatives über unseren Partner sagen würde." Dass Achterberg auf Geheiß der Sportwelt zum 30. Juni geht, wird nur noch halbherzig dementiert. Till sprach viel sagend von einer "Kompromisslösung".
Die so aussehen wird: Achterberg (Vertrag bis 2003) wird abgefunden und sich entweder komplett zurückziehen oder wegen seiner guten Kontakte zum Nord-Ostdeutschen Fußballverband als Berater fungieren. "Ich habe den FC Sachsen noch nicht abgehakt", so der Manager. Das haben andere für ihn getan. 
Seine Regionalliga-Fußballer sind nach den jüngsten Eindrücken willens, die Saison anständig zu Ende zu bringen. Überragend gegen TeBe waren Libero Jens Härtel und Regisseur Vlatko Goshev, die in kongenialer Zusammenarbeit für Spielkultur sorgten. Der Rest ließ sich gerne mitreißen, ein Ausfall war auch bei genauerer Betrachtung nicht auszumachen. 
Einziger, wenn auch gewichtiger Ansatz zur Kritik: Es ging nicht mehr auf eine Kuhhaut, was die Sachsen an Chancen versiebten. Chris Höche hatte drei glasklare, Carsten Klee und Mike Lünsmann je zwei, Mehmet Dragusha und Vlatko Goshev mussten mindestens einen rein tunF..., die Aufzählung umfasst nahezu jeden FCS-Profi. Das 2:0 machte Gästetorhüter René Renno, indem er sich selbst ein vorösterliches Ei ins Nest (46.) legte. "Wir hätten höher gewinnen müssen", nörgelte Bonev. "Viel höher." Das 2:0 gegen Berlin und die Zähler 31 bis 33 reichten, um Wattenscheid (32 Punkte) und Düsseldorf (30) abzuhängen, Verl (36) und Essen (36) nervös zu machen. 
Seinen Kinderwunsch muss der Fan in der kommenden Saison wohl an eine andere Adresse richten. Der Vertrag des Wunschvaters Almir Filipovic läuft aus. Und beide Parteien Spieler und Verein scheinen genug voneinander zu haben.
MDR-Online vom 31.3.01: Aue gewinnt aus sicherer Abwehr
Mit einer taktisch starken Leistung hat der FC Erzgebirge Aue die favorisierten Braunschweiger mit 1:0 bezwungen. So meldete unter anderem Jasarevic Gästetorjäger Weetendorf fast völlig ab. Die Startphase gehörte den Erzgebirglern. Nach sechs Minuten verpassten Boban und Kunze eine Popovic-Flanke nur knapp. Dann kamen die Gäste auf und wurden gleichwertig. Sie hatten aber nur durch Weetendorf (62./Innenpfosten) eine Chance. Gegen zehn Braunschweiger, Grzeskowiak sah nach Foul an Kurth die rote Krate, gelang Tomoski dann das goldene Tor. Sionko vergab aus Nahdistanz (85.) das 2:0.
Freie Presse vom 2.4.01: FC Erzgebirge Aue stürzt Aufstiegsfavorit Braunschweig 
Künstler Tomoski verpasst Gratulationscour 
Aue. Der Künstler von Aue hatte alles richtig gemacht. Zufrieden lief Borislav Tomoski nach dem Schlusspfiff über den Rasen des Erzgebirgsstadions, beantwortete geduldig die Fragen der Journalisten und versäumte dabei sogar die Gratulationscour in der Fankurve. „Mein Tor war nicht wichtig, sondern dass wir drei Punkte gewonnen haben", gab er die Glückwünsche schnell weiter an die Mannschaft des FCE. Die hatte kurz zuvor mit einer großen kämpferischen Leistung den Aufstiegsfavoriten Eintracht Braunschweig mit 1:0 (o:o) in die Knie gezwungen. 
„Nach den Ergebnissen vom Freitagabend wusste meine Elf, was auf dem Spiel steht. Allen war klar, dass wir punkten müssen. Ein Kompliment an mein Team, wie es versucht hat, sich gegen die technisch überlegenen Braunschweiger zu stemmen", lobte Trainer Gerd Schädlich. Der Sieg ist für die Veilchen Gold wert, muss aber in den kommenden beiden Partien bei TeBe Berlin und zu Hause gegen Sachsen Leipzig veredelt werden. „Wir haben versucht, aggressiv zu spielen und wollten die Fans nach dem schwachen Auftritt gegen Union Berlin versöhnen. Unser hoher Aufwand ist belohnt worden. Allerdings hätten wir die letzten 15 Minuten viel ruhiger spielen müssen", schätzte Holger Hasse - einer der besten im FCE-Team - ein. 
Zu diesem Zeitpunkt waren die Braunschweiger nämlich nur noch zu zehnt auf dem Platz. Der stellungssichere Libero Grzeskowiak hatte in der 68. Minute den frei durchlaufenden Kurth rüde von den Beinen geholt, der gute Schiedsrichter Perschke (Hamm) zeigte sofort Rot. Der darauf folgende Angriff führte zum Siegtreffer. Eine Boban-Flanke wehrte Torwart Zimmermann zu kurz ab, der Ball kam zu Tomoski, der von der Strafraumgrenze mit einem satten Direktschuss das runde Leder in die Maschen jagte. „Ich habe am 16-er gewartet und einfach abgezogen. Der Ball war drin", berichtete der Mazedonier. 
Dennoch benötigte Aue am Sonnabend auch das Glück des Tüchtigen, „doch das muss sein, wenn man gegen einen Favoriten gewinnen will", sagte Schädlich. In der 41. Minute prallte ein Schlenzer von Weetendorf an den rechten Pfosten - Hasse schlug den Ball von der Linie. Und unmittelbar nach dem 1:0 war es erneut der Braunschweiger Torjäger, der Böhme zu einem großen Reflex zwang. Der Auer Keeper lenkte Weetendorfs Kopfball gedankenschnell an die Latte (71.). 
In der Schlussphase verteidigten die Gastgeber die drei Punkte mit Mann und Maus. Bei einem Konter hätte Sionko - in der 86. Minute glänzend bedient von Tomoski - alles klar machen können. Doch dem frei stehenden Tschechen versagten die Nerven.

28.03. Lüneburger SK - Wattenscheid 09 Bochum  -   Nachholespiel vom 22.Spieltag
25.03. Krefelder FC Uerdingen - Berliner TC Borussia  -   Nachholespiel vom 22.Spieltag
24.03. SC Verl - Sachsen Leipzig  -   Nachholespiel vom 22.Spieltag
24.03. Werder Bremen II - Fortuna Düsseldorf  -   Nachholespiel vom 22.Spieltag
28. Spieltag   Zuschauer: 35 369 - 3 930 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 30 - 3,33 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
17.03. VfB Lübeck - Preußen Münster  1 : 2 ( 0 : 0 ) 5 500   - - - -
17.03. Lüneburger SK - SV 03 Babelsberg Potsdam  3 : 4 ( 2 : 2 ) 800   - - - -
18.03. 1.FC Union Berlin - Fortuna Köln 2 : 0 ( 1 : 0 ) 7 112   - - - -
17.03. Wattenscheid 09 Bochum - Erzgebirge Aue  3 : 2 ( 2 : 2 ) 948   - - - -
17.03. Eintracht Braunschweig - Sachsen Leipzig  1 : 1 ( 1 : 1 ) 10 649   - - - -
17.03. Dresdner SC - SV Wilhelmshaven  1 : 0 ( 1 : 0 ) 728   - - - -
17.03. Rot-Weiß Essen - Borussia Dortmund II  1 : 1 ( 1 : 1 ) 3 413   2:0 - - -
18.03. SC Verl - Werder Bremen II  1 : 3 ( 0 : 2 ) 1 107   - - - -
17.03. Krefelder FC Uerdingen - Fortuna Düsseldorf  3 : 1 ( 1 : 0 ) 5 112   2:1 4:1 0:1 -
      Zuschauer gesamt: 802 391 - 3 184 pro Spiel            
      Tore gesamt: 714 - 2,83 pro Spiel            

 1.( 1) Preußen Münster           27   15    7    5  +  16    50-34       52
 2.( 3) SV 03 Babelsberg Potsdam  27   14    8    5  +  10    44-34       50
 3.( 6) 1.FC Union Berlin         26   13    9    4  +  23    42-19       48
 4.( 2) Fortuna Köln              27   14    5    8  +  10    41-31       47
 5.( 5) Eintracht Braunschweig    26   12   10    4  +  23    47-24       46
 6.( 4) VfB Lübeck                27   13    7    7  +  19    50-31       46
 7.( 7) Krefelder FC Uerdingen    27   12    5   10  -   1    44-45       41
 8.( 8) Dresdner SC               27   11    7    9  +   2    31-29       40
 9.(13) Wattenscheid 09 Bochum    26   10    6   10  -   1    49-50       36
10.(10) Rot-Weiß Essen            27   10    6   11  -   4    34-38       36
11.( 9) SC Verl                   27    9    8   10  -   1    35-36       35
12.(11) Erzgebirge Aue            27   10    5   12  -  13    28-41       35
13.(14) Sachsen Leipzig           27    8    9   10  -   1    31-32       33
14.(12) SV Wilhelmshaven          26    8    9    9  -   2    35-37       33
15.(15) Fortuna Düsseldorf        26    8    3   15  -   8    34-42       27
16.(16) Werder Bremen II          26    6    8   12  -  11    32-43       26
17.(17) Lüneburger SK             26    6    3   17  -  19    38-57       21
18.(18) Berliner TC Borussia      26    6    3   17  -  27    25-52       21
19.(19) Borussia Dortmund II      26    3   10   13  -  15    24-39       19
 

