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Super-Regio-Cup  -  Saison 2000/2001

zur Saison 1999/2000   -   zur Saison 2001/02


Hallen-Turnier in Riesa am 16.12.2000

Teilnehmer - Vorrunde - Halbfinale - Spiel um Platz 3 - Finale - Im Spiegel der Presse


Teilnehmer:

Hallen-Pokal für die Vereine des NOFV aus der 3.Spielklasse (Regionalliga) sowie dem Gastgeber - 8 Starter
 
Turnier - 8 Starter

Riesa, Sachsen-Arena, 16.12.2000

Regionalliga: Berliner TC Borussia
              Dresdner SC
              Erzgebirge Aue
              Carl Zeiss Jena - abgesagt
              SV 03 Babelsberg
              Sachsen Leipzig
              Rot-Weiß Erfurt
Oberliga:     Dynamo Dresden - Ersatz für Carl Zeiss Jena
Gastgeber:    Stahl Riesa


Vorrunde
 
Die Spiele der Gruppe A

Stahl Riesa - Rot-Weiß Erfurt  2:3
Tore: 0:1 Hebestreit, 0:2 Engelhardt, 1:2 Hausmann, 1:3 Hebestreit, 2:3 Mittenzwei

Dresdner SC - Berliner TC Borussia  4:0
Tore: 1:0 R. Schmidt, 2:0 Gleis, 3:0 R. Schmidt, 4:0 R. Schmidt

Stahl Riesa - Dresdner SC  0:4
Tore: 0:1 Hoßmang, 0:2 Gleis, 0:3 Huß (Eigentor), 0:4 Hoßmang

Rot-Weiß Erfurt - Berliner TC Borussia  3:2
Tore: 0:1 Lazarevsky, 0:2 Sabani, 1:2 Tanne, 2:2 Hebestreit, 3:2 Hebestreit

Stahl Riesa - Berliner TC Borussia  3:1
Tore: 1:0 Hausmann, 1:1 Hauswald, 2:1 Mittenzwei,  3:1 Hausmann

Rot-Weiß Erfurt - Dresdner SC  1:2
Tore: 1:0 Engelhardt, 1:1 Maglica, 1:2 R. Schmidt
 

Die Spiele der Gruppe B

Dynamo Dresden - Sachsen Leipzig  2:1
Tore: 0:1 Baum, 1:1 Paulus, 2:1 Dietrich

Erzgebirge Aue - SV 03 Babelsberg  2:1
Tore: 1:0 Hasse, 1:1 Lazic, 2:1 Dietrich

Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue  3:4
Tore: 1:0 Dietrich, 1:1 Salomo, 1:2 Pagels, 1:3 Hasse, 2:3 Klemm, 3:3 Kosharny, 3:4 Tomoski

Sachsen Leipzig - SV 03 Babelsberg  1:3
Tore: 0:1 Civa, 0:2 Laaser, 1:2 H. Schmidt, 1:3 Dos Santos 

Dynamo Dresden - SV 03 Babelsberg  1:2
Tore: 0:1 Laaser, 0:2 Efe, 1:2 Dietrich

Sachsen Leipzig - Erzgebirge Aue  1:2 
Tore: 0:1 Salomo, 1:1 Risch, 1:2 Grund
 

Die Abschlußtabelle der Gruppe A

1. Dresdner SC           3   3  0  0   10: 1   + 9    9
2. Rot-Weiß Erfurt       3   2  0  1    7: 6   + 1    6
3. Stahl Riesa           3   1  0  2    5: 8   - 3    3
4. Berliner TC Borussia  3   0  0  3    3:10   - 7    0

Die Abschlußtabelle der Gruppe B

1. Erzgebirge Aue        3   3  0  0    8: 5   + 3    9
2. SV Babelsberg Potsdam 3   2  0  1    6: 4   + 2    6
3. Dynamo Dresden        3   1  0  2    6: 7   - 1    3
4. Sachsen Leipzig       3   0  0  3    3: 7   - 4    0