Eintracht Braunschweig - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Wattenscheid 09 Bochum - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Dresdner SC - SV Wilhelmshaven im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 17.3.01: Braunschweig - Sachsen Leipzig
Knallharter Konterfußball aus einer starken Abwehr heraus brachte Sachsen früh in Führung. Georgiev, Klee und Filipovic hatten danach mehrmals die Chance weiter zu erhöhen. Ab der 20. Minute wurde Braunschweig aber immer stärker und schaffte den 1:1 Ausgleich. Kuci wurde zwar offiziell als Torschütze gehandelt, beim genauen Hinsehen entpuppte sich der Treffer allerdings als Eigentor. 
Die Leutzscher blieben trotz allem aber kampfbetont, machten weiter Druck. Braunschweig ließ sich dadurch mehr und mehr den Schneid abkaufen und war kaum noch torgefährlich. Sachsen konterte frei heraus, scheiterte jedoch immer im Abschluss. Mit mehr Übersicht hätten die Leutzscher den Platz sogar als Sieger verlassen können. 450 mitgereiste Sachsen-Fans zelebrierten ein Fußballfest und wurden am Ende mit einem Punkt-Gewinn belohnt.
Leipziger Volkszeitung vom 19.3.01: Bobby Georgievs Traumtor reicht nicht zur Sensation
1:1 - Disziplinierte Leutzscher punkten in Braunschweig / Bonev: Mussten siegen
Braunschweig. Eintracht-Präsident Gerhard Glogowski hat's nicht leicht. Minister-Job weg, Reputation auch. Dazu zwei Heimremis gegen die abstiegsgefährdeten Fußballer aus Lüneburg und Leipzig. Nach dem 1:1 vom Sonnabend warf der ehemalige niedersächsische Landesvater seinem Trainer einen Blick zu, den man so deuten könnte: "Du, so wird das nix mit dem Aufstieg!" Reinhold Fanz fuhr sich ähnlich schuldunbewusst wie weiland "Glogo" vorm Untersuchungsausschuss durchs Haar und relativierte eine weitere Parallele das eigene Verschulden. "So stark habe ich Leipzig noch nicht gesehen." Ein Journalist:Stimmt das, Herr Bonev?"Ja", bestätigt der Sachsen-Coach. "Wir mussten aber drei Punkte holen."
Über die Zwangsläufigkeit des Spielausganges kamen die Fußball-Lehrer nicht überein. Dafür herrschte Einigkeit, wie das Kräftemessen gebrauchtes Bundesland gegen Entwicklungsland (hirnrissiges Fanplakat) zu sezieren ist. Phase I dauerte 25 Minuten und hätte eine höhere Sachsen-Führung als das 1:0 durch Bobby Georgievs geniales Freistoß-Tor (3.) nach sich ziehen müssen. "Ohne Frank Edmond (verletzt; Red.) waren wir gar nicht im Spiel, hatten zweimal Glück", merkte Fanz an. "Wir mussten das 2:0 und 3:0 machen", trauerte FCS-Keeper Réne Twardzik den glänzenden Chancen von Almir Filipovic (16./Kopfball) und Georgiev (22./Linksschuss) nach.
Phase II gehörte dem Deutschen Meister von 1967. Auch weil Twardzik zwei Flanken durch die Finger gleiten ließ und so den Fanblock hinter seinem Kasten weckte. Ein Handschuhwechsel brachte alte Sicherheit und wenig später das 1:1. Braunschweigs Mittelstürmer Dirk Weetendorf düpierte Bela Virag an der Außenlinie, flankte vors Tor, wo Patryk Rachwal beim Klärungsversuch das eigene Netz ausbeulte (25.). Dann rannte Jacob Thomas allen weg, blieb an Twardzik hängen, der sich wie ein Eishockeytorwart aufgebaut hatte (32.).
Der Rest vom Fest besaß einen Unterhaltungswert, der sich mehr und mehr an den Temperaturen orientierte; allenfalls Taktikfreaks blickten weiterhin entrückt auf den Rasen des Städtischen Stadions. "Geschickt die Räume eng gemacht", lobte Fanz seinen Kollegen. "Unser Pressing hat toll funktioniert", frohlockte Bonev. Die 10649 Zuschauer warteten vergebens darauf, dass aus dem dicht bevölkerten Mittelfeld ein gepflegtes Abspiel in die Spitze, ein Dribbling, oder ganz verwegene Hoffnung eine Torchance entspringt. Fanz: "Wir haben nur einmal aufs Tor geschossen. Das sagt alles." Bilanz der Sachsen: Ein Carsten-Klee-Kopfball.
Zurück zu "Glogo", dem gebeutelten. Der hatte bekanntlich dienstliche und private Angelegenheiten auf angenehme (und kostensparende) Weise verquickt, musste seinen Hut als Ministerpräsident nehmen. Der Hesse Reinhold Fanz ist jeglicher Affären unverdächtig. Und wenn die Nachholpartie gegen Wattenscheid gewonnen wird, darf er ganz bestimmt bleiben. Ohne böse Blicke.
MDR-Online vom 17.3.01: Wattenscheid - Erzgebirge Aue
Erzgebirge Aue gelang es in Wattenscheid nicht, eine 2:0 Führung nach Hause zu bringen. Dabei hatte alles so schön begonnen. Aue erwischte einen Auftakt nach Maß und ging früh mit 1:0 in Führung. Boban hatte sich im Mittelfeld alleine durchgesetzt, legte den Ball am Strafraum quer ab und Popovic brauchte nur noch seinen Fuß hinzuhalten und den Ball reinlegen. 
Ab da kamen die Gäste immer besser ins Spiel und erhöhten wenig später ebenfalls durch Popovic auf 2:0. Kurth spielte von der Mittellinie einen langen Pass auf den Stürmer, dieser ging noch mal 20 Meter alleine Richtung Tor, wartete eine Weile ab und schob den Ball überlegen ins lange Eck. Doch gleich darauf verlor Aue den Faden, spielte im Mittelfeld viele Fehlpässe. Wattenscheids Lintjens hämmerte in der 28. Minute den Ball aus 20 Metern ins Tor zum 1:2. Kurz vor dem Pausenpfiff machte es ihm Kempkens nach und schoss ebenfalls aus 20 Metern zum 2:2 ein. 
Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams munter auf, Chancen gab es auf beiden Seiten ohne Ende. Wattenscheid hatte allerdings in der Schlussphase das glücklichere Händchen. In der 84. Minute schoss Adamu vom Elfmeterpunkt unhaltbar ins lange Eck.
Vogtland-Anzeiger vom 19.3.01: Aue in Wattenscheid unterlegen 
Wieder gut gespielt und doch verloren
Wieder einmal mussten die Veilchen die Punkte nach gutem Spiel beim Gegner lassen. Im tristen Wattenscheider Lohrheide-Stadion vor nur 948 Zuschauern reichte auch ein 2:0 Vorsprung nicht aus.
Aue begann wie auch in den Auswärtsspielen zuvor sehr couragiert und spielfreudig. Die zirka 70 mitgereisten Auer Fans trauten ihren Augen nicht, als ihre Farben schon nach 14 Minuten mit 2:0 in Front lagen. Fast konnte man von einer Duplizität der Ereignisse sprechen - im Hinspiel führten die Wattenscheider auch mit 2:0 nach  einer Viertelstunde. Nur diesmal wollten die Gäste den Spieß umdrehen. Erst setzte sich Boban auf der linken Seite im Wattenscheider Strafraum durch, behielt auch gegen mehrere Abwehrspieler die Übersicht und spielte den Ball völlig freistehend auf Popovic. Der hatte wenig Mühe, den Führungstreffer einzuschieben (5. Min.). Dann schickte Kurth den Stürmer mit einem Traumpass in die Tiefe allein auf Jacob zu, und Popovic lochte den Ball locker zum 0:2 ein (14. Min.).
Von den Gastgebern war bis zu diesem Moment nichts zu sehen, denn sie hatten Mühe überhaupt ins Spiel zu finden. Ihr Trainer Hannes Bongartz meinte dann auch nach dem Spiel: ,,Wir wurden total überrascht von einer bärenstark aufspielenden Gästemannschaft. Wir kamen die ersten 25 Minuten überhaupt nicht einmal vors Tor der Auer.''
Leider ließen sich die Gäste nach besagten 25 Minuten mit zunehmender Spieldauer den Schneid abkaufen. Ein total enttäuschter Gerd Schädlich sagte nach dem Spiel: ,,Nach dem 0:2 wurden wir unkonzentriert, hatten Ballverluste und wurden unverständlicherweise nervös.''
Die ersten Warnzeichen ka men von Adamu (25. Min.) und Stuckmann (26. Min.), deren Kopfball beziehungsweise Schuss nur knapp das Böhme- Tor verfehlten. In der 28. Minute war Aues Keeper aber machtlos, als der Wirbelwind Iyodo den Ball schön bis an die Strafraumgrenze brachte und der Wattenscheids Spielmacher Lintjens (ein Ex-Gladbacher) den Ball in Beckham-Manier ins Auer Tor schlenzte.
Aue blieb trotzdem weiter gefährlich mit guten Konteransätzen. Popovic war hellwach und immer anspielbar. Er allein hätte in der 32. Minute den alten Abstand wieder herstellen können, als er alleine auf das Wattenscheider Tor zulief, sich den Ball aber im letzten Moment doch zu weit vorlegte. So fiel der Ausgleich Sekunden vor der Halbzeitpause, als alle Auer mit den Gedanken schon in der Kabine waren. Wieder hatten Lintjens und Iyodo ihre Finger im Spiel, als plötzlich Kempkens vom rechten Strafraumeck abzog und der Ball wie ein Strich oben im linken Dreiangel des Auer Tores einschlug. ,,Zwei Sonntagsschüsse zum Ausgleich, die zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt für uns fielen'', konstatierte Wattenscheids Trainer Hannes Bongartz.
Anfang der zweiten Hälfte gab es ein zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten. Die Gastgeber drängten aber immer mehr auf das Tor der Gäste. Die Auer hielten gut dagegen, und die Abwehr stand sicher. Müller (61. Min.) und Sionko (73. Min.) hatten den Führungstreffer auf dem Fuß. Bläker (70. Min.) köpfte den Ball an die Latte des Böhme-Gehäuses und Iyodo (82. Min.) wurde ein Abseitstor aberkannt.
Es entwickelte sich ein Fight auf Biegen und Brechen. Die Wattenscheider verstärkten den Druck noch, in dem sie den Libero auflösten und in der Schlussphase der Partie alles oder nichts spielten. Sechs Minuten vor dem Ende wurden sie für ihre Bemühungen belohnt, als die Auer in einer Druckphase den Ball einfach nicht wegbekamen. Lintjens, der an allen drei Treffern beteiligt war, bediente Adamu. Der ließ auch noch Sionko aussteigen und besorgte mit einem Flachschuss - durch Freund und Feind hindurch - den Siegtreffer.
Die Niedergeschlagenheit der Veilchen nach der Partie war enorm. ,,Wieder eine bittere Niederlage. Wir hätten aus unserer 2:0-Führung einfach mehr machen müssen'', resümierte Gerd Schädlich.
MDR-Online vom 17.3.01: Dresdner SC - Wilhelmshaven
Aufatmen heißt es in Dresden nach dem 1:0 gegen den SV Wilhelmshaven. Mit dem ersten Heimsieg in diesem Jahr kletterte das Team drei Plätze auf Rang acht in der Tabelle nach oben. Dabei überholte der DSC den sächsischen Rivalen aus Aue. 
Wenig deutete anfangs auf einen Sieg für die Dresdner. Kaum torgefährliche Szenen auf einem durchweichten Boden ließen nichts Gutes ahnen. Die Abwehr stand auf beiden Seiten wie ein Bollwerk. Erst das 1:0 kurz vorm Pausenpfiff durch Thomas Schmidt riss Löcher in die Abwehrreihen. Wilhelmshaven drängte auf den Ausgleich und wurde offeniver. Die starke Hintermannschaft und einige Glanzparaden von Torhüter René Groß konnte Schlimmeres für Dresden verhindern. Dresden wollte im Gegenzug erhöhen, scheiterte jedoch meist im Abschluss. Vor allem der 1:0 Torschütze Schmidt schaffte nicht aus 15 Metern freistehend das Leder ins Netz zu spielen.
Sächsische Zeitung vom 19.3.01: Dathe denkt an Rücktritt
Kreische-Elf feiert schwer erkämpften 1:0-Sieg über Wilhelmshaven / Fans greifen Funktionäre an
Der Dresdner SC hat sich gefangen und wohl endgültig vom Kreis der Abstiegs-Kandidaten verabschiedet. Die Kreische-Schützlinge feierten mit einem schwer erkämpften 1:0 über den SV Wilhelmshaven den ersten Heimsieg in diesem Jahr.
Eigentlich hätte im Heinz-Steyer-Stadion trotz der widrigen Wetter-Verhältnisse eitel Sonnenschein vorherrschen müssen. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen gab die Mannschaft um Kapitän Thomas Hoßmang die sportlich richtige Antwort auf die Niederlagen-Serie zu Beginn des Jahres. Thomas Schmidt erzielte nach 38 Minuten das einzige Tor des Tages - in einer Partie, die am Ende eher einer Schlammschlacht glich. Doch nicht nur auf dem umgeackerten Spielfeld machte dieser Begriff am vergangenen Sonnabend die Runde.
DER GEGNER
Wilhelmshaven stellt eine der stärksten Auswärts-Vertretungen (bereits fünf Siege). Mit Libero Heiko Bonan und Kapitän Valdas Ivanauskas führen zwei gestandene Bundesliga-Profis die Mannschaft. Nach dem Rückstand setzten die Gäste alles auf eine Karte, scheiterten aber am glänzend reagierenden Torhüter René Groß.
DIE DSC-ELF
"Die drei Punkte zählen", hielt Trainer Hans-Jürgen Kreische allen Kritikern entgegen. Kämpferisch gingen seine Spieler bis an ihre Grenzen. Die Konter-Chancen wurden nicht konsequent genutzt, allerdings spielte der Kräfte-Verschleiß eine Rolle. Manndecker Knut Michael hielt Ivanauskas in Schach, Ronald Schmidt, Ronny Ernst und Thomas Schmidt werden offenbar nach "Kilometergeld" entlohnt. "Eine geschlossene Mannschaftsleistung", stellte Kreische zufrieden fest.
DIE LIZENZ
Die Unterlagen sind eingereicht. Der Etat wurde von 4,8 Millionen Mark erst einmal nach unten gedrückt. "Nachlegen können wir immer noch", sagt Präsident Thomas Dathe. Die Nachfragen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden vom DSC-Präsidium schriftlich beantwortet. Der Verein benötigt noch einige neue bzw. aufgebesserte Sponsorenverträge.
DIE ANHÄNGER
Das Gerücht um die Fusion mit Dynamo Dresden bewegt die DSC-Fans. Lautstarke Wortmeldungen waren im fast leeren Steyer-Stadion unüberhörbar: "Kinowelt - verpisst euch", "Wir wollen die Wahrheit hören" oder "Scheiß-Funktionäre". Die persönlichen Angriffe gegen einige Präsidiums-Mitglieder (Internet) gehen allerdings schon weit unter die Gürtellinie.
DER PRÄSIDENT
Thomas Dathe zeigte sich sichtlich schockiert von den verbalen Angriffen einzelner Personen. "Die Diskussionen werden auf einem sehr niedrigen Niveau geführt", sagt der Immobilien-Kaufmann. Vermutungen, er würde den DSC an Dynamo "verkaufen", bezeichnete  Dathe als idiotisch. "Ich habe mich vor zwei Jahren hingestellt und mit einigen Geschäftspartnern den Verein vor dem Konkurs bewahrt. Wir haben seitdem viel geschaffen, haben aber jetzt Grenzen erreicht. Ohne einen Vermarkter kommen wir nicht weiter."
DIE FUSION
In dieser Woche will Thomas Dathe an die Öffentlichkeit gehen und Klartext reden. "Keiner kennt das Konzept, daher sind alle Diskussionen zwecklos. Was uns bisher von Kinowelt/Sportwelt angeboten wurde, akzeptieren wir nicht. Die Entscheidung liegt allein bei den Mitgliedern. Wir wollten ihnen ein vernünftiges Angebot unterbreiten, denn es geht um Fußball-Dresden. Was derzeit abläuft, ist nicht normal. Eigentlich müsste ich von heute auf morgen aufhören. Ich glaube, dass die Fusion zu 99 Prozent schon gescheitert ist - bevor es überhaupt konkrete Gespräche zwischen den Vereinen gegeben hat."

13.03. Rot-Weiß Essen - Fortuna Düsseldorf  -   Nachholespiel vom 26.Spieltag
27. Spieltag   Zuschauer: 22 945 - 2 549 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 30 - 3,33 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
10.03. Fortuna Köln - Lüneburger SK 3 : 0 ( 1 : 0 ) 600   - - - -
10.03. SV 03 Babelsberg Potsdam - VfB Lübeck  2 : 1 ( 0 : 1 ) 2 495   - - - -
09.03. Fortuna Düsseldorf - SC Verl  0 : 4 ( 0 : 1 ) 3 500   2:0 - - -
10.03. Werder Bremen II - Rot-Weiß Essen  3 : 5 ( 1 : 3 ) 800   - - - -
10.03. Borussia Dortmund II - Dresdner SC  0 : 1 ( 0 : 1 ) 270   - - - -
09.03. Berliner TC Borussia - Eintracht Braunschweig  1 : 3 ( 1 : 1 ) 1 956   - - - -
10.03. Sachsen Leipzig - Wattenscheid 09 Bochum  1 : 0 ( 1 : 0 ) 3 124   - - - -
10.03. Erzgebirge Aue - 1.FC Union Berlin  0 : 2 ( 0 : 0 ) 5 700   2:1 1:1 1:0 1:3
10.03. Preußen Münster - Krefelder FC Uerdingen  3 : 1 ( 2 : 1 ) 4 500   2:2 - - -
      Zuschauer gesamt: 767 022 - 3 156 pro Spiel            
      Tore gesamt: 684 - 2,81 pro Spiel            

 1.( 2) Preußen Münster           26   14    7    5  +  15    48-33       49
 2.( 3) Fortuna Köln              26   14    5    7  +  12    41-29       47
 3.( 4) SV 03 Babelsberg Potsdam  26   13    8    5  +   9    40-31       47
 4.( 1) VfB Lübeck                26   13    7    6  +  20    49-29       46
 5.( 5) Eintracht Braunschweig    25   12    9    4  +  23    46-23       45
 6.( 6) 1.FC Union Berlin         25   12    9    4  +  21    40-19       45
 7.( 7) Krefelder FC Uerdingen    26   11    5   10  -   3    41-44       38
 8.( 9) Dresdner SC               26   10    7    9  +   1    30-29       37
 9.(12) SC Verl                   26    9    8    9  +   1    34-33       35
10.(13) Rot-Weiß Essen            26   10    5   11  -   4    33-37       35
11.( 8) Erzgebirge Aue            26   10    5   11  -  12    26-38       35
12.(11) SV Wilhelmshaven          25    8    9    8  -   1    35-36       33
13.(10) Wattenscheid 09 Bochum    25    9    6   10  -   2    46-48       33
14.(14) Sachsen Leipzig           26    8    8   10  -   1    30-31       32
15.(15) Fortuna Düsseldorf        25    8    3   14  -   6    33-39       27
16.(16) Werder Bremen II          25    5    8   12  -  13    29-42       23
17.(17) Lüneburger SK             25    6    3   16  -  18    35-53       21
18.(18) Berliner TC Borussia      26    6    3   17  -  27    25-52       21
19.(19) Borussia Dortmund II      25    3    9   13  -  15    23-38       18
 

Sachsen Leipzig - Wattenscheid 09 Bochum im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - 1.FC Union Berlin im Spiegel der Presse Borussia Dortmund (Amateure) - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 10.3.01: FC Sachsen holt fünften Heimsieg
Der FC Sachsen Leipzig kann noch gewinnen. Die Messestädter gewannen ihr Heimspiel gegen die SG Wattenscheid 09 verdient mit 1:0 (1:0). Den Siegtreffer erzielte Almir Filipovic in der 35. Minute. Nach zwei Niederlagen in Folge haben sich die Sachsen zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesichert, bleiben aber weiterhin auf dem 14. Tabellenplatz punktgleich mit Wattenscheid.
Die Partie im Alfred-Kunze-Sportpark verlief zunächst ausgeglichen. Wattenscheid als unmittelbarer Tabellennachbar der Sachsen spielte mit, hatte aber keine zwingenden Torchancen. Mit zunehmender Spieldauer nahmen die Gastgeber dann das Spiel in die Hand. Die Abwehr kontrollierte den Wattenscheider Angriff. Filipovic hatte in der 32. Minute die erste Chance für die Leipziger, scheiterte aber am überragenden Gäste-Torhüter Christoph Jacob. Drei Minuten später konnte der Bosnier nach eine Freistoß von Jiri Poviser aus fünf Metern frei zum 1:0 verwandeln.
In der zweiten Halbzeit blieb der FC Sachsen weiterhin spielbestimmend, konnte aber mehrere Chancen nicht nutzen.
MDR-Online vom 10.3.01: Schwache Schlussphase - Aue verliert
Daniel Teixeira mit seinem 19. Saisontor und Harun Isa an seiner alten Wirkungsstätte haben die Aufstiegshoffnungen des 1. FC Union Berlin genährt. Das Sturmduo traf beim FC Erzgebirge Aue in der 74. und 81. Minute und sicherte damit den 2:0 (0:0)-Auswärtssieg.
Beide Mannschaften schenkten sich nichts und lieferten sich von Beginn an einen offensiven Schlagabtausch. Allerdings wurde schnell sichtbar, dass beide Teams ihre besten Akteure in der Abwehr haben. Die Stürmer wurden messerscharf gedeckt, so dass Torchancen Mangelware blieben. Für die beste Aktion in der ersten Halbzeit sorgte Petr Grund. Er verschoss einen Freistoß aus 25 m nur ganz knapp über den Querbalken.
Die Entscheidung fiel mit dem Teixeira-Treffer, der die Neutralisation aufhob. Nach mehreren Abwehrfehlern stellte Isa, der vor der Saison von Aue nach Berlin gewechselt war, den Entstand für die taktisch cleveren Unioner her.
MDR-Online vom 10.3.01: DSC holt wichtige Punkte
Nach zuletzt schwachen Spielen sicherte sich der Dresdner SC bei den Amateuren von Borussia Dortmund drei wichtige Punkte. Vor der Minuskulisse von 240 Zuschauern erzielte Andreas Diebitz in der 15. Minute den Siegtreffer. Der DSC kann in Sachen Abstiegskampf jetzt wieder etwas aufatmen.
Trotz Unterzahl - Ex-Profi Rocco Milde hatte wegen Nachtretens bereits in der ersten Halbzeit die Rote Karte gesehen (34.) - brachte der DSC den Sieg in einem insgesamt schwachen Spiel über die Zeit. Damit ging für die Dresdner eine Serie von vier sieglosen Spielen hintereinander zu Ende. Vor allem an der kompakten Hintermannschaft der Sachsen bissen sich die Dortmunder über 90 Minuten die Zähne aus. René Groß zeigte im Tor keine Schwäche, Ex-Profi Thomas Hoßmang überzeugte als umsichtiger Abwehrchef.
Die BVB-Amateure fanden dagegen kein Mittel, obwohl ihr Neuzugang Connor Casey erstmals nach abgesessener Rot- Sperre wieder von Beginn an auflaufen durfte. Aber auch Casey konnte sich kaum in Szene setzen. So reichte den biederen Gästen der sehenswerte Kopfballtreffer von Diebitz zum dreifachen Punktgewinn.
Dresdner Neueste Nachrichten vom 12.3.01: Dank Diebitz drei Punkte stibitzt
REGIONALLIGA NORD: Borussia Dortmund/Amateure vs Dresdner SC Fußball 98 0:1 (0:1) 
Dortmund. Die Gastgeber staunten nicht schlecht, dass als erste zwei Unbekannte aus der DSC-Kabine kamen. Ronald Hamel und Andreas Diebitz führten die Elf auf den Rasen des denkmalgeschützten Stadions Rote Erde entgegen der landläufigen Reihenfolge Alter vor Schönheit. Genau diese beiden spielten in Hans-Jürgen Kreisches taktischem Konzept die tragenden Rollen und sorgten dafür, dass der Dresdner SC bei den Amateuren von Borussia Dortmund mit 1:0 gewann. 
Nach enttäuschenden Auftritten von Sergio Bustos und Nikica Maglica hatte sich Kreische etwas Neues ausgedacht. Im Mittelfeld setzte der Coach auf die Erfahrung des Seniors gepaart mit jugendlichem Spielwitz. Youngster Ronald Hamel hatte sich im Training angeboten und Routinier Andreas Diebitz hatte der Trainer "aus der Kneipe" geholt. Kreische: "Der Gastwirt trainiert bloß zweimal die Woche und ist nicht der Schnellste. Aber er ist ein Vorbild." Für Hamel war es der erste Einsatz der Saison in der Startformation. "Wir wollten einfach erst mal kämpfen gleich von Anfang an." 
Bis zur 35. Minute war Kreisches Strategie voll aufgegangen. Bereits nach zwei Minuten setzte Hamel den Nachschuss eines Hoßmang-Freistoßes an den Außenpfosten. Nach gut einer Viertelstunde erwischte Hamel einen abgewehrten Freistoß auf der rechten Außenbahn und flankte präzise auf den langen Pfosten, wo der "Mann vom Tresen" sich hingeschlichen hatte. Diebitz hielt den Kopf hin und schon stand es 1:0. 
Auch sonst war Diebitz an allen entscheidenden Situationen beteiligt und verschliss im gesamten Spiel mit Gambo, Casey und Placzek namhafte BVB-Akteure. Das war auch notwendig, denn Ronny Ernst zog sich nach 24 Minuten bei einer Rettungsaktion im eigenen Strafraum einen Muskelfaserriss zu. Zudem schwächte kurz darauf Rocco Milde durch ein völlig unnötiges Revanchefoul im Mittelfeld noch dazu vor den Augen des Schiedsrichters seine Mannschaftskameraden personell. Die rote Karte drohte die Dresdner Taktik über den Haufen zu werfen. Doch der DSC um Diebitz und Hoßmang kam aus der Dortmunder Drangperiode mit dem Schrecken über Gambos Kopfball an den Pfosten (49.) davon. Unter größten körperlichen Turbulenzen rettete der DSC die Führung über die Zeit und die 36 Jahre alten Knochen des Gastronoms überstanden sogar einen Überschlag in der Luft mit unsanfter Landung (56.). Am Ende hätten seine Kameraden den Vorsprung sogar noch ausbauen können, hätte Hamel etwas präziser auf Lau geflankt (83.). Aber auch der Ausgleich war möglich, aber Fernando Cassano rettete in der letzten Minute für seinen geschlagenen Torwart René Groß. 
Nach dem Spiel schmeckte Kreische das Mettbrötchen sichtlich, als hätte Ronald Hamel mit seinem tollen Spiel gegen das junge Team seines Kollegen Boekamp den Appetit geweckt: "Wir müssen verstärkt auf die Jugend setzen. Das muss der Weg sein, den der DSC in Zukunft geht." Ohne die wertvolle Erfahrung der Alten geht es aber nicht, denn so Diebitz: "Der Ronald kann von mir lernen, wie man ab und zu mal 'ne Bierflasche aufmacht." Das haben sie dann gleich auf der Rückfahrt probiert.

26. Spieltag   Zuschauer: 27 053 - 3 006 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 22 - 2,44 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
03.03. SC Verl - Preußen Münster  0 : 2 ( 0 : 1 ) 1 729   4:0 0:2 2:2 0:2
02.03. Krefelder FC Uerdingen - SV 03 Babelsberg Potsdam  1 : 0 ( 1 : 0 ) 2 229   - - - -
03.03. VfB Lübeck - Fortuna Köln  0 : 2 ( 0 : 1 ) 5 600   - - - 1:1
03.03. Lüneburger SK - Erzgebirge Aue  1 : 2 ( 0 : 2 ) 1 200   - - - -
03.03. 1.FC Union Berlin - Sachsen Leipzig  2 : 0 ( 1 : 0 ) 6 221   1:1 4:1 0:0 4:2
03.03. Wattenscheid 09 Bochum - Berliner TC Borussia  2 : 1 ( 0 : 0 ) 933   - 0:1 - -
04.03. SV Wilhelmshaven - Borussia Dortmund II  2 : 1 ( 1 : 1 ) 1 000   - - - -
03.03. Dresdner SC - Werder Bremen II  1 : 1 ( 0 : 1 ) 1 008   - - - -
13.03. Rot-Weiß Essen - Fortuna Düsseldorf  1 : 3 ( 1 : 0 ) 7 133   3:0 - - -
      Zuschauer gesamt: 744 077 - 3 180 pro Spiel            
      Tore gesamt: 654 - 2,79 pro Spiel            

 1.( 1) VfB Lübeck                25   13    7    5  +  21    48-27       46
 2.( 3) Preußen Münster           25   13    7    5  +  13    45-32       46
 3.( 5) Fortuna Köln              25   13    5    7  +   9    38-29       44
 4.( 2) SV 03 Babelsberg Potsdam  25   12    8    5  +   8    38-30       44
 5.( 4) Eintracht Braunschweig    24   11    9    4  +  21    43-22       42
 6.( 6) 1.FC Union Berlin         24   11    9    4  +  19    38-19       42
 7.( 7) Krefelder FC Uerdingen    25  11    5    9  -   1    40-41       38
 8.(11) Erzgebirge Aue            25   10    5   10  -  10    26-36       35
 9.( 8) Dresdner SC               25    9    7    9      0    29-29       34
10.(12) Wattenscheid 09 Bochum    24    9    6    9  -   1    46-47       33
11.(13) SV Wilhelmshaven          25    8    9    8  -   1    35-36       33
12.( 9) SC Verl                   25    8    8    9  -   3    30-33       32
13.(10) Rot-Weiß Essen            25    9    5   11  -   6    28-34       32
14.(14) Sachsen Leipzig           25    7    8   10  -   2    29-31       29
15.(15) Fortuna Düsseldorf        24    8    3   13  -   2    33-35       27
16.(16) Werder Bremen II          24    5    8   11  -  11    26-37       23
17.(17) Lüneburger SK             24    6    3   15  -  15    35-50       21
18.(18) Berliner TC Borussia      25    6    3   16  -  25    24-49       21
19.(19) Borussia Dortmund II      24    3    9   12  -  14    23-37       18
 