Halbfinale
 
Rot-Weiß Erfurt - Erzgebirge Aue 0:3
Tore: 0:1 Tomoski, 0:2 Boban, 0:3 Boban
Dresdner SC - SV 03 Babelbsberg  3:3, Neunmeterschießen: 5:2
Tore: 1:0 Hoßmang, 2:0 Radke, 2:1 Grundmann, 3:1 R. Schmidt, 3:2 Lazic, 3:3 Kunze
Im Spiegel der Presse - MDR-Online vom 16.12.00: Aue sorgt in der Schlussphase für die Entscheidung
Beide Teams gingen sehr engagiert zu Werke und versuchten ihre Gegner früh zu stören. So dauerte es vier Minuten, bevor das erste Tor fiel. Tomoski brachte die Erzgebirgler in Führung.
Erfurt erspielte sich in der Folge einige gute Chancen. Aber Aue war auch weiter gut dabei und hätte mehrmals höher in Führung gehen können. So blieb die Partie bis kurz vor Schluss spannend. Anderthalb Mintuen vor Schluss machte Boban aus einem Konter heraus alles klar. Als Boban Sekunden vor Schluss einen weiteren Konter abschloss, war das nur noch für die Statistik.
Im Spiegel der Presse - MDR-Online vom 16.12.00: DSC behält im Neunmeter-Krimi die Oberhand
Der Dresdner SC war auch im Halbfinale zunächst die deutlich überlegene Mannschaft. Gleich zu Beginn machte der DSC Druck und so stand es nach knapp drei Minuten schon 2:0.
Dann konnte sich Babelsberg etwas befreien und das Spiel wurde ausgeglichener. So fielen die Tore nun in schöner Abwechslung. In der Schlussphase stürmte Babelsberg dann mit Mann und Maus. Sogar Torwart Kunze war vorn dabei und machte den Ausgleich. Das Neunmeterschießen gewann der DSC.

Spiel um Platz 3
 
SV 03 Babelsberg - Rot-Weiß Erfurt  0:3
Tore: 0:1 Engelhardt, 0:2 Bach, 0:3 Lazic
Im Spiegel der Presse - MDR-Online vom 16.12.00: Erfurt siegt im Spiel um Platz drei
Erfurt setzte auch im „kleinen Finale“ seine unspektakuläre Spielweise fort. Babelsberg passte sich der Einschläferungstour an. Aber auch das schien wieder zur Taktik der Erfurter zu gehören: Nach fünf Minuten traf Rot-Weiß wieder im Doppelpack. Anschließend blieb der Ball erneut in erster Linie im Mittelfeld des doch recht kleinen Hallen-Spielfeldes.
In der zweiten Hälfte wurde Babelsberg etwas stärker, traf zwei Mal den Torpfosten und anschließend auch verdient in den Kasten. Dann besann sich Erfurt und setzte wieder etwas nach. Ohne Gegentor überstanden die Thüringer die letzten Sekunden des Spiels und holten sich den dritten Platz.

Finale
 
Erzgebirge Aue - Dresdner SC  1:1, Neunmeterschießen: 5:4
Tore: 0:1 Jank, 1:1 Lucic
Im Spiegel der Presse - MDR-Online vom 16.12.00: Neunmeter-Krimi entscheidet das Finale
Die 4600 Fans in der Sachsenarena sahen ein flottes Spiel, bei dem Torszenen aber zunächst Mangelware waren. Nach reichlich fünf Minuten war es Jank, der Aue in Front schoss. Danach musste der DSC natürlich kommen. Tatsächlich erarbeiteten die Dresdner eine deutliche optische Überlegenheit.
Zwingende Chancen sprangen dabei allerdings kaum heraus. Und zunehmend versuchten die Dresdner ihr Glück mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Je mehr sich der DSC festbiss, umso besser fand Aue wieder ins Spiel. Als das Spiel fünf Minuten vor Schluss zunehmend verflachte, erzielte Lucic überraschend den Ausgleich. In der Endphase löste der DSC den Torwart auf, Aue kam zu guten Kontern. Tore fielen aber nicht mehr. Im Neunmeterschießen scheiterte DSC-Spielmacher Lucic. 
Zum Publikumsliebling avancierte übrigens Erzgebirge Aue. Das lag sicher nicht zuletzt daran, dass die zahlreichen Dynamo-Fans aus dem benachbarten Dresden nicht auf der Seite des DSC standen. Aber auch die lila Schar aus dem Erzgebirge unterstützte den FCE natürlich lautstark.