1.FC Union Berlin - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Lüneburger SK - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Dresdner SC - Werder Bremen (Amateure) im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 3.3.01: Teixeira schießt Union zum Sieg 
Sachsen Leipzig bleibt im Tabellenkeller stecken. Union Berlin war beim 2:0 das cleverere Team und siegte verdient. Die erste Chance des Spiels verbuchten die Leipziger. Klee versiebte aus Nahdistanz kläglich (4.). In der Folgezeit entwickelte ein mäßiges Spiel.
Union vergab durch Isa die mögliche Führung. Der Unioner ballerte einen Elfer (von Schiemann verursacht) in die Wolken. Teixeira machte es besser: Er staubte zum 1:0 ab. Für die Entscheidung sorgte eine undurchsichtige Einwurf-Situation. Union führte schnell aus, Teixeira war wieder zur Stelle und schoss zum 2:0-Sieg ein.
Leipziger Volkszeitung vom 5.3.01: Union-Stürmer Daniel Teixeira macht den feinen Unterschied
Brasilianer trifft beim 2:0 gegen die Sachsen doppelt / Klee verpasst Führung
Berlin. Es soll ja Wichtigeres geben als Fußball. Zum Beispiel Zuneigung. Weil die zwischen Union-Trainer Georgi Wassilew und Hristo Bonev ausnehmend innig ist, suchten die bulgarischen Fußball-Lehrer zunächst nicht nach Gründen fürs 2:0 der Eisernen, sondern machten in gegenseitigen Ehrerbietungen. "Georgi hat das beste Team der Liga", begann Sachsen-Coach Bonev. "Er wird aufsteigen!" Dank des Spezies:"Mit diesem Trainer bleibt Leipzig drin."
Hörte sich alles ganz nett an, ging aber an den Realitäten in der "Alten Försterei" vorbei. In der Verfassung vom Sonnabend wird Union Berlin keinen Aufstiegsplatz ergattern, der FC Sachsen nicht mehr viele Auswärtspunkte holen und folglich den Drittligaerhalt im Kunze-Sportpark bewerkstelligen müssen. Dort gehört neuestens ein Altar zum Inventar. Ein Fan: "So wie die zuletzt gespielt haben, brauchen wir Hilfe von oben." 
Vier Fußballer prägten eine intensiv geführte, aber ereignisarme Partie. Beginnen wir mit Leipzigs Angreifer Carsten Klee. "Hätten Sie den reingemacht?", fragte Bonev einen Journalisten nach Klees Chance in Minute vier. "Ja, Sie hätten! Das war keine 100-prozentige, das war eine 1000-prozentige!" Müßig, die Wechselwirkung einer frühen Sachsen-Führung zu diskutieren. Daniel Teixeira, ein anderer Hauptdarsteller, machte den Unterschied. Würde der Union-Sürmer nach Laufleistung bezahlt, müsste die Familie des Brasilianers darben. "Ja", sagte der lediglich angeschwitzte zweifache Torschütze hinterher. "Ich hatte heute nicht viele Ballkontakte." Und: "Mein Gegenspieler war nicht gerade fair."
Andy Schiemann gewann fast alle Duelle, die entscheidenden verlor er. 30. Minute: "Schimmi"-Grätsche im Strafraum, Schiri Voss gibt Elfmeter. "Ball gespielt", beteuert der Stopper. "Kein Elfer", bestätigt Torwart René Twardzik. Auch kein Tor, weil Harun Isas Spannstoß über die Latte rauscht. Glück gehabt. Gilt auch fürs nächste Tete-a-tete. Einer hält, einer fällt. Noch ein Elfer? Twardzik: "War schon eher einer." Herr Voss sieht's anders. Wieder Glück gehabt. 
Die Berliner Führung holt den vierten Mann ins Boot. Ganz Leutzsch spielt nach einem abgewehrten Ball auf Abseits. Bis auf Bela Virag, der bei Teixeira bleibt und dessen 1:0 bewundert (40.). Beim Berliner 2:0 (86.) haben Virag und Schiemann gemeinsam ihre Hände im Spiel. Erst führt der Ungar einen Einwurf aus, obwohl Voss ausdrücklich einige Meter Rückversetzung forderte. Einwurf Union, drei Stationen später macht Teixeira das 2:0. Schiemann ist nicht zugegen.
Zu oft in Aktion war der Unparteiische. Zumindest nach dem Geschmack von Georgi Wassilew (wurde in der 68. Minute auf die Tribüne geschickt). "Ich sage ja sonst nichts über die Schiedrichter. Aber dieser Schiri war wie ein fremder Mann." Der Union-Trainer hätte sich an seine sonstigen Gepflogenheiten halten sollen. Befremdlich wirkten an diesem Tag andere Dinge.
MDR-Online vom 3.3.01: Aue mit „Köpfchen“ zum Sieg
Aufatmen in Aue: Die Erzgebirgler festigten nach dem 2:1-Auswärtssieg in Lüneburg ihren Mittelfeldplatz. Der FCE erwischte einen Start nach Maß. Schädlich setzte auf Offensive und wurde belohnt. Nach einem krassen Torwartfehler köpfte Sionko zur Führung ein. Das 2:0 war eine Parallele zum ersten Tor. Diesmal war Popovic per Kopf zur Stelle.
Dann verlor Aue den Spielfaden - Lüneburg traf zweimal die Latte. Die norddeutschen Gastgeber blieben nach dem Wechsel am Drücker und kamen zum 1:2-Anschluss. Mit Glück überstand Aue die Schlussphase ohne Gegentreffer.
Freie Presse vom 5.3.01: Das Glück ist zurück
FC Erzgebirge Aue gewinnt 2:1 beim Lüneburger SK
Lüneburg. Erleichtert sind sich Spieler und Verantwortliche des FC Erzgebirge Aue am Sonnabend nach 90 spannenden Spielminuten im Lüneburger Wilschenbruch-Stadion in die Arme gefallen. Denn die Veilchen hatten drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord eingefahren. Und mit diesem Sieg ging eine lange Durststrecke zu Ende. Seit dem Auswärtssieg bei Union Berlin konnten die Auer nach fast einem halben Jahr wieder einmal alle drei Zähler mit auf die Heimreise nehmen.
„Wir hatten heute natürlich auch das nötige Glück, das uns in den letzten Auswärtsbegegnungen fehlte“, sagte ein erleichterter FCE-Trainer Gerd Schädlich nach der spannenden Partie. In der Tat hatte sein Team bereits in Essen und Uerdingen gut gespielt, am Ende sprang jedoch nichts Zählbares heraus.
Der FC Erzgebirge begann in Lüneburg furios, setzte die Gastgeber unter Druck und kam folgerichtig zu guten Chancen. Nachdem Gastgeber-Keeper Florin Berta bei Schüssen von Jörg Kirsten und Marco Kurth noch großartig pariert hatte, leistete er sich in der 23. Spielminute einen folgenschweren Fehler. Nach einem Tautenhahn-Freistoß stieg er im Strafraum zusammen mit Radek Sionko hoch, faustete aber am Leder vorbei. Von Sionkos Kopf sprang der Ball zur Veilchen-Führung über die Torlinie. Der verdutzte Berta beschwerte sich beim Schiedsrichter, weil er sich von Sionko regelwidrig attackiert fühlte. 
Da sich die Aktion jedoch außerhalb des Fünfmeterraums abspielte, blieb der Pfiff zurecht aus. Der Auer Mittelfeldspieler sah die Szene nach dem Spiel so: „Es war ein normaler Zweikampf“, um mit einem Schmunzeln hinzuzufügen: „Ein englischer.“ Die Gastgeber zeigten sich beeindruckt vom aggressiven Auer Spiel. Dies nutzten die Erzgebirger sofort zum 2:0. In der 
26. Spielminute kamen sie - erneut nach einer Standardsituation - zum Erfolg. Einen Freistoß von Tonci Boban köpfte Veselin Popovic ins kurze Eck. Erstmals seit langer Zeit konnte man im FCE-Lager mit dem Aufwand-Nutzen-Verhältnis zufrieden sein, man führte auf des Gegners Platz nach dem ersten Durchgang mit 2:0.
Der Lüneburger SK setzte in der zweiten Halbzeit alles auf eine Karte und kam auch zum Anschlusstreffer. Danach begann die beste Phase der Gastgeber, doch der FCE verteidigte den kostbaren Vorsprung. Unter anderem scheiterten die Lüneburger Angreifer dreimal an der Querlatte des Auer Tors. Aues Manager Lutz Lindemann fühlte sich an die Auswärtsauftritte des FCE zu Saisonbeginn erinnert. „Der heutige Sieg war vergleichbar mit denen von Verl oder Lübeck.“
MDR-Online vom 3.3.01: DSC punktet nach langer Durststrecke
Der Dresdner SC hat nach drei sieglosen Spielen vor heimischer Kulisse gegen Werder Bremen (A) ein 1:1 erkämpft. Dabei begann Werder furios: Rolfes brachte den Tabellenvorletzten schon nach drei Minuten in Führung. Nach einer Ecke war der Bremer per Kopf zur Stelle.
Die Dresdner fanden vorerst nicht ins Spiel. Konzept- und planlos rannten die DSC-Kicker gegen das Abwehrbollwerk der Norddeutschen an. Nach dem Wechsel steigerte sich der DSC und kam durch Milde zum Ausgleich. Der Stürmer traf nach Vorarbeit von Ernst. Die Gastgeber waren weiter spielbestimmend, Großchancen blieben aber aus.
Sächsische Zeitung vom 5.3.01: Milde rettet einen Punkt
Kreische-Schützlinge müssen sich gegen Bremens Amateure mit einem 1:1 begnügen
Im sogenannten Sechs-Punkte-Spiel kam der Dresdner SC gegen die abstiegsbedrohten Amateure von Werder Bremen nicht über ein 1:1 hinaus.
Die Bremer stellten sich im Steyer-Stadion nicht wie ein Abstiegskandidat vor. Nach dem frühen Kopfballtor durch Simon Rolfes kamen die Gastgeber nur schwer in Tritt. Spielerisch blieben die Kreische-Schützlinge nahezu alles schuldig, an der kämpferischen Bereitschaft konnte man keine Abstriche machen.
TABELLEN-SITUATION
"Mit dem 1:1 bin ich nach diesem Spielverlauf zufrieden", sagte Hans-Jürgen Kreische. Der DSC-Coach weiß um die Brisanz der Tabellen-Situation. Sieben Punkte rangiert seine Mansnchaft vor Abstiegs-Platz 15. Dort steht derzeit Fortuna Düsseldorf, hat aber zwei Spiele weniger bestritten. Am Sonnabend folgt das nächste Schlüsselspiel in Dortmund. Ein Remis muss das Minimalziel sein, damit die (Abstiegs-)Situation nicht prekär wird.
ABWEHR
Torhüter René Groß hielt, was zu halten war, und verhinderte gegen Alexander Nouri und Tim Borowski das zweite Gegentor. Fernando Cassano agierte gewohnt zuverlässig, hatte aber Glück, dass Schiedsrichter Schriever (Friedrichshain) seinen "Trikottest" bei Mamoum nicht mit Elfmeter ahndete (50.). Knut Michael und Thomas Hoßmang spulten ihr Programm ohne größere Fehler herunter. Allerdings: Die lang geschlagenen Pässe des Kapitäns waren gegen die kopfballstarke Vierer-Abwehrkette der Bremer wirkungslos.
MITTELFELD
Das Leistungs-Gefälle innerhalb der Mannschaft ist groß. Sergio Bustos stand völlig neben seinen Schuhen, wurde frühzeitig vom Platz genommen. Im Mittelfeld fehlte ein Denker und Lenker. Nikica Maglica sorgte nach seiner Einwechslung wenigstens bei Standards (Eckbälle) für Präzision. Ronald Schmidt hatte gute Szenen, aber dem Blondschopf fehlt es in entscheidenden Momenten am Selbstbewusstsein. Ronny Ernst ließ sein Können einige Male aufblitzen (Vorbereitung zum Ausgleich). René Beuchel hob sich vor allem durch seinen blonden Haarschopf ab, Tino Wächtler war kaum zu sehen.
ANGRIFF
Thomas Schmidt hatte einen schweren Stand, zumal Werder nach dem Führungstor sehr kompakt stand (Schierenbeck). Rocco Milde rettete mit seinem neunten Saisontor einen Punkt und beendete die Negativserie. Der beste DSC-Torschütze war unaufhörlich auf Achse, die Anspiele kamen aber meist zu hoch.

25. Spieltag   Zuschauer: 30 321 - 3 369 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 29 - 3,22 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
10.04. Sachsen Leipzig - Lüneburger SK  5 : 0 ( 1 : 0 ) 2 599   - - - -
24.02. Erzgebirge Aue - VfB Lübeck  1 : 1 ( 1 : 1 ) 2 200   - - - -
04.04. SV 03 Babelsberg Potsdam - SC Verl  2 : 0 ( 0 : 0 ) 1 893   - - - -
25.02. Preußen Münster - Rot-Weiß Essen  3 : 1 ( 3 : 0 ) 5 200   1:0 - 0:1 -
25.02. Fortuna Düsseldorf - Dresdner SC  1 : 0 ( 1 : 0 ) 3 800   - - - -
25.02. Werder Bremen II - SV Wilhelmshaven  0 : 2 ( 0 : 1 ) 350   1:2 1:1 2:1 2:1
28.04. Eintracht Braunschweig - Wattenscheid 09 Bochum  2 : 3 ( 1 : 1 ) 7 220   - - - -
11.04. Berliner TC Borussia - 1.FC Union Berlin  0 : 5 ( 0 : 1 ) 5 946   - - - -
21.02. Fortuna Köln - Krefelder FC Uerdingen  1 : 2 ( 1 : 1 ) 1 113   - 1:1 2:2 1:2
      Zuschauer gesamt: 717 024 - 3 187 pro Spiel            
      Tore gesamt: 632 - 2,81 pro Spiel            

 1.( 1) VfB Lübeck                24   13    7    4  +  23    48-25       46
 2.( 4) SV 03 Babelsberg Potsdam  24   12    8    4  +   9    38-29       44
 3.( 5) Preußen Münster           24   12    7    5  +  11    43-32       43
 4.( 2) Eintracht Braunschweig    24   11    9    4  +  21    43-22       42
 5.( 3) Fortuna Köln              24   12    5    7  +   7    36-29       41
 6.( 6) 1.FC Union Berlin         23   10    9    4  +  17    36-19       39
 7.(10) Krefelder FC Uerdingen    24   10    5    9  -   2    39-41       35
 8.( 7) Dresdner SC               24    9    6    9      0    28-28       33
 9.( 8) SC Verl                   24    8    8    8  -   1    30-31       32
10.( 9) Rot-Weiß Essen            24    9    5   10  -   4    27-31       32
11.(11) Erzgebirge Aue            24    9    5   10  -  11    24-35       32
12.(12) Wattenscheid 09 Bochum    23    8    6    9  -   2    44-46       30
13.(13) SV Wilhelmshaven          24    7    9    8  -   2    33-35       30
14.(14) Sachsen Leipzig           24    7    8    9      0    29-29       29
15.(16) Fortuna Düsseldorf        23    7    3   13  -   4    30-34       24
16.(15) Werder Bremen II          23    5    7   11  -  11    25-36       22
17.(17) Lüneburger SK             23    6    3   14  -  14    34-48       21
18.(18) Berliner TC Borussia      24   6    3   15  -  24    23-47       21
19.(19) Borussia Dortmund II      23    3    9   11  -  13    22-35       18
 

Sachsen Leipzig - Lüneburger SK im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - VfB Lübeck im Spiegel der Presse Fortuna Düsseldorf - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 10.4.01: FC Sachsen dreht nach der Pause auf
Der FC Sachsen Leipzig ist nach dem 5:0 (1:0)-Kantersieg gegen Lüneburg dem Klassenerhalt ein großes Stück näher.
Schon in der ersten Halbzeit waren die Leipziger überlegen, doch auf ein Tor mussten die Fans bis zur 45. Minute warten. Als Klee von Berta im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Lünsmann sicher zum 1:0.
Nach dem Wechsel ließen es die Messestädter richtig krachen. Goshev eröffnete mit einem präzisen Flachschuss den Torreigen. Lünsmann und Klee trafen aus Nahdistanz. Den 5:0-Schlusspunkt unter eine starke Partie der Leutzscher setzte der Verteidiger Höche.
Leipziger Volkszeitung vom 11.4.01: Sachsen-Schützenfest vor Ostern
Lünsmann trifft doppelt gegen Lüneburg / Auch Klee, Goshev, Höche erfolgreich beim höchsten Saisonsieg
Leipzig. Sachsen-Marketingchef Georg Schäfer sollte öfters im flauschigen Osterhasen-Dress durch die Gegend hoppeln. Nachdem der 46-Jährige Süßigkeiten unter die Leutzscher Anhänger gebracht hatte, legte der FC Sachsen Leipzig dem chancenlosen Lüneburger SK gleich fünf Eier ins Nest. Mike Lünsmann (2), Vlatko Goshev, Carsten Klee und Chris Höche trafen für die in Halbzeit zwei in Galaform aufspielenden Gastgeber, die sich mit dem 5:0 (1:0) - der höchste Saisonsieg seit Urzeiten - auf satte sechs Punkte vorm ersten Abstiegsrang in der Regionalliga Nord wegspielten. 
"Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung", atmete Gerd Achterberg tief durch, "jetzt können wir beruhigter nach Aue fahren." Doppeltorschütze Mike Lünsmann pflichtete dem Manager bei: "Mit diesem Erfolg und der jüngsten Serie geht auch am Sonnabend was." Angesprochen auf seine lange Torflaute meinte der Stürmer: "Ich habe immer an mich geglaubt, es war nur eine Frage der Zeit, wann ich wieder treffe."
Coach Hristo Bonev hatte nach dem gewonnenen "Spiel des Jahres" nur an der Anfangsphase etwas auszusetzen: "Die ersten 20 Minuten hatten wir Angst, nach dem Wechsel wurde richtig gut Fußball gespielt." 
Besagte 20 Minuten ließen sich problemlos auf die komplette erste Halbzeit ausweiten. In der deutete nichts auf die späteren Glücksgefühle und stehenden Ovationen der 2599 Fans hin: Null Stimmung, kaum Chancen, monotone Leutzscher Angriffsbemühungen durch die Mitte prägten das triste Geschehen. 
Unter dem Mantel des Schweigens lugte nur eine Szene aus der 45. Minute hervor, als Lünsmann einen an Klee verwirkten Foulelfer eiskalt zum 1:0 verwandelte. Nach dem Wechsel hauchten Vlatko Goshev (48.) Lünsmann (51.) das ohnehin nur schwach glimmende Lüneburger Lebenslicht aus, mit dem 2:0 und 3:0 war alles klar im Kunze-Sportpark. 
Es folgte, was immer folgte, wenn die einen befreit und die anderen mit zunehmend dickeren Beinen spielen - der FC Sachsen nahm die Gäste nach allen Regeln der Kunst auseinander. 
"Wir waren völlig platt, nur Spielball des FC Sachsen", urteilte Lüneburgs Coach Harry Pleß. "Ein Unding dass diese Leipziger etwas mit dem Abstieg zu tun haben."
Dass Klees 4:0 erst eine Viertelstunde vor Schluss fiel, grenzte an ein Wunder, zuvor hatten Lünsmann, Almir Filipvic und Co. mehrfach Gnade walten lassen. Das schönste Tor des Tages resultierte aus einer filigranen Co-Produktion der als Eisenfüße verschrieenen Chris Höche und Andy Schiemann, die ersterer überlegt mit dem 5:0 abschloss (81.).
MDR-Online vom 24.2.01: Aue verpasst verdienten Sieg
Trotz spielerischer Vorteile hat der FC Erzgebirge Aue gegen den Favoriten Lübeck nur einen Punkt geholt. Die Gastgeber kamen sofort gut mit den Verhältnissen zurecht. Folgerichtig ging Aue in Führung: Nach Ecke von Grund verlängert Tautenhahn auf Kirsten. Der lauert am Pfosten und köpft unhaltbar ins linke obere Eck. Weitere Chancen blieben ungenutzt: Popovic traf nur die Latte (75.). Salomo, Jank und Kirsten scheitern an Tormann Schäfer. Lübeck nutzte seine einzige bessere Chance zum Ausgleich. Turgut trifft per Freistoß aus 22 m unter die Querlatte.
MDR-Online vom 24.2.01: DSC wieder Punkteflieferant
Auch beim vermeintlich schwächeren Gegner Fortuna Düsseldorf hat der Dresdner SC keinen Punkt geholt. Der 1:0-Sieg der Gastgeber war hochverdient und hätte durchaus noch höher ausfallen können. Die frühe Entscheidung wurde durch einen groben Fehler beim DSC begünstigt. Michael verpendelte den Ball an der Außenlinie, Poutilo flankt auf Marin und der schießt ein. Nach der Pause spielte der DSC zwar engagierter, eine Chance von Milde (58.) blieb aber die einzige nennenswerte Aktion. Die Niederlage bei Fortuna ist schon die dritte in Folge. 
Sächsische Zeitung vom 25.2.01: Dritte Niederlage in Folge
Kreische-Elf beim 0:1 in Düsseldorf viel zu harmlos / Bustos verletzt ausgeschieden
Der Dresdner SC verlor auch sein drittes Punktspiel in diesem Jahr. Beim Ex-Bundesligist Fortuna Düsseldorf unterlagen die Elbestädter mit 0:1. Statt auf Zweitliga-Ambitionen müssen sich die Dresdner nun auf den Abstiegskampf in der Regionalliga Nord konzentrieren.
Nach fünf Minuten war es bereits passiert: Düsseldorfs Stürmer-Routinier Marcus Marin stand völlig frei im Dresdener Strafraum und markierte den Führungstreffer für die Gastgeber. Von dem vermeidbaren Gegentreffer konnten sich die Schützlinge von Hans-Jürgen Kreische nicht mehr erholen, und so unterlag der Dresdener SC in Düsseldorf vor 3 800 Zuschauern folgerichtig mit 0:1. "Wir sind jetzt mitten im Abstiegskampf", meinte Kreische, der mit der Ladehemmung seiner Stürmer haderte: "Rocco Milde trifft im Moment einfach nicht, er braucht wie die gesamte Mannschaft ein Erfolgserlebnis." 
Der angesprochene Milde, der noch die beste Möglichkeit für seine Elf hatte, sah die Probleme eher woanders: "Wir haben zu wenige Chancen herausgespielt, das war einfach ein Spiel auf mäßigem Niveau", meinte der Stürmer. Torwart René Groß bemängelte die zahlreichen individuellen Fehler seiner Mitspieler und teilte damit die Ansicht seines Trainers. Hätte Thomas Boden seinen Gegenspieler Marin in der Anfangsphase des Spiels am erfolgreichen Torschuss hindern können, hätte die Begegnung möglicherweise einen anderen Verlauf genommen. So taten sich die Dresdner gegen den Abstiegskandidaten, der fortan aus einer sehr massierten Abwehr agierte, überaus schwer. Chancen blieben auf beiden Seiten über die 90 Minuten Mangelware.
Wenn der DSC einmal aussichtsreich in die Nähe des Düsseldorfer Tores kam, dann meist über Ronny Ernst, der seinen Kontrahenten Sven Mollenhauer auf der rechten Angriffsseite vor große Probleme stellte. Mollenhauer musste nach einer Stunde raus, weil er sich in schöner Regelmäßigkeit von Ernst überlaufen ließ. Zählbares kam indes bei den Dresdner Vorstößen nicht heraus, weil man die entscheidenden Zweikämpfe verlor. Pech für den DSC, dass zu allem Überfluss Sergio Bustos nach einem derben Foul von Rudi Zedi kurz vor der Pause vom Platz musste.
Der Argentinier erlitt eine Mittelfuß-Prellung, soll heute in Frankfurt/Main behandelt werden. "Es ist nichts Schlimmes, Sergio kann sicher gegen Bremen spielen", glaubt Johny Baez. Der Berater von Bustos und Cassano bestätigte die nächste Verhandlungsrunde mit Union Berlin. "In der ersten Märzwoche machen wir Nägel mit Köpfen", glaubt Baez. Während der Wechsel von Bustos in die Hauptstadt so gut wie sicher ist, absolviert Cassano im April ein Probetraining bei einem Zweitligisten. "Den Namen des Vereins will ich noch nicht verraten, weil ich mit dem dortigen Trainer befreundet bin, und der mich darum gebeten hat."
Die Dresdner versuchten im zweiten Durchgang ihr Glück mit zwei frischen Kräften. Nikica Maglica und Roland Hamel trugen dazu bei, dass man nun etwas mehr Zug zum Tor zeigte. Milde, der das Spielgerät volley über den Kasten beförderte, und René Beuchel, der an Schlussmann Mirko Bitzer scheiterte, hatten aber die einzigen Möglichkeiten zum Ausgleich. "Die nächsten Spiele sind von ganz entscheidender Bedeutung für uns", mahnt Kreische.

24. Spieltag   Zuschauer: 28 251 - 3 139 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 25 - 2,78 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
17.02. Dresdner SC - Preußen Münster  0 : 2 ( 0 : 0 ) 1 014   - - - -
17.02. Rot-Weiß Essen - SV 03 Babelsberg Potsdam  0 : 3 ( 0 : 1 ) 4 912   - - - -
17.02. SC Verl - Fortuna Köln  0 : 1 ( 0 : 0 ) 1 200   - - - -
17.02. Krefelder FC Uerdingen - Erzgebirge Aue  1 : 0 ( 0 : 0 ) 1 850   - - - -
17.02. VfB Lübeck - Sachsen Leipzig  4 : 0 ( 3 : 0 ) 4 800   - - - -
17.02. Lüneburger SK - Berliner TC Borussia 2 : 1 ( 1 : 0 ) 1 500   - - - -
17.02. 1.FC Union Berlin - Eintracht Braunschweig  2 : 2 ( 0 : 2 ) 11 365   - - - -
18.02. Borussia Dortmund II - Werder Bremen II  1 : 1 ( 0 : 1 ) 410   - - - -
18.02. SV Wilhelmshaven - Fortuna Düsseldorf  2 : 3 ( 0 : 0 ) 1 200   - - - -
      Zuschauer gesamt: 686 703 - 3 179 pro Spiel            
      Tore gesamt: 603 - 2,79 pro Spiel            

 1.( 1) VfB Lübeck                23   13    6    4  +  23    47-24       45
 2.( 2) Eintracht Braunschweig    23   11    9    3  +  22    41-19       42
 3.( 3) Fortuna Köln              23   12    5    6  +   8    35-27       41
 4.( 4) SV 03 Babelsberg Potsdam  23   11    8    4  +   7    36-29       41
 5.( 5) Preußen Münster           23   11    7    5  +   9    40-31       40
 6.( 6) 1.FC Union Berlin         22    9    9    4  +  12    31-19       36
 7.( 7) Dresdner SC               23    9    6    8  +   1    28-27       33
 8.( 8) SC Verl                   23    8    8    7  +   1    30-29       32
 9.( 9) Rot-Weiß Essen            23    9    5    9  -   2    26-28       32
10.(11) Krefelder FC Uerdingen    23    9    5    9  -   3    37-40       32
11.(10) Erzgebirge Aue            23    9    4   10  -  11    23-34       31
12.(12) Wattenscheid 09 Bochum    22    7    6    9  -   3    41-44       27
13.(13) SV Wilhelmshaven          23    6    9    8  -   4    31-35       27
14.(14) Sachsen Leipzig           23    6    8    9  -   5    24-29       26
15.(15) Werder Bremen II          22    5    7   10  -   9    25-34       22
16.(17) Fortuna Düsseldorf        22    6    3   13  -   5    29-34       21
17.(18) Lüneburger SK             22    6    3   13  -   9    34-43       21
18.(16) Berliner TC Borussia      23    6    3   14  -  19    23-42       21
19.(19) Borussia Dortmund II      23    3    9   11  -  13    22-35       18
 