Bester Torwart des Turniers:

Alexander Kunze (SV 03 Babelsberg)

Bester Torschütze und Bester Spieler des Turniers:

Ronald Schmidt (Dresdner SC)


Im Spiegel der Presse
Leipziger Volkszeitung vom 18.12.00: Zeitiges Aus für den Cup-Verteidiger
FC Sachsen enttäuscht in Vorrunde beim Super-Regio-Cup / Aue gewinnt Final-"Krimi" gegen DSC
Riesa. Statt Pokalverteidigung letzter Gruppenplatz die Kicker des FC Sachsen schieden bei der ostdeutschen Hallenmeisterschaft am Sonnabend in Riesa nach drei Vorrunden-Niederlagen aus. "Ich hatte meiner Mannschaft eigentlich eine ganze Menge zugetraut", war Trainer Uwe Ferl enttäuscht von der Vorstellung seines Teams beim Super-Regio-Cup. 
Die Abwesenheit der meisten Stammspieler konnten die drei Landesliga-Akteure Sven Baum, Thomas Risch und Kevin Kittler nicht egalisieren. Hoffnungsträger Alex Dyndikow setzte nur wenig Akzente und bei seinen Mannschaftskameraden wechselten Licht und Schatten. Hagen Schmidt traf wenigstens zweimal, aber insgesamt gab es nur drei Leutzscher Treffer zu bejubeln zu wenig in drei Spielen á 15 Minuten. 
Zum Auftakt gegen Dynamo Dresden schien mehr drin als das 1:2. Sven Baum hatte das 1:0 für die Leutzscher erzielt und auch der 1:1-Ausgleich für die von 1500 Fans frenetisch unterstützten Dynamos warf den FC Sachsen nicht aus der Bahn. Bitter, dass Torhüter Marco Eckstein dann Sekunden vor dem Abpfiff doch noch das 1:2 hinnehmen musste. 
Unter Zugzwang stehend, fanden die Grün-Weißen in den restlichen Begegnungen nie den Spielfaden. Mit der zweiten Niederlage dem 1:3 gegen Babelsberg war das vorzeitige Aus schon besiegelt. Im letzten Treffen gegen Aue hielten die Schiemann § Co. bis zum 1:1 ganz gut mit, aber am Ende standen sie angesichts des 1:2 erneut mit leeren Händen da. 
Sachsen-Präsident Till trug's mit Fassung: "Wichtiger ist das DFB-Turnier am 8. und 9. Januar, für das wir kurzfristig eine Wildcard erhalten haben. Da sind wieder alle an Bord wir werden uns ganz anders präsentieren." Als die überraschende Januar-Einladung in Leutzsch eintraf, waren die Urlaubs-Koffer der meisten Spieler schon gepackt. Deshalb fehlten sie am Sonnabend in Riesa bei der Generalprobe. 
Dass auch die Dresdner Dynamos als Gruppen-Vorletzter auf der Strecke blieben, war nur ein schwacher Trost für die Grün-Weißen und ihre über 200 mitgereisten Anhänger. Aue mit drei und Babelsberg mit zwei Siegen erreichten ebenso souverän das Halbfinale, wie in der anderen Staffel der Dresdner SC(9 Punkte) und Erfurt (6). 
Die beiden Gruppensieger setzten sich dann auch im Semifinale durch. Erfurt behielt um Rang drei gegen Babelsberg mit 2:1 die Oberhand. Das Finale wurde nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit per "Krimi" entschieden. Die "Veilchen" bejubelten danach ihren Cup-Gewinn, "der uns nach den jüngsten Punktspiel-Tiefs bestimmt neuen Auftrieb geben wird", wie Aues Trainer Gerd Schädlich hofft.
Freie Presse vom 18.12.00: "Veilchen" beweisen Nervenstärke
Fußball: Erzgebirge Aue gewinnt im Neun-Meter-Schießen gegen den Dresdner SC Super-Regio-Cup in Riesa
Riesa. Die Revanche für drei verlorene Punkte war immerhin 3000 Mark wert. Am Mittwoch unterlag der FC Erzgebirge Aue dem Dresdner SC in der Regionalliga mit 1:2 auf eigenem Platz. In fremder Halle bewiesen die "Veilchen" mehr Nervenstärke. Sie gewannen das Finale des Super-Regio-Cups am Sonnabend in der Riesaer Sachsen-Arena gegen die Elbestädter nach Neun-Meter-Schießen. Damit strichen sie zu den 10.000 Mark Antrittsgeld auch noch die Siegerprämie ein. "Nachdem es in den letzten Wochen nicht so optimal für uns lief, gibt dieser Erfolg hoffentlich neues Selbstvertrauen", sagte Trainer Gerd Schädlich.
Die Harmonie der Truppe ist jedenfalls intakt. Die verletzten Spieler reisten nicht nur mit, sondern feierten nach dem entscheidenden Treffer von Petr Grund ihre Kameraden an der Bande wie Fans mit La-Ola-Wellen. Deshalb ist dem Coach für die Regionalliga-Rückrunde nicht bange. "Wir haben uns heute nach dem jüngsten Nackenschlag als Mannschaft präsentiert und guten Fußball gespielt", resümierte der 47-Jährige zufrieden. Dementsprechend optimistisch blickte Schädlich voraus: "Wir schaffen den Klassenerhalt, und - sind wir doch mal ehrlich - das wäre für die Kleinstadt Aue eine großartige Leistung. Schauen wir uns Dresden an. Das ist eine Weltstadt, dagegen ist Aue Provinz", sagte er - und fügte augenzwinkernd hinzu: "Aber sehr schöne Provinz."