VfB Lübeck - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Krefelder FC Uerdingen - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse Dresdner SC - Preußen Münster im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 17.2.01: FC Sachsen völlig überfordert
Der FC Sachsen hat sein Minimalziel beim neuen Tabellenführer Lübeck weit verfehlt. Die Leutzscher hatten in keiner Phase die Chance auf einen Punktgewinn.
Das Lübecker Schützenfest begann in der 25. Minute mit einem Foulelfmeter. Härtel hatte Turgut im Strafraum regelwidrig gestoppt. Turgut verwandelte selbst. Nur fünf Minuten später folgte ein Doppelschlag der Gastgeber: Bärwolf und Turgut nutzten die Unordnung im Leutzscher Mittelfeld gnadenlos aus. In der zweiten Hälfte drängte Sachsen vergebens auf den Ehrentreffer, erhielt durch Dengel aber den K.O.-Schlag.
Leipziger Volkszeitung vom 19.2.01: Lübecker Sturmflut schwappt über Leipziger Hoffnung
0:4-Klatsche beim Regional-Spitzenreiter nach blamablem Auftritt
Lübeck. Sturmfluten sind selten in der Hansestadt Lübeck. Am Sonnabend aber schwappte es so gewaltig über die Leipziger Kicker hinweg, dass deren Hoffnungen auf ein achtbares Abschneiden Illusion blieben. In den ersten 45 Minuten waren die Leutzscher - diesmal in Weiß-Rot antretend - weder gedanklich noch körperlich auf solche "Sturmfluten" eingestellt. Immer wieder brandeten die Angriffe der Norddeutschen auf die Sachsen-Abwehr zu, die Schwerstarbeit zu leisten hatte, um sich der Stürmer Daniel Bärwolf und Mustafa Turgut zu erwehren.
Beide nutzten weidlich ihre Freiräume, vor allem weil sie aus dem Lübecker Mittelfeld hervorragend mit Bällen "gefüttert" werden konnten. Aber sie scheuten auch weite Wege nicht, um sich der Attacken von Andreas Schiemann oder Chris Höche zu erwehren. "Beide waren viel zu lange allein", kritisierte Sachsen Coach Hristo Bonev das Abwehrverhalten seiner Elf.
Unverständlich, wie nervös und zerfahren das Sachsen-Mittelfeld agierte. Bela Virags Ablage in den Sturm-Lauf von Turgut (12.) war sichtbarer Beleg dafür, wieviel Hilflosigkeit dort herrschte. Mehmet Dragusha war diesmal mit seinem Latein bald am Ende, auch Jiri Poviser oder Borislav Georgiev auf den Außenbahnen blieben bei allem Bemühen blass. Hinzu kam der Ausfall von Regisseur Zlatko Goshev, der nach Zusammenprall mit einer Fußprellung vom Platz musste. 
Wie von einer Gummiwand sprangen die meisten Bälle postwendend wieder Richtung Gäste-Abwehr zurück, in der Torwart René Twardzik (1., 16., 17., 27.) Tolles leisten musste, um die peinliche Niederlage noch in Grenzen zu halten. Dragusha "versiebte" die erste Leipziger Chance, als er aus acht Metern nicht traf (38.). Da jedoch war die Partie schon gelaufen. 0:3 stand es bereits nach gut einer halben Stunde. Den Torreigen eröffnete Turgut mit Foulelfmeter (25.), nachdem er im Strafraum zu Fall kam (Libero Jens Härtel: "Ich habe den Ball gespielt!). 
Der Jubel war kaum verhallt, da machte ein Doppelschlag alle Sachsen-Hoffnungen zunichte. Bärwolf schnappte sich den Ball nach Virags erneutem Fehl-Abspiel und ließ Twardzik keine Chance (30.). Eine Minute danach schickte VfB-Kapitän Markus Kullig mit 30-m-Pass Wilken Harf auf die Reise. Turgut nahm den Ball an der 16-m-Linie an und schoss plötzlich aus der Drehung, dem Sachsen-Keeper keine Chancen lassend. 
Lübecks Angreifer waren anfangs nicht zu stellen, auch die flinken Mittelfeldakteure konnten machen, was sie wollten. Das änderte sich erst, als später Almir Filipovic mit Patryk Rachwal mehr Entlastung in die Offensive brachte. Nach Mike Lünsmanns Schuss kam Filipovic zu spät (61.), zwei Minuten später ebenso. Georgievs Freistoß (65.) brachte nichts ein, dafür musste er in der 83. Minute auf der Linie retten. Christoph Dengel machte dann mit dem 4:0 den Ärger der etwa 200 Sachsen-Fans komplett, als er die Abwehr ausspielte. Die waren danach sprachlos über die mehr als bescheidene Leistung (fast) aller Sachsen. 
Die letzte 0:4-Klatsche gab's am 18. September 1999 beim Dresdner SC. Nun erwischte es die Leipziger erneut, allerdings beim neuen Spitzenreiter, der bemerkenswert auftrumpfte. Fußball-Welten taten sich in Lübeck auf.
MDR-Online vom 17.2.01: Aue schlägt sich selbst
Der FC Erzgebirge Aue hat in Uerdingen die Chance auf drei Punkte vergeben. Vielmehr kassierten die "Veilchen" gegen den schwachen KFC eine Niederlage.
Kirsten und Hasse beförderten ihr Team ins Abseits. Stürmer Kirsten vergab mit einem unplatzierten Schuss einen Foulelfmeter (44.), Hasse sah unmittelbar danach wegen eines Ellenbogenchecks Rot. Das beflügelte die bis dahin harmlosen Gastgeber, die nach der Pause druckvoll aufspielten. Nach dem Tor von Istenic wachte Aue auf und kam besser ins Spiel. Boban vergab in der 90.die Chance auf den Ausgleich.
Freie Presse vom 19.2.01: Hasse sieht Rot und Kirsten „vergeigt“ Elfer
Fußball-Regionalliga: KFC Uerdingen - FCE Aue 1:0 (0:0)
Krefeld. Wieder kehrt der FC Erzgebirge Aue in der Fußball-Regionalliga ohne Punkte aus dem Ruhrpott zurück. Dabei trafen die Gäste auf ein Team, das ihnen viel Platz bot und bei Attacken des Kontrahenten so ängstlich agierte wie lange nicht gesehen. Doch der FCE verstand es meisterhaft, diese Umstände nicht zu nutzen. „Wir sind einfach zu dämlich“, traf Manager Lutz Lindemann nach dem Abpfiff den Nagel auf den Kopf. Wie im Hinspiel hieß es am Ende gegen den KFC Uerdingen 0:1 (0:0) - und wieder traf Rudi Istenic zum goldenen Tor (74.).
Vor knapp 1900 Zuschauern begannen die Krefelder nur mit zehn Mann, Stürmer Giancarlo Fiore kam zwei Minuten zu spät. Aue setzte den Gastgeber unter Druck, der lieferte die Bälle reihenweise im Aus oder vor den Füßen der Sachsen ab. Dennoch dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Maik Kunze auf das Tor zu lief, den rechts völlig frei stehenden Jörg Kirsten aber übersah. 
Uerdingen besaß durch einen 15-Meter-Schuss von Fiore die erste Gelegenheit, doch der Versuch landete in den Wolken. In der Abwehr stand der FCE sicher, Udo Tautenhahn organisierte umsichtig, offenbarte jedoch riesige Probleme im Aufbau. Kaum ein Ball zum eigenen Mann, seine Freistöße gingen weit am Ziel vorbei oder in die Reihen der Westdeutschen.
Endgültig zur Lachnummer wurde Aue kurz vor der Pause. Nach einem Zupfen von Jonsson an Kirstens Trikot pfiff Schiedsrichter Hahne Strafstoß. Der etatmäßige Schütze Petr Grund schnappte sich das Leder, doch Kirsten wollte selbst ausführen. Der schwach geschossene Ball stellte für Wächter im Tor kein Problem dar. „Es gibt einen ganz klaren Elferschützen“, fluchte Roman Müller auf dem Weg in die Kabine. Dahin waren die Erzgebirger schon zu zehnt unterwegs. Holger Hasse hatte mit dem Pausenpfiff Rot gesehen. Angeblich stieß er Fiore den Ellenbogen in den Magen. Hasse wusste von nichts, Fiore tat es mit einem breiten Grinsen ab.
Nach der Pause verlagerte sich Aue auf Konter, kam jedoch zu keinen. Uerdingen agierte druckvoll, vermochte aber nur zweimal die FCE-Abwehr auszuhebeln. Maaß´ Knaller konnte Böhme noch abwehren (50.), gegen Istenic war er machtlos (74.). Lediglich ein Müller-Kopfball nach Freistoß von Boban sorgte noch für Gefahr durch die Gäste (90.). „Eine bittere Niederlage, die nicht nötig war“, ärgerte sich Trainer Gerd Schädlich.
MDR-Online vom 17.2.01: Verkehrte Welt in Dresden
Kein Glück beim Dresdener SC. Die Kreische-Elf machte zwar das Spiel, Münster jubelte aber am Ende. Von Beginn an erarbeitete sich Dresden Großchancen. Doch Schmidt (2.), Gleis (30.) und Milde (36.) scheiterten am gut aufgelegten Münsteraner Torwart Stuckmann oder an dessen Vorderleuten.
Je mehr Möglichkeiten Dresden vergab, desto stärker wurden die Gäste. Zudem nutzten sie ihre wenigen Chancen. Zunächst war es Lesniak (64.), dann Proudziono (70.), der mit einem herrlichen Drehschuss die Dresdner düpierte. Die Schlussoffensive des DSC war nicht mehr als ein planloses Anrennen. Mehr als Fehlpässe sprangen nicht heraus.
Sächsische Zeitung vom 19.2.01: Die Rückkehr missglückt
Im Steyer-Stadion 0:2 (0:0) gegen Preußen Münster / Statt Aufstiegshoffnung Blick nach unten
Regionalligist Dresdner SC Fußball 98 muss seine Hoffnungen auf den Aufstieg in die zweite Liga begraben. Nach einer enttäuschenden Vorstellung unterlagen die Schützlinge von Hans-Jürgen Kreische zu Hause dem SC Preußen Münster mit 0:2 (0:0).
Die Rückkehr ins Steyer-Stadion brachte kein Glück. Zum ersten Mal in dieser Saison durfte der DSC in seiner eigentlichen Heimstätte antreten, nachdem die Friedrichstädter während der Hinrunde wegen Sicherheitsmängeln ins Harbig-Stadion umziehen mussten. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus. Auf den Rängen froren nur 1 014 Zuschauer, und auf dem Rasen fand die Mannschaft keinen Rhythmus. Es war eine sehr lehrreiche Niederlage.
GEGENTREFFER
Wie schon beim 0:4 im Hinspiel entschied Marek Lesniak die Partie. Lange Zeit fiel der Pole nur durch schauspielerische Einlagen auf. Beim 1:0 hielt DSC-Torwart René Groß den ersten Schuss des 36-Jährigen, aber der schaltete schneller als sein Gegenspieler Fernando Cassano und versenkte den Abpraller. Den zweiten Treffer fädelte Lesniak mit einem Zuspiel auf Martin Prondziono ein. "Wir müssen über die Uneinigkeit in der engeren Abwehr reden", kritisierte Kreische. Schlussmann René Groß will "das Defensivverhalten der ganzen Mannschaft" einbeziehen. Preußen-Trainer Stefan Grädler durfte sich dagegen für die Schlafeinlagen des DSC bedanken: "Unsere wenigen Möglichkeiten konnten wir konsequent nutzen." Zehn druckvolle Minuten reichten Münster, um die Punkte nach Nordrhein-Westfalen zu entführen.
SPIELAUFBAU
Anders als eine Woche zuvor beim 1:2 in Babelsberg fehlte dem DSC die spielerische Linie. Regisseur Sven Ratke musste kurz nach der Pause wegen einer Knieverletzung aufgeben. Nikica Maglica stand neben sich. Gäste-Torwart Thorsten Stuckmann war bei der einzigen Szene des 35-Jährigen hellwach und parierte dessen Volleyschuss in der 87. Minute. Maglica dürfte bei Kreische künftig einen schweren Stand haben. Der Trainer kündigte für den Rest der Saison "mehr Risiko mit jungen Spielern" an. "Wenn ich heute Ronald Hamel (19 Jahre/d.A.) im Mittelfeld oder Peter-Paul Petzold (18) im Angriff eingesetzt hätte, wäre das sicher nicht falsch gewesen."
CHANCENVERWERTUNG
"Das ist kein Unvermögen", glaubt Groß. Der DSC-Torwart schiebt die schlechte Chancenverwertung auf das fehlende Quäntchen Glück. "Das sind doch Leute, die es können." Den Nachweis blieb Alexander Gleis, der den verletzten Hendryk Lau nicht wirklich ersetzen konnte, bei drei sehr guten Möglichkeiten vor der Pause schuldig. Sein Sturmpartner Rocco Milde machte sich sogar erst bermerkbar, als die Messe schon gelesen war. "So kann man kein Spiel gewinnen", schimpfte Kreische. 
ZWEITLIGA-AMBITIONEN
Die Niederlage zwingt den DSC zum Umdenken. Bisher schien der Aufstieg in die zweite Liga nicht nur rechnerisch möglich. Auch darauf könnte der "unnötige Druck" zurückzuführen sein, den Kreische bei seinen Schützlingen diagnostizierte. "Nach der unglücklichen Niederlage in Babelsberg wollten wir das Ding unbedingt umbiegen und sind verkrampft." Jetzt geht der Blick eher nach unten. "Wenn wir so weiter spielen, müssen wir aufpassen, dass wir nicht absteigen", sagt Groß. Tatsächlich droht der DSC durch die zwei Niederlagen nach der Winterpause in einen Strudel zu geraten. Am Sonnabend wird es bei Fortuna Düsseldorf nicht einfach, den Abwärtstrend zu stoppen. Grund zur Panik sieht Groß trotzdem nicht: "Der Trainer weiß genau, was jetzt zu tun ist." Kreische meint: "Wir müssen uns so schnell wie möglich zusammenraufen und die Fehler abstellen."

23. Spieltag   Zuschauer: 30 337 - 3 371 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 28 - 3,11 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
10.02. Eintracht Braunschweig - Lüneburger SK  1 : 1 ( 0 : 1 ) 10 015   1:1 4:4 - 3:0
09.02. Berliner TC Borussia - VfB Lübeck  0 : 3 ( 0 : 0 ) 1 057   - - - -
10.02. Erzgebirge Aue - SC Verl  2 : 1 ( 1 : 0 ) 2 700   - - - -
10.02. Fortuna Köln - Rot-Weiß Essen  2 : 1 ( 2 : 1 ) 3 200   - - - 1:1
10.02. SV 03 Babelsberg Potsdam - Dresdner SC  2 : 1 ( 0 : 1 ) 1 909   0:0 3:0 - -
09.02. Preußen Münster - SV Wilhelmshaven  2 : 3 ( 1 : 0 ) 3 150   - - - -
10.02. Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund II  2 : 1 ( 0 : 0 ) 3 200   2:2 - - -
11.02. Wattenscheid 09 Bochum - 1.FC Union Berlin  2 : 2 ( 1 : 0 ) 1 812   - - - -
10.02. Sachsen Leipzig - Krefelder FC Uerdingen  2 : 0 ( 1 : 0 ) 3 294   - - - -
      Zuschauer gesamt: 658 452 - 3 181 pro Spiel            
      Tore gesamt: 578 - 2,79 pro Spiel            

 1.( 2) VfB Lübeck                22   12    6    4  +  19    43-24       42
 2.( 1) Eintracht Braunschweig    22   11    8    3  +  22    39-17       41
 3.( 4) Fortuna Köln              22   11    5    6  +   7    34-27       38
 4.( 5) SV 03 Babelsberg Potsdam  22   10    8    4  +   4    33-29       38
 5.( 3) Preußen Münster           22   10    7    5  +   7    38-31       37
 6.( 6) 1.FC Union Berlin         21    9    8    4  +  12    29-17       35
 7.( 7) Dresdner SC               22    9    6    7  +   3    28-25       33
 8.( 8) SC Verl                   22    8    8    6  +   2    30-28       32
 9.( 9) Rot-Weiß Essen            22    9    5    8  +   1    26-25       32
10.(11) Erzgebirge Aue            22    9    4    9  -  10    23-33       31
11.(10) Krefelder FC Uerdingen    22    8    5    9  -   4    36-40       29
12.(12) Wattenscheid 09 Bochum    22   7    6    9  -   3    41-44       27
13.(13) SV Wilhelmshaven          22    6    9    7  -   3    29-32       27
14.(14) Sachsen Leipzig           22    6    8    8  -   1    24-25       26
15.(15) Werder Bremen II          21    5    6   10  -   9    24-33       21
16.(16) Berliner TC Borussia      22    6    3   13  -  18    22-40       21
17.(19) Fortuna Düsseldorf        21    5    3   13  -   6    26-32       18
18.(17) Lüneburger SK             21    5    3   13  -  10    32-42       18
19.(18) Borussia Dortmund II      22    3    8   11  -  13    21-34       17
 

Sachsen Leipzig - Krefelder FC Uerdingen im Spiegel der Presse Erzgebirge Aue - SC Verl im Spiegel der Presse SV 03 Babelsberg Potsdam - Dresdner SC im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 10.2.01: Verdienter Heimsieg nach Durststrecke
Der FC Sachsen konnten mit einem 2:0-Erfolg über Uerdingen den ersten Heimsieg seit einem Viertel Jahr feiern.
Die Messestädter bestimmten von Beginn an das Spiel. Goshev (26.) und Lünsmann (37.) konnten aber klare Chancen nicht nutzen. Erst als Uerdingens Selke einen Schuss von Lünsmann nur abprallen ließ, sorgte Härtel aus zwölf Metern für die verdiente Führung vor der Pause (40.).
In der zweiten Hälfte blieben die Leipziger tonangebend. Nach dem Feldverweis für Uerdingen (50.) konnte Klee die Unordnung in der KFC-Abwehr nach einer Dragusha-Ecke zum 2:0 nutzen (60.).
Leipziger Volkszeitung vom 12.2.01: Na also: Gegen KFC klappt's mit der Chancenverwertung
Härtel und Klee sorgen für ersten Sachsen-Heimsieg seit einem Vierteljahr
Leipzig. Diesmal brauchte sie keiner lange bitten, um die Ehrenrunde im Kunze-Sportpark zu laufen. Kein Wunder, mit dem Erfolg im Rücken trabt man meilenweit. "Endlich hat«s mal geklappt", zeigte sich Andreas Schiemann erleichtert beim Abklatschen mit der Fan-Schlange. Ein Vierteljahr musste die Truppe von Trainer Hristo Bonev warten, um wieder einen Sieg zu feiern. Zuletzt war das am 11. 11. 2000 gegen Fortuna Düsseldorf (5:1) möglich. 
Schiemann musste dieses Mal wieder in der Abwehr aushelfen, da Hagen Schmidt wegen seiner Meniskusprobleme aussetzte. Und er hatte gegen die quirligen KFC-Angreifer mit der Sachsen-Abwehr lange Zeit Schwerstarbeit zu leisten. Die Orhan Özkaya (22) und Erwin Bradasch (20) im KFC-Angriff versteckten sich mit ihrer Elf nicht, wiesen in vielen Szenen eindrucksvoll nach, dass sie in einer der spielerisch besten Regionalliga-Mannschaften kicken. Der Beweis jedoch, eines der stärksten Auswärts-Teams zu sein, blieb aus. 
Schuld daran war eine eifrig startende Sachsen-Elf, die sofort zeigte, wer Herr auf dem Platz ist. "Was nützt das aber, wenn wir einen gewaltigen Aufwand betreiben, um ins Tor zu treffen", legte Trainer Hristo Bonev den Daumen auf die Offensiv-"Wunde" der Leutzscher. Beispiel Borislav Georgiev. Der kleine Bulgare kann mit dem Ball alles, begeistert damit die Kulisse - wenn es nach vorn geht. Aber das rasche Umschalten in die Defensive klappt noch längst nicht wie gewünscht auf "seiner" Seite. Hinzu kommen sträfliche Leichtsinnsfehler beim Pass-Spiel, wo einfach zu viel in gegnerischen Beinen landet. Kein Wunder also, dass sich auf Georgievs Seite die Gäste das meiste in der Angriffsentwicklung erlauben konnten. 
Diese Schwäche schmälerte aber nicht den Willen der Sachsen, endlich voll zu punkten. Die Gastgeber waren die tonangebende Elf, auch in der ersten Hälfte, als Özkaya mehrfach die Abwehr versetzte, aber viel zu ungenau abschloss oder in René Twardzik seinen Meister fand. Das klappte auf der Gegenseite besser: Mike Lünsmann bekam den Ball nach Fehlabspiel von Kowski, blieb aber am heraus geeilten KFC-Keeper Sebastian Selke hängen. Den Abpraller schlenzte Libero Jens Härtel geschickt von der Strafraumgrenze zur verdienten Führung in die Maschen (40.). 
Da war die Aufregung schon verebbt, als nach Zusammenprall von Carsten Klee und Maurice Koenen der Gäste-Spieler mit Verdacht auf Nasenbein-Bruch ausgewechselt werden musste. KFC-Kapitän Thorsten Schmugge traf es dann in der 50. Minute, allerdings "nur" mit Gelb/Rot. Er hatte Mehmet Dragusha am Trikot gezupft - zweites Foul, also durfte er eher als die anderen in die Kabine. Nun frohlockten die Sachsen-Fans, erwarteten in den verbleibenden 40 Minuten mit totaler Offensive einen hohen Sieg. Klee machte den Anfang, als er nach Dragusha-Ecke den Ball so mit dem Hinterkopf verlängerte, dass der Torwart Selke durch die Beine rutschte (60.). "Ich habe mir vorher genau angeschaut, wo der Torwart die Lücke lässt", frozzelte der Schütze, der zum 5:1 gegen Düsseldorf bereits zwei Treffer beisteuerte. 
Eine Torflut blieb zwar aus, aber Szenenapplaus bei den Wechseln Klee-Filipovic und Goshev-Sliskovic sagt einiges über die Zufriedenheit der Kulisse.
MDR-Online vom 10.2.01: Kirsten und Kurth schießen Aue zum Sieg
Aue war von Anfang an spielbestimmend. Katastrophal dagegen war die Chancenverwertung. Trotz klarer Lufthoheit konnten Jank, Tautenhahn und Kirsten den Ball nicht im Tor versenken. Aber nur bis zur 36. Minute, als Kirsten endlich per Kopf die verdiente Führung erzielte. Auch in der 2. Halbzeit war Aue klar überlegen. Umso überraschender, dass Schmidt der Ausgleich für Verl gelang. Unbeeindruckt besorgte jedoch Kurth praktisch im Gegenzug mit einem beherzten Schuss aus 25 Metern den verdienten Endstand.
MDR-Online vom 10.2.01: Babelsberg besiegt den Dresdner SC
Der SV Babelsberg hat durch eine starke zweite Halbzeit einen 2:1-Sieg gegen den Dresdner SC gelandet.
In der Anfangsphase bestimmten viele Fouls das Geschehen. Die erste Chance nutzte der Ex-Babelsberger Lau zur Führung für den DSC (17.). Anschließend übertrafen sich die Gäste im Auslassen von Großchancen. Dies rächte sich.
Nach dem Wechsel, das Spiel nahm an spielerischer Qualität zu, kam Babelsberg zum überraschenden Ausgleich. DSC-Keeper Groß konnte einen Gatti-Schuss nur abklatschen, Küntzel staubte ab. Die Entscheidung besorgte Chalaskiewicz.
Sächsische Zeitung vom 12.2.01: Milde lässt Kreische rätseln
Unnötige 1:2-Niederlage beim SV Babelsberg 03 / Lau trifft wieder gegen seinen Ex-Verein
Den Gegner fast eine Stunde lang beherrscht, weitaus mehr Chancen erarbeitet - und trotzdem verlor der Dresdner SC Fußball 98 im ersten Spiel nach der Winterpause in der Regionalliga beim SV Babelsberg 03 mit 1:2 (1:0). 
Seinen Humor ließ sich Hans-Jürgen Kreische nicht nehmen. "Irgendwann hat die Heimmannschaft auch das Recht anzugreifen", bilanzierte der DSC-Coach trocken, und fügte hinzu: "Und das hat Babelsberg schließlich doch wahrgenommen." Es war die erste nennenswerte Offensiv-Aktion der Filmstädter, die zum überraschenden Ausgleich führte: Den Schuss von Gatti hielt DSC-Torwart René Groß prächtig, aber nicht fest. Küntzel schaltete am schnellsten und staubte erfolgreich ab (59.). 
"Zu diesem Zeitpunkt hätten wir längst 2:0 oder 3:0 führen müssen, dann wäre die Sache durch gewesen", meinte Hendryk Lau. Der frühere Babelsberger, der schon im Hinspiel gegen seinen Ex-Verein getroffen hatte, nutzte nach perfektem Doppelpass mit Ronald Schmidt die erste Chance zur Gäste-Führung (17.). "Ich habe heute einigen Kritikern bewiesen, dass ich auch aus einer Chance ein Tor machen kann", fügte Lau anschließend hinzu. 
Gereicht hat es dennoch nicht; weil sein Sturmpartner diesmal die gewohnte Treffsicherheit vermissen ließ. "Ich hatte vier Riesen", gestand Rocco Milde. "Die Niederlage nehme ich auf meine Kappe." Kreische rätselte vor allem wegen der Szene in der 48. Minute. "Ich weiß gar nicht, wo er da noch hin wollte", fragte der Coach kopfschüttelnd. Von Lau lehrbuchreif freigespielt versuchte Milde, den SV-Keeper Alexander Kunze zu umspielen, anstatt das Leder ins lange Eck zu schlenzen - und blieb prompt hängen. Wenig später fehlte dem 31-Jährigen, der in dieser Saison schon acht Mal ins Schwarze traf, das Schussglück (55.). Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlug es stattdessen auf der anderen Seite ein. Zwölf Minuten nach dem Ausgleich stellte der frühere Rostocker Bundesliga-Profi Chalaskiewicz mit dem 2:1 den Spielverlauf auf den Kopf. Dass Kunze den Kopfball von Lau parierte (88.) und R. Schmidt aus 25 Metern nur das Lattenkreuz traf (89.), passte ins Bild. 
Statt einen verdienten Auswärtssieg zu feiern, mussten die DSC-Spieler auf der Rückreise nach Dresden über die Ursachen für eine unnötige Niederlage nachdenken. "Es ist unsere eigene Schuld", wollte Sven Ratke nichts von Pech wissen. "Wir haben aufgehört zu spielen, alles auf die Defensive verlegt." 
Trotz des Fehlstarts nach der Winterpause - oder positiv ausgedrückt: wegen der guten spielerischen Leistung - klimmt beim DSC ein Funken Hoffnung auf die zweite Liga. "Es ist noch nichts entschieden", ist Kreische überzeugt. "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Und so viele waren das heute gar nicht."