Torwart Maik Kischko, der neben den "Buden-Zauberern" Borislav Tomoski und Marian Pagels zu den besten Auern gehörte, freute sich über den "ordentlichen Jahresabschluss". Der Hallen-Kick sei "eine schöne Abwechslung". Aber was für den 34-Jährigen wirklich zählt, sind die Punktspiele. Kischko dürfte wegen der Rotsperre von Dirk Böhme nach der Winterpause zunächst erste Wahl sein. "Nach meiner Verletzung wollte der Trainer nicht umstellen, also musste ich in den sauren Apfel beißen. Jetzt will ich meine Chance nutzen", kündigte der frühere Bundesliga-Keeper an.
Die meiste Arbeit beim spannenden und spielerisch gutklassigen Riesaer Turnier musste Kischko nicht einmal im Endspiel verrichten. Die von der stärksten Fan-Fraktion unter den 4600 Zuschauern angetriebenen und sehr offensivfreudigen Dresdner Dynamos heizten ihm in der Vorrunde mächtig ein. Mit Fortuna im Bunde gewannen die Erzgebirger gegen die Gelb-Schwarzen mit 4:3 und zogen mit weißer Weste ins Halbfinale. Dort hatten sie beim 3:0 gegen Erfurt wenig Mühe.
Dresdner Neueste Nachrichten vom 18.12.00: DSC erspielte sich Platz zwei
Knappe 5:6-Final-Niederlage gegen Auer "Veilchen" / Ronald Schmidt top 
Riesa. In einem hoch dramatischen Finale verpasste der Dresdner SC beim Super Regio Cup vor 4600 Zuschauern in der Sachsen-Arena nur knapp den Turniersieg. Erst im Neun-Meter-Schießen unterlagen die Rot-Schwarzen im Regionalliga-Duell dem FCErzgebirge Aue mit 5:6. Die "Veilchen" feierten damit eine gelungene Revanche für die erst am letzten Mittwoch erlittene 1:2-Punktspiel-Niederlage. Nachdem Boris Lucic vom Punkt aus an Aues Keeper Maik Kischko gescheitert war, schoss Petr Grund die Auer zum Sieg. 
Im Aufeinandertreffen der beiden spielerisch stärksten Mannschaften hatte ausgerechnet Pechvogel Lucic den DSC ins Neun-Meter-Schießen gerettet. Der Routinier, der von Trainer Hans-Jürgen Kreische besonders genau unter die Lupe genommen wurde ("Ich kenne ihn noch nicht so genau, will sehen, wie er sich präsentiert."), staubte kurz vor Schluss mit letztem Einsatz einen Schuss von Youngster Ronald Hamel ab und glich den frühen Führungstreffer von Ronny Jank zum 1:1 aus. Wenig später aber versagten ihm die Nerven, während Alexander Gleis, Sven Ratke, Ronald Schmidt und Nikica Maglica trafen. 
Im Halbfinale hatten die 98er noch mehr Glück, besiegten Babelsberg mit 8:7 (3:3) nach Neun-Meter-Schießen. Ronald Schmidt, mit fünf Toren (ohne Neun-Meter-Schießen) bester Schütze des Turniers und später zum besten Spieler gewählt, sorgte für den Finaleinzug. "Ich bin eigentlich schon immer ein Hallenspieler gewesen. Mir liegt das", erklärte der Mann des Tages sein starkes Auftrumpfen. Als er dafür neben einem Pokal auch eine "Sumo-Packung" Riesaer Nudeln in Empfang nahm, war das Abendessen abgeklärt: "Ich denke, wir brauchen jetzt nicht mehr essen zu gehen, wir kochen gleich selbst", scherzte Schmidt. Schon in der Vorrunde hatte Schmidt erheblichen Anteil am verlustpunktfreien Durchmarsch der 98er. Riesa, TeBe (mit Ex-Nordlicht Martin Hauswald, der einmal traf) und Erfurt hatten keine Chance. Und dass, obwohl man fast ohne Unterstützung von den Rängen auskommen musste. Auch das Pfeifkonzert und teils üble Schmäh-Gesänge der rund 1500 Dynamo-Fans, die vor allem Kapitän Hoßmang galten, ließen die von Co-Trainer Karsten Petersohn gut eingestellte Truppe kalt. Hoßmang markierte drei Treffer, scheiterte nur einmal vom Punkt gegen Babelsberg, doch Ersatzkeeper Roger Schöne verhinderte gegen Almedin Civa den vorzeitigen Knockout. 
Auf den Rängen und nach dem Turnier verhandelten DSC-Präsident Thomas Dathe und Sachsen-Manager Gerd Achterberg über die Ablösemodalitäten im Fall Sven Ratke. Dathe gestern: "Es gibt noch nichts Neues. Wir liegen noch weit auseinander. Eine Entscheidung fällt bis Weihnachten."

Aue bleibt weiter der "Angstgegner"
Frühes Aus für Dynamo
Riesa. Wenn die Dynamos einmarschierten, dann hätte man meinen können, ein Bundesligist betritt die Halle. Angetrieben von den Rängen schossen Frank Paulus und Klaus Dietrich Dynamo im ersten Vorrunden-Spiel zu einem verdienten, wenn auch glücklichen 2:1-Erfolg. Dietrichs Siegtreffer fiel dabei erst in der letzten Sekunde. Auch wenn die von Co-Trainer Damian Halata dirigierte gegen Aue und Babelsberg ebenfalls nicht schlecht aussah, blieben die Schwarz-Gelben in der Vorrunde hängen. Aue erwies sich einmal mehr als der "Angstgegner", Borislav Tomoski markierte das entscheidende 4:3. Zweimal hatte Dynamo durch Dietrich und Klemm geführt, doch die Schädlich-Kicker schlugen zurück und gingen durch Salomo, Pagels und Hasse selbst in Führung, die Vladislav Kosharnyi noch einmal ausgleichen konnte. Gegen Babelsberg half alles Anrennen nichts, mit dem 0:2 war man draußen. Einer war trotzdem ganz gut drauf: Maik Wagefeld. Nicht nur, weil er oft als spielender Torwart Rüdiger Huster ablöste. Der gebürtige Riesaer spielte stark und machte seine dürftige Leistung vom Punktspiel im Grube-Stadion, als er unbeherrscht vom Platz flog, vergessen. "Ich wurde sehr beschimpft. Da ist es klar, dass man sich viel vornimmt. Ich kann aus Fehlern lernen", erklärte Wagefeld seinen guten Auftritt, für den ihn auch Cor Pot lobte. Der hatte auch noch eines für einen Rot-Schwarzen übrig: "Einen Ronald Schmidt könnte ich gut gebrauchen."