22. Spieltag   Zuschauer: 26 996 - 3 000 pro Spiel     Die letzten Ergebnisse
      Tore: 20 - 2,22 pro Spiel     99/00 98/99 97/98 96/97
11.04. Borussia Dortmund II - Preußen Münster  0 : 3 ( 0 : 1 ) 2 600   1:0 3:2 - -
02.02. SV Wilhelmshaven - SV 03 Babelsberg Potsdam  0 : 0 ( 0 : 0 ) 1 200   - - - -
11.04. Dresdner SC - Fortuna Köln  2 : 1 ( 1 : 1 ) 1 055   - - - -
02.02. Rot-Weiß Essen - Erzgebirge Aue  2 : 0 ( 1 : 0 ) 5 460   - - - -
24.03. SC Verl - Sachsen Leipzig  0 : 0 ( 0 : 0 ) 1 207   - - - -
25.03. Krefelder FC Uerdingen - Berliner TC Borussia  0 : 2 ( 0 : 1 ) 1 974   - 2:3 - -
03.02. VfB Lübeck - Eintracht Braunschweig  1 : 1 ( 0 : 0 ) 12 000   1:1 2:1 3:2 -
28.03. Lüneburger SK - Wattenscheid 09 Bochum  3 : 3 ( 2 : 1 ) 750   - - - -
24.03. Werder Bremen II - Fortuna Düsseldorf  2 : 0 ( 0 : 0 ) 750   - - - -
      Zuschauer gesamt: 628 115 - 3 172 pro Spiel            
      Tore gesamt: 550 - 2,78 pro Spiel            

 1.( 1) Eintracht Braunschweig    21   11    7    3  +  22    38-16       40
 2.( 2) VfB Lübeck                21   11    6    4  +  16    40-24       39
 3.( 5) Preußen Münster           21   10    7    4  +   8    36-28       37
 4.( 3) Fortuna Köln              21   10    5    6  +   6    32-26       35
 5.( 6) SV 03 Babelsberg Potsdam  21    9    8    4  +   3    31-28       35
 6.( 4) 1.FC Union Berlin         20    9    7    4  +  12    27-15       34
 7.( 8) Dresdner SC               21    9    6    6  +   4    27-23       33
 8.( 7) SC Verl                   21    8    8    5  +   3    29-26       32
 9.(10) Rot-Weiß Essen            21    9    5    7  +   2    25-23       32
10.( 9) Krefelder FC Uerdingen    21    8    5    8  -   2    36-38       29
11.(11) Erzgebirge Aue            21    8    4    9  -  11    21-32       28
12.(12) Wattenscheid 09 Bochum    21    7    5    9  -   3    39-42       26
13.(13) SV Wilhelmshaven          21    5    9    7  -   4    26-30       24
14.(14) Sachsen Leipzig           21    5    8    8  -   3    22-25       23
15.(15) Werder Bremen II          21    5    6   10  -  9    24-33       21
16.(16) Berliner TC Borussia      21    6    3   12  -  15    22-37       21
17.(18) Lüneburger SK             20    5    2   13  -  10    31-41       17
18.(17) Borussia Dortmund II      21    3    8   10  -  12    20-32       17
19.(19) Fortuna Düsseldorf        20    4    3   13  -   7    24-31       15
 

Rot-Weiß Essen - Erzgebirge Aue im Spiegel der Presse SC Verl - Sachsen Leipzig im Spiegel der Presse Dresdner SC - Fortuna Köln im Spiegel der Presse
MDR-Online vom 2.2.01: FC Aue klar unter Wert geschlagen 
Erzgebirge Aue hat bei Rot-Weiß Essen eine bittere 0:2-Niederlage kassiert. Auf schwerem Boden waren die Veilchen eigentlich das bessere Team - doch oft nur bis zum gegnerischen Strafraum. Trotzdem ergaben sich bei Fernschüssen und Standards bereits vor der Pause einige Möglichkeiten. Das Tor machten jedoch die Gastgeber: Der Auer Grund fälschte per Kopf ins eigene Tor unhaltbar ab.
Gleich nach dem Wechsel erhöhte Essen in einer Druckphase auf 2:0. Die Veilchen mussten dann auch noch die gelb-rote Karte für Veselin Popovic (50.) verkraften, der nach dem zweiten Gegentreffer erst meckerte und drei Minuten später RWE-Verteidiger Winkler dumm umrempelte. Aber auch mit einem Mann weniger hatte Aue mehr vom Spiel und kam noch zu einigen Großchancen: So traf Jank nur den Pfosten (60.), in der 74. Minute hielt der RWE-Keeper ebenfalls gegen Jank mit einer Glanzparade. Am Ende blieb es beim 2:0 für die clevere und glücklichere Elf.
Freie Presse vom 4.2.01: Aussetzer von Popovic bringt Schädlich in Rage
Fußball-Regionalliga: FC Erzgebirge Aue verteilt Gastgeschenke in Essen
Essen/Aue. Für die Fußballer des FC Erzgebirge Aue begann das neue Regionalliga-Jahr genau so, wie das alte geendet hatte: mit einer Niederlage. Auf dem schneebedeckten Boden an der Essener Hafenstraße rutschten die Sachsen gegen die wiedererstarkten Rot-Weißen mit 0:2 (0:1) aus.
Dabei hatte sich die Truppe von Trainer Gerd Schädlich die Schlappe selbst zuzuschreiben. Die Essener waren vor 5460 Zuschauern kaum stärker, sie profitierten allerdings von zwei Gastgeschenken. In der 25. Minute lenkte Petr Grund einen Kopfball von RWE-Kapitän Olaf Skok ins eigene Netz, drei Minuten nach der Pause ließen die Erzgebirger den Ex-Schalker Sascha Wolf im Fünf-Meter-Raum ungedeckt.
„Im Feldspiel waren wir gleichwertig, doch hat meine Mannschaft zwei Mal versagt“, formulierte Gerd Schädlich knallhart und bezog in die kritische Analyse des ersten Tores Maik Kischko, der bei Holger Karps Rechtsflanke auf der Linie kleben blieb, und Matthias Heidrich, der Skok nicht am Kopfball gehindert hatte, mit ein. „Es ist dumm, wenn man durch Schlafwagen-Einlagen die Punkte hier lässt“, resümierte der FCE-Trainer.
Richtig sauer war Schädlich aber auf seinen Stürmer Veselin Popovic. Der hatte sich unmittelbar nach dem 2:0 wegen Meckerns die Gelbe Karte abgeholt und durfte nur zwei Minuten später nach einer rüden Attacke gegen Skok vorzeitig unter die Dusche gehen. „Durch diesen dummen Aussetzer mussten wir fast eine Halbzeit mit zehn Mann spielen“, ärgerte sich der Coach und kündigte Konsequenzen an. Was Schädlich lobte, war die Moral seiner Truppe. Trotz des Zwei-Tore-Rückstandes und der zahlenmäßigen Unterlegenheit habe sie sich „immer bemüht, noch den Ausgleich zu machen“. Allerdings traf der für Matthias Heidrich eingewechselte Ronny Jank per Kopf nur die Latte (60.) und fand bei einem Volleyschuss (75.) in RWE-Torwart Christoph Müller seinen Meister.
MDR-Online vom 24.3.01: Kampfstarker FC Sachsen holt Punkt 
Dank einer großartigen kämpferischen Leistung hat der FC Sachsen Leipzig beim O:O in Verl einen Punkt entführt. Die Leipziger kämpften nicht nur gegen Verl, sondern auch gegen den Schiedsrichter. Der Referee schwächte den FCS durch zwei Gelb-Rote-Karten. Vor allem der Feldverweis für Sliskovic war unberechtigt. Bei der Ampelkarte gegen Virag erwischte es den Falschen: Höche hatte den Ball weggeschlagen. Insgesamt zückte der Referee weitere zehn gelbe Karten. Nach einer schwachen ersten Halbzeit wurden die Sachsen nach dem Wechsel mobiler. In Unterzahl vergaben Härtel und Schiemann den möglichen Siegtreffer.
Leipziger Volkszeitung vom 26.3.01: Tor- und niveaulos, aber Punkteteilung hilft beiden 
Zehn Mal Gelb, zwei Mal Rot - der Schiedsrichter übertreibt das Kartenspiel
Verl. Interessant wäre ein Blick in die Schiedsrichter-Kabine gewesen. Ob Thorsten Schriever seinem Assistenten wohl gerade Gelb unter die tropfende Nase hielt, weil dieser geduscht hatte und nass geworden war? Wahrscheinlich bekam der Sünder gleich Gelb-Rot auf Widerworte kann Schriever gleich gar nicht! Zugegeben, etwas auf die Spitze getrieben das Ganze; hätte aber zum Treiben im Stadion an der Poststrasse gepasst. Dort hatten die Fußballer aus Verl und Leipzig getan, was man eben so tut, wenn es um Regionalligapunkte geht. Mann rennt, setzt den Körper ein, grätscht, ärgert sich, reklamiert schon mal. Am Ende des fairen Duells stehen zehn Gelbe Karten, dazu zwei Ampelkarten für die Leipziger Miroslav Sliskovic (51.) und Bela Virag (89.). 
Bis auf den Unparteiischen wusste niemand, wie das zustande gekommen war. Verls Manager Dieter Brei: "Wenn der ein hartes Spiel pfeift, fliegen zehn Mann runter." Sachsen-Trainer Hristo Bonev, der kurz vor Schluss auf Geheiß von Schriever die Bank verlassen musste: "Es kann nicht sein, dass sich der Schiri eine Hauptrolle zuweist." Sünder Sliskovic: "Ich wusste nicht, was der will." Dafür wusste Teamkollege Almir Filipovic, was Schriever soll: "A-Jugend pfeifen. Das kann er vielleicht."
Nun spricht es selten für die Qualität eines Spiels, wenn die Darbietung des 23. Mannes derart in den Mittelpunkt rückt. Das torund niveaulose Remis langweilte die 1207 Zuschauer und ließ viel Platz in den Blöcken der Journalisten. Wie schön, dass es anschließend zu diesem Disput zwischen dem Übungsleiter des SC Verl und hiesigen Berichterstattern kam. Angesprochen auf die schwache spielerische Leistung seines Teams blaffte Jörg Weber ins Mikro: "Ihr habt doch Kampf und noch mal Kampf verlangt. Das war heute Kampf! Das genügt euch also auch nicht." Zaghafte Nachfrage: Das eine müsse das andere doch nicht ausschließen, wie wäre es mit kämpfen und spielen ...
Jetzt musste sich Tischreihe eins ducken, die Hand über die Kaffeetassen halten, Weber spuckte Galle (natürlich nur im übertragenen Sinn). Offensichtlich sei in Vergessenheit geraten, "wo wir herkommen", mit welcher Zielsetzung man angetreten ist ("Klassenerhalt"). Und wie dürftig die finanziellen Mittel im Vergleich zu Sachsen Leipzig und Fortuna Düsseldorf sind. ,,Und wo stehen die? Hinter uns!" Genauer gesagt fünf (Leipzig) bzw. acht Punkte. Keine weiteren Fragen. 
Mit diesen durchaus stimmigen Argumenten des Kollegen wollte sich Hristo Bonev nicht näher befassen. Ebensowenig mit dem Unterschied zur Leistung vom vergangenen Sonnabend, als die Sachsen mit gleicher Anfangsformation den Aufstiegsfavoriten Eintracht Brauschweig beherrscht hatten. "Ein sehr wichtiger Punkt für uns", beschränkte sich der 54-Jährige auf den einen positiven Aspekt des Tages. 
Übergeordnete Ungereimtheiten dieser Saison werden schon am Mittwoch thematisiert, dann trifft sich der Sachsen-Vorstand mit einer Abordnung des Vermarktungspartners "Sportwelt". Laut verlässlicher Quelle soll unter anderem das Tun von Manager Gerd Achterberg beleuchtet werden. Klar ist: Einkaufsflops können nicht an dessen Vertrag (bis Juni 2003) rütteln der 60-Jährige müsste schon Silberne Löffel geklaut haben. Weil er das nicht hat und zudem in Präsident Thomas Till und Schatzmeister Rainer Bähr potente Fürsprecher auf seiner Seite weiß, wird sich die "Sportwelt" eine andere Trophäe suchen müssen. Fragt sich nur, welche.
Zurück zum Spiel. Die Chancen beider Teams lassen sich dort unterbringen, wo die Sportkamerden ihre größten Probleme hatten: auf engstem Raum.15. Minute: Thomas Goch taucht vor Rene Twardzik auf, trifft die Männerbrust des FCS-Torhüter. 22.: Jiri Poviser rutscht der Ball über den rechten Fuß, das Leder klatscht an die Latte. An die eigene, wohlbemerkt! 42.: Grandioser Sachsen-Freistoßtrick: Jens Härtel passt auf Filipovic, der flankt auf den Kopf von Carsten Klee, der aus drei Metern am Torhüter scheitert. Kurz vorm Abpfiff boten sich dem eingewechselten Andreas Schiemann zwei vage Möglichkeiten das war's. Rene Twardzik hätte den zweiten Durchgang auch in der Vereinskneipe beim Bier verbringen können. Oder in der Kabine des Schiedsrichters. Dort wäre auch Herr Schriever besser geblieben. Und zwar von Anfang an.
MDR-Online vom 11.4.01: Dresdner SC besiegt Tabellenführer
Der Dresdner SC hat dem Tabellenspitzenreiter Fortuna Köln drei Punkte abnehmen können. In der Nachholpartie vom 22. Spieltag siegte der DSC mit 2:1. Dabei sah es anfangs gar nicht so gut aus. Die Gastgeber gerieten in der 22. Minute früh in Rückstand. Wächtler verursachte einen Foulelfmeter, nachdem er den Kölner Schönberger im Strafraum festgehalten hatte. Schuchardt schickte Torwart Groß in die falsche Ecke und verwandelt unhaltbar zum 0:1. Ein eklatanter Abwehrfehler der Gäste brachte Dresden allerdings knapp zehn Minuten später wieder in die Partie zurück. Nach einer flachen Eingabe von links durch Diebitz schoss Lau völlig freistehend aus Nahdistanz zum 1:1 ein. 
In der zweiten, sehr kampfbetonten Halbzeit war Dresden klar spielüberlegen. Vor allem nach der gelb-roten Karte für Nacev, der nach einem Foul gelb gesehen hatte und fünf Minuten später wecken Meckerns vom Platz geschickt wurde. Mit mehr Druck und einigen Großchancen dominierten die Dresdner das restliche Spiel und kamen zehn Minuten vor Schluss zum Siegtreffer. Einen herrlichen Steilpass von der Mittellinie durch Maglica verwandelt Ronald Schmidt aus vollem Lauf direkt zum 2:1. In dem hart umkämpften Spiel zog der Schiedsrichter zwölf gelbe Karten und schickte drei Spieler vom Platz. 
Sächsische Zeitung vom 12.4.01: Maglica mit Wut im Bauch
Drei Platzverweise / Teu