Sächsische Zeitung vom 18.12.00: Aue feiert kleine Revanche
DSC-Kapitän: Turnier ist Öffentlichkeitsarbeit / Riesa und Dynamo scheiden nach der Vorrunde aus
Drei Regionalliga-Punkte wären ihm lieber gewesen. Aber die kleine Revanche unterm Hallendach für das 1:2 gegen den DSC am Mittwoch stimmte Gerd Schädlich versöhnlich. "Wir haben uns heute als Mannschaft präsentiert und guten Fußball gespielt", lobte Aues Trainer. In der "Lotterie Neun-Meter-Schießen" behielten seine Schützlinge die Nerven, während Boris Lucic am früheren Leipziger Bundesliga-Keeper Maik Kischko scheiterte. "Nachdem es in den letzten Wochen nicht so optimal für uns lief, müsste uns dieser Erfolg neues Selbstvertrauen geben", hofft Schädlich.
Genauso positiv fällt die Bilanz des Dresdner SC aus. "Wir wollen uns ein bisschen einspielen für den DFB-Hallenpokal am 8. und 9. Januar in Riesa", verkündete Coach Hans-Jürgen Kreische. Und seine Schützlinge sprühten vor Spielwitz, obwohl ihnen von den Rängen die oft unsachliche Stimmgewalt der Dynamo-Fans entgegenschlug. "So etwas stachelt uns erst recht an", verriet Thomas Hoßmang. Das Rezept für den Hallen-Kick sei ganz einfach. "Diszipliniert spielen, einer für den anderen da sein." So gelangen dem DSC sehenswerte Kombinationen und attraktive Tore. "Wir haben heute viel an guter Öffentlichkeitsarbeit für den Verein getan", resümierte der Kapitän zufrieden. Für die Feiertage verordnet sich Hoßmang ein privates Trainingsprogramm: Joggen, Squash spielen, im Kraftraum Gewichte stemmen - und viel schlafen. "Je älter man wird, desto mehr Probleme bekommt man, wenn man schlampert", ist sich der 34-Jährige im Klaren. Sein Ehrgeiz treibt ihn, und er treibt die Mannschaft. Vielleicht auch in drei Wochen, wenn der DSC beim DFB-Hallenpokal in Riesa antritt. "Die Gegner sind zwar von ganz anderem Kaliber, aber vielleicht gelingt uns die eine oder andere Überraschung."
Die blieb den Oberligisten FC Stahl Riesa und 1. FC Dynamo Dresden beim Super-Regio-Cup versagt. "Wir fanden leider erst im letzten Spiel zu der nötigen Kompaktheit", kritisierte Stahl-Coach Horst Rau. Immerhin sprang ein 3:1-Sieg gegen Tennis Borussia Berlin heraus. "Ein versöhnlicher Abschluss vor unserer Weihnachtsfeier", freute sich Kapitän Uwe Hecht. Und der doppelte Torschütze Marcus Hausmann gestand ein: "Nach der schweren Hinrunde sind wir ziemlich ausgelaugt, und in den spielerischen Mitteln sind uns die höherklassigen Teams doch überlegen." Dynamo setzte Kampfkraft und Offensivfreude dagegen. "Couragiert und attraktiv", fasste Trainer Cor Pot die Leistung der Gelb-Schwarzen zusammen.
Dabei avancierte Klaus Dietrich nicht nur zu einem der besten Spieler des Turniers, sondern auch zum Torjäger. Gegen Sachsen Leipzig erzielte der Österreicher fünf Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. "Gegen Aue versagte uns der Schiedsrichter einen klaren Strafstoß", ärgerte sich Dietrich, denn: "Wenn ich antrete, möchte ich gewinnen." Er wäre gern zwei Tage eher in den Urlaub zu seinen Töchtern Lisa (4 Jahre) und Denise (2) nach Wien gedüst. "Das hatte uns der Trainer für das Erreichen des Halbfinales versprochen, nun werden wir wohl noch bis Mittwoch ran müssen." Es sei denn, Pot lässt sich noch erweichenþ Immerhin fand Branislaw Bulatovic: "Dynamo hat hier den besten Fußball gespielt." Darüber ließe sich streiten. Aber angefeuert von der stärksten Fan-Fraktion unter den 4 600 Zuschauern in der Riesaer Sachsen-Arena sorgten die Gelb-Schwarzen in allen drei Vorrundenspielen für Hochspannung, holten gegen den späteren Turniersieger Aue sogar einen 1:3-Rückstand auf, mussten sich dann aber doch knapp geschlagen geben.

